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Rapoarte de țară

Brasiliens bürgerliche Mitte rückt nach Rechtsaußen

de Dr. Jan Woischnik, Franziska Hübner

Erster Wahlgang erschüttert größte Demokratie Südamerikas

Die klaren Gewinner des ersten Wahlgangs der brasilianischen Präsidentschaftswahl am 7. Oktober 2018 heißen Jair Messias Bolsonaro (46,03%) und Fernando Haddad (29,28%). Da keiner der beiden Kandidaten die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen konnte, kommt es am 28. Oktober zu einer Stichwahl zwischen dem ultrarechten Bolsonaro von der Splitterpartei Partido Social Liberal (PSL) und Haddad.

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Brasilianer in Sao Paolo auf der Straße. | © Editorial J / Bernardo Speck / flickr / CC BY-ND 2.0 © Editorial J / Bernardo Speck / flickr / CC BY-ND 2.0
Brasilianer in Sao Paolo auf der Straße. | © Editorial J / Bernardo Speck / flickr / CC BY-ND 2.0

Letzterer gilt als Stellvertreter-Kandidat von Lula und klassischer Vertreter des überkommenen PT-Systems, nach dessen 13-jähriger Regierungszeit (2003-2016) sich Brasiliens Politik nicht nur im Lava-Jato Korruptionsskandal widerfand, sondern das Land gleichzeitig auch die schwerste Wirtschaftskrise seiner Geschichte durchlebte. Trotz des Einzugs in die Stichwahl sind Bolsonaro und Haddad auch die beiden Kandidaten, die nach allen Umfragen der letzten Monate die höchsten Ablehnungswerte verzeichnen. Dieser Umstand zeigt die enorme Polarisierung im Land.

Der gemäßigte Spitzenkandidat der Mitte-rechts Partei der Sozialen Demokratie Brasiliens (PSDB), Geraldo Alckmin, hat es wie die anderen Vertreter der politischen Mitte nicht in die zweite Runde geschafft. Dies kommt einer erdbebenartigen Verschiebung in der politischen Landschaft gleich und stellt eine Zäsur im bislang de facto bestehenden Zwei-Parteien-System dar: Als klassischer Antagonist der Arbeiterpartei schafft die PSDB seit einem Vierteljahrhundert erstmals weder den Sprung in die Stichwahl, noch entscheidet sie die Wahl schon im ersten Wahlgang zu ihren Gunsten. Mit weniger als 5% der Stimmen verbucht sie das schlechteste Ergebnis seit ihrer Gründung im Jahr 1988.

Den vollständigen Länderbericht zur Wahl in Brasilien 2018 können Sie als PDF herunterladen.

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Fundaţia Konrad-Adenauer este reprezentată în circa 70 de ţări pe cinci continente, prin birouri proprii. Angajaţii din străinătate, pot transmite rapoarte de la faţa locului cu privire la evenimentele actuale şi evoluţiile pe termen lung în ţările în care activează. În "Rapoarte de țară", aceştia oferă utilizatorilor paginii web a fundaţiei Konrad-Adenauer analize, informaţii de fond şi estimări.

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