Hebesatz

Hebesätze existieren für die drei eigenen Steuern der Kommunen: Grundsteuer A (für Betriebe der Land- und Forstwirtschaft); Grundsteuer B (für die meisten anderen Grundstücke), die Gewerbesteuer. Die Hebesätze für diese drei Steuern werden jährlich vom Gemeinde-/Stadtrat beschlossen, sie können also variabel sein. Der Referenz- bzw. der Steuermessbetrag, auf den der Hebesatz anzuwenden ist, wird dagegen durch die Finanzverwaltung beschlossen und ist für die Kommunen bindend. Die Hebesätze liegen meistens zwischen 250 – 400%. Die Untergrenze für die Gewerbesteuer ist durch das Gewerbesteuergesetz vom Dezember 2003 seit 2004 fixiert mit 200% (Mindesthöhe), um die Bildung von Gemeindesteueroasen zu begrenzen. Sie können aber auch sehr hoch sein: z.B. die Gemeinde Enzklösterle hatte 2010 mit 1800% den höchsten Hebesatz; von den Großstädten hat Oberhausen mit 520% den höchsten Hebesatz der Gewerbesteuer.

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