Dr. Andreas Jacobs

Koordinator Islam und Politik

Andreas Jacobs ist seit Januar 2017 Koordinator Islam und Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin. Er ist seit 2002 für die Stiftung in verschiedenen Funktionen zu den Themen Nahost, Sicherheit und Islam tätig. Von 2002 bis 2003 war er Referent im Team Planung und Grundsatzfragen (INT), von 2003 bis 2007 Koordinator Nahost/Islamische Länder (PuB), von 2007 bis 2012 Auslandsmitarbeiter der Stiftung in Kairo und von 2012 bis 2013 Koordinator für Islam und Religionsdialog (PuB). Zwischen 2013 und 2016 arbeitete er am NATO Defense College in Rom und war hier als Research Advisor für die Schulungsprogramme der NATO mit Offizieren aus dem Nahen Osten zuständig.

Vor seiner Tätigkeit für die KAS war Andreas Jacobs von 1998 bis 2001 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Politische Wissenschaften der Universität zu Köln. Er hat Politik-, Islamwissenschaft und Germanistik in Köln, Tunis und Kairo studiert und war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung, des DAAD und der ZEIT-Stiftung. Andreas Jacobs war außerdem Lehrbeauftragter/Guest Researcher an der School of Oriental and African Studies (SOAS) in London, an der FU Berlin und an der Johns Hopkins University in Washington DC. Von 2006 bis 2007 war er assoziiertes Mitglied der ersten Deutschen Islamkonferenz.

Externe Publikationen

  • NATO’s Hybrid Flanks. Handling unconventional Warfare in the South and the East, NDC Research Paper No. 112, Rome 2015 (with Guillaume Lasconjarias)
  • “We will conquer your Rome!” Italy and the threat of jihadi terrorism, NDC Research Report, October 2015 (with Lorenzo Salvati)
  • Realism, in: Schieder, Siegfried/Spindler, Manuela (eds.): Theories of International Relations, London/New York 2014
  • Player at the Sidelines. NATO and the fight against ISIL, NDC Research Paper No. 110, Rome 2015 (with Jean-Loup Samaan)

Expertise

  • Nahost
  • Sicherheitspolitik
  • Theorien der internationalen Beziehungen
  • Islam
  • Religiöser Extremismus
  • Terrorismus und Extremismus

Kontakt

Andreas.Jacobs@kas.de +49 (0)30 26996 3744

Abteilung

Publikationen

kurzum

Religion braucht Politik

von Karlies Abmeier , Andreas Jacobs

Religionspolitik sollte in Deutschland als eigenständiges Politikfeld etabliert werden

Die grundgesetzlich angelegte Organisation von Kooperationsbeziehungen zwischen Staat und Religionsgemeinschaften war lange ein politischer Nebenschauplatz. Die religiösen Verhältnisse in Deutschland waren stabil und die weitergeltenden staatskirchenrechtlichen Bestimmungen der Weimarer Reichsverfassung wurden kaum thematisiert. Ohnehin galt die Säkularisierungsvermutung, nach der Religion insgesamt und damit auch die Organisation von Kooperationsbeziehungen zwischen den Religionsgemeinschaften und dem Staat an Bedeutung abnehmen würden. Diese Vermutung hat sich als falsch erwiesen. Mit dem Wachsen nichtchristlicher Glaubensgemeinschaften in Deutschland und der zunehmenden Zahl an Konfessionslosen tritt die Religionspolitik aus ihrem Schattendasein heraus. Dadurch nimmt der Regelungsbedarf zu. Die Politik sollte auf diesen Bedeutungszuwachs religionspolitischer Handlungsfelder reagieren und die Zusammenarbeit zwischen Staat und Glaubensgemeinschaften als eigenständiges Politikfeld begreifen.

Die Politische Meinung

Deutscher Islam?

von Andreas Jacobs

Muslimische Normalität in Deutschland braucht Anerkennung, Institutionen und Regeln

Analysen und Argumente

Islam als Beruf

von Rauf Ceylan , Andreas Jacobs

Beschäftigungsperspektiven für Absolventen der Studiengänge „Islamische Theologie“ in Deutschland

Das Studienfach „Islamische Theologie“ ist an deutschen Universitäten mittlerweile etabliert. An die Absolventen werden hohe Erwartungen geknüpft. Sie sollen als Religionslehrer, Sozialarbeiter, Seelsorger und Imame den Islam in Deutschland besser beheimaten. Es wurde allerdings bislang versäumt, Akzeptanz- und Finanzierungsprobleme zu lösen und die Studiengänge auf den Arbeitsmarkt abzustimmen. Staat und Muslime sowie Universitäten und Arbeitgeber müssen daher gemeinsam Lösungen erarbeiten, um attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten für Islamische Theologen in Deutschland zu schaffen.