Dr. Karlies Abmeier

Leiterin des Teams Religions-, Integrations- u. Familienpolitik

Karlies Abmeier studierte von 1972 bis 1978 Geschichte und Germanistik in Münster, München, Cambridge und Bonn; 1984 wurde sie promoviert. Zwischen 1991 und 1997 erstellte sie im Auftrag der Kommission für Zeitgeschichte eine Bibliographie zum Katholizismus in der Bundesrepublik. Von 1993 bis 1995 war sie Geschäftsführerin der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte in Bonn, von 2003 bis 2007 Mitarbeiterin des Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken in Berlin. Seit Februar 2007 ist sie Koordinatorin Religion und Wertorientierung im Team Gesellschaftspolitik, Hauptabteilung Politik und Beratung der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Einige Beispiele ihrer Publikationen finden Sie hier:

Tabus in öffentlichen Debatten. Zur Fragwürdigkeit von verschwiegenen Bereichen, in: Politik und Zeitgeschichte 5–6/2012

Vollständige Publikationsliste und Lebenslauf (.pdf)

Expertise

  • Christliche Werte
  • sozialethische Grundlagen
  • Dialog mit den Kirchen
  • Religiöse Pluralität und Gesellschaft
  • Staat-Kirche-Verhältnis
  • Dialog mit Juden und Muslimen

Kontakt

Karlies.Abmeier@kas.de +49 30 26996-3374 +49 30 26996-3551

Abteilung

Weitere Informationen zur Person finden Sie hier:

Lebenslauf (.pdf)

Publikationen

kurzum

Religion braucht Politik

von Karlies Abmeier , Andreas Jacobs

Religionspolitik sollte in Deutschland als eigenständiges Politikfeld etabliert werden
Die grundgesetzlich angelegte Organisation von Kooperationsbeziehungen zwischen Staat und Religionsgemeinschaften war lange ein politischer Nebenschauplatz. Die religiösen Verhältnisse in Deutschland waren stabil und die weitergeltenden staatskirchenrechtlichen Bestimmungen der Weimarer Reichsverfassung wurden kaum thematisiert. Ohnehin galt die Säkularisierungsvermutung, nach der Religion insgesamt und damit auch die Organisation von Kooperationsbeziehungen zwischen den Religionsgemeinschaften und dem Staat an Bedeutung abnehmen würden. Diese Vermutung hat sich als falsch erwiesen. Mit dem Wachsen nichtchristlicher Glaubensgemeinschaften in Deutschland und der zunehmenden Zahl an Konfessionslosen tritt die Religionspolitik aus ihrem Schattendasein heraus. Dadurch nimmt der Regelungsbedarf zu. Die Politik sollte auf diesen Bedeutungszuwachs religionspolitischer Handlungsfelder reagieren und die Zusammenarbeit zwischen Staat und Glaubensgemeinschaften als eigenständiges Politikfeld begreifen.

Einzeltitel

Monitor Religion und Politik

von Karlies Abmeier , Thomas Köhler

Ausgewählte Beiträge 2018
In einer von weltanschaulicher Vielfalt geprägten Gesellschaft nehmen die religionspolitischen Debatten zu: Angesichts zurückgehender Kirchlichkeit stehen Fragen einer christlichen Prägung Deutschlands durch Symbole, wie etwa das Kreuz im öffentlichen Raum, aber auch Debatten über Schwerpunkte christlichen Lebens und des Religionsunterrichts im Fokus. Auf dem Weg zu einer muslimischen Normalität zeigen sich Hindernisse, etwa in den fehlenden Berufsaussichten von Absolventen muslimisch-theologischer Studiengänge. Auf diese Themen gehen die Autoren ebenso ein wie auf das Bemühen des Humanistischen Verbands Deutschlands um Gleichstellung im Religionsrecht und den Einsatz jüdischer Organisationen gegen Antisemitismus.