Analizy i argumenty

aus der Konrad-Adenauer-Stiftung

Zum Weltbild der Neuen Rechten in Deutschland

In Deutschland werden rechte Kräfte immer sichtbarer. Sie üben Fundamentalkritik am politischen System der Bundesrepublik aus nationalistischer Perspektive. Die Neue Rechte will zurück zu einem Nationalstaat, indem dem Volk, Staat und Nation eine Einheit bilden. Das Volk wird dabei als ethnokulturelle Gemeinschaft verstanden, das durch sogenannte "Masseneinwanderung" in seinem Kern bedroht ist. Uwe Backes umreißt in dieser Ausgabe der Analysen & Argumente das Weltbild der Neuen Rechten und diskutiert deren Gefährdungspotential für die Demokratie in der Bundesrepublik.

Zur Zukunft des Gymnasiums

Ein bildungspolitischer Diskussionsvorschlag über die Funktion des Abiturs

Der Nimbus des Gymnasiums ist weiterhin bei der Mehrzahl der Eltern ungebrochen und kann als die Konstante im deutschen Bildungssystem verstanden werden. Dennoch ist nicht zu übersehen, dass mittlerweile eine zunehmende Zahl anderer Schulformen ebenfalls zum Abitur führen und das Gymnasium seine Monopolstellung einbüßt. Daher stellt sich die Frage: Was ist zukünftig eigentlich noch gymnasial und worin unterscheidet sich das Gymnasium von anderen Schulformen, die das Abitur anbieten? Welchen Ansprüchen soll das Gymnasium zukünftig gerecht werden?

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Zwischen Autonomie und Lebensschutz

Zum Suizidassistenz-Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Das Bundesverfassungsgericht hat im Februar 2020 die geschäftsmäßige Sterbehilfe erlaubt - und damit den Paragrafen 217 StGB für nichtig erklärt. Das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben bedeutet auch die Freiheit, die Hilfe Dritter in Anspruch zu nehmen. Nun hat der Gesetzgeber die Aufgabe zu verhindern, dass kranke und sterbende Menschen dem Zwang zur Rechtfertigung ihres Daseins ausgesetzt werden. Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff geht auf die Implikationen des weitreichenden Urteils ein.

Zwischen Gesetz und Evangelium – Überlegungen zu einer christlichen Flüchtlingsethik

Anders als man auf den ersten Blick vermutet, gibt es keine ausgearbeitete christliche Flüchtlingsethik. Acht Prinzipien können aus christlicher Perspektive der Orientierung dienen. Dazu gehören eine realistische Wahrnehmung der Wirklichkeit, das Wissen um die Grenzen der Belastbarkeit, das Spannungsfeld von religiösen Anspruch und politisch Machbarem, die Frage der Barmherzigkeit als politischer Kategorie. Zentral ist die Erkenntnis, dass Politik für realistische Hoffnungen werben und an ihnen arbeiten muss, um eine Verständigung über gemeinsame Überzeugungen und Lebensstile zu erhalten.

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Zwischen System und Verantwortung

Ethische Überlegungen zum Begriff der Autonomie angesichts der Entwicklung autonomer Systeme

Vor dem Hintergrund der Diskussion um autonome Systeme und Künstliche Intelligenz analysiert die Theologin Elisabeth Gräb-Schmidt den Begriff Autonomie aus philosophisch ethischer Perspektive. Autonomie bedeutet nicht Unabhängigkeit, sondern Selbstbegrenzung und Akzeptanz von Gesetzen aus Freiheit. Diese Vorstellung lässt sich nicht auf autonome Systeme übertragen. Der Mensch dürfe nicht seine Entscheidungsfreiheit und Verantwortung an Maschinen abgeben. Eine vorausschauende Ethik müsse die technischen Entwicklungen konstruktiv und kritisch begleiten.

„Aufklärung“ des Islams?!

Der Islam und die Muslime erleben angesichts westlicher Stärke eine Sinnkrise. Es ist im Interesse der Muslime, eine historisch-kritische Koranexegese voranzutreiben, um sich von gewaltlegitimierenden Aussagen in islamischen Texten abgrenzen zu können. Aufklärerische Islamkritik sollte zu einem festen Bestandteil des muslimischen Bewusstseins werden. ERSCHEINT AUSSCHLIESSLICH ONLINE!

„Das Soziale neu denken“

Ein Papier der deutschen Bischöfe für eine langfristig angelegte Reformpolitik der sozialen Sicherungssysteme. Ausgehend von einer allgemeinen Lagebeschreibung der Krise des deutschen Sozialstaats soll eine Analyse des gegenwärtigen Reformstaus vorgenommen und in einem zweiten Schritt allgemeine Leitlinien und konkrete Vorschläge zur Reform entworfen werden.

„Das wird man wohl noch sagen dürfen.“

Eine Analyse der Facebookseiten von CDU, SPD und AfD im Bundestagswahlkampf 2017

Analyse im Rahmen des Projektes zum Wandel der Sprach- und Debattenkultur

„Global Partnership“: Ein neuer Streitpunkt in der NATO?

Seit einigen Monaten sorgt der Begriff der „Global Partnership“ für Aufregung im Bündnis. Die USA streben die Schaffung eines institutionellen Rahmens innerhalb der NATO an, um mit westlich orientierten Ländern – den sogenannten „likeminded states“ – weltweit enger zusammenarbeiten zu können. Dies soll eines der wesentlichen Ergebnisse des NATO-Gipfels in Riga im November 2006 werden.

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„Helvetia ruft“

 Initiative für mehr Mandatsträgerinnen in der Schweiz

Der geringe Anteil von Frauen im Schweizer Parlament war Anlass für eine Fraueninitiative zur Erhöhung der Zahl der Mandatsträgerinnen in der Schweizer Politik. Der parteiübergreifenden Initiative „Helvetia ruft“ ist es gelungen, den Frauenanteil von 32 Prozent auf 42 Prozent bei der letzten Parlamentswahl 2019 zu erhöhen. Wie ist ihr dies gelungen? Was kann Deutschland davon lernen?

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.