Dr. Hardy Ostry

Leiter des Europabüros Brüssel

Geboren am 21. September 1970, verheiratet, ein Kind, Stipendiat der Journalistischen Nachwuchsförderung der KAS hat Katholische Theologie, Germanistik und Politikwissenschaften in Trier und Jerusalem studiert. Nach dem Studium war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Emil-Frank-Institut an der Universität und der Theologischen Fakultät Trier schwerpunktmäßig im Bereich deutsch-jüdische Geschichte und Nahost-Konflikt tätig.

Nach dem Abschluß seiner Promotion am Lehrstuhl für Neuere Geschichte / Internationale Beziehungen an der Universität der Bundeswehr, Neubiberg, begann er seine Tätigkeit für die Internationale Zusammenarbeit der KAS, zunächst von 2001-2003 in Cotonou / Benin, 2003-2005 in Tunis sowie 2005-2007 als Leiter des Regionalprogramms Nahost / Mittelmeer der KAS mit den beiden Büros in Amman und Tunis. Bevor er im September 2012 die Leitung des Büros in Tunis mit Zuständigkeit für Algerien und Libyen übernahm, war er von Februar 2008 bis Juni 2012 als Abteilungsleiter für das Team Afrika / Naher Osten des EIZ zuständig. Seit Januar 2017 leitet er das Europabüro der Konrad-Adenauer-Stiftung in Brüssel.

Expertise

  • Nahost-Politik
  • Euro-Mediterraner Dialog
  • Entwicklungspolitik
  • Dialog der Religionen

Publikationen

Länderberichte

Keine Sommerpause und ein spannender Herbst

von Hardy Ostry, Ludger Bruckwilder

Die Bildung der neuen Europäischen Kommission folgt einem straffen Zeitplan
Seit Ursula von der Leyen Mitte Juli vom Europäischen Parlament als kommende Präsidentin der Europäischen Kommission gewählt wurde, sind erste inhaltliche Schwerpunkte und die personelle Besetzung der nächsten EU-Kommission Schritt für Schritt vorbereitet worden. Nun, etwa anderthalb Monate nach von der Leyens Wahl und dem Ende der politischen Sommerpause in Brüssel, zeichnet sich ein vollständiges Bild des vorgeschlagenen Personaltableaus der kommenden Kommission ab. Im September und Oktober müssen die Nominierten vor dem Europäischen Parlament bestehen, der entscheidende und womöglich schwierigste Schritt auf dem Weg zum Kommissarsposten. Gleichzeitig werden die Übernahme der Amtsgeschäfte und die inhaltliche Ausrichtung für die neue Amtsperiode vorbereitet.

Veranstaltungsberichte

„KAS goes Alpbach“

von Hardy Ostry, Livia Puglisi

Die Konrad-Adenauer-Stiftung auf dem Europäischen Forum Alpbach 2019
Unter dem Titel „Freiheit und Verantwortung – Zwei Seiten einer Medaille“ veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung erstmalig, vertreten durch das neu eröffnete Wiener Büro (Multilateraler Dialog KAS) und das Europabüro Brüssel gemeinsam mit der Politischen Akademie der Volkspartei, eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach.

Länderberichte

Europa - eine Liebe, die vielleicht nicht größer, aber tiefer wird.

von Hardy Ostry, Johanna Fleger

Ursula von der Leyen zur Kommissionspräsidentin gewählt
Nein, es ging nicht um die alte Dichotomie zwischen Erweiterung und Vertiefung, sondern ganz einfach, menschlich und nahbar um das Gefühl für die Idee Europa, als die Kandidatin zum Spitzenamt der Kommissionspräsidentin an ihren Vater, Ernst Albrecht erinnerte: Der habe Europa mit einer Ehe verglichen, wo zwischen den Partnern die „Liebe vielleicht nicht größer, aber tiefer“ würde. Ursula von der Leyen wirkte engagiert und überzeugend, als sie am Morgen des 16. Juli bei ihrer Bewerbungsrede im Straßburger Parlament für sich, letztlich jedoch für Europa warb. Wenige Stunden später wurde es dann amtlich: Die ehemalige Verteidigungsministerin darf ihre Ambitionen in den kommenden fünf Jahren unter Beweis stellen. Bis zu jener finalen Abstimmung, durch die von der Leyen mit insgesamt 383 Stimmen bestätigt wurde, war es ein langer Weg. Bereits während des Sondergipfels der Europäischen Staats- und Regierungschefs Ende Juni appellierten die Vertreter der Staaten in Brüssel mehrfach an die Geduld der Bürger: „Ich hoffe, dass sie geduldig sein werden“, so die Dänische Premierminister, Mette Frederiksen. Aus der Geduldsprobe war im Parlament in Straßburg nunmehr eine Zitter-Partie geworden, die Ursula von der Leyen jedoch für sich entscheiden konnte.