Presseschau

Medienmonitoring: Krieg in der Ukraine // 12.04.22

Land: Republik Moldau

Premierministerin Gavrilița: Es ist gut möglich, dass wir den Ausnahmezustand wegen des Krieges in der Ukraine verlängern müssen / Tiraspol weißt ukrainische Anschuldigungen zurück, dass in der Region Transnistrien militärische Aktivitäten gegen die Ukraine vorbereitet werden / Auch, wenn die Moldaui-sche-Orthodoxe Kirche kanonisch dem russischen Patriarchat untersteht, gibt es offenbar deutliche Un-terschiede im Hinblick auf den Ukraine-Krieg / Moldauische Medien berichten, dass der deutsche Rüs-tungskonzern Rheinmetall die Lieferung von 50 Kampfpanzern des Typs Leopard 1 an die Ukraine vorbe-reitet.

 

1) Was wird mit Blick auf den Krieg in der Ukraine diskutiert?

Premierministerin Natalia Gavrilița schließt nicht aus, dass der Ausnahmezustand in der Republik Moldau angesichts der angespannten Lage in der Region verlängert wird. "Solange wir einen Krieg in unserer Nachbarschaft haben und die Gefahr einer Eskalation besteht, die eine neue Flüchtlingswelle auslösen könnte, halte ich es für angemessen, um die Verlängerung des Ausnahmezustands im Parlament zu bitten“, kündigte Gavrilița gestern, am 11.04.2022 im Rahmen einer TV-Sendung beim TV8 an. Der Ausnahmezustand wurde in der Republik Moldau am 24.02.2022 für 60 Tage ausgerufen. (www.tv8.md)

 

Tiraspol weist die neuen Anschuldigungen Kiews über mögliche militärische Aktionen der russischen Streitkräfte in der Region Transnistrien zurück. "Es gibt keine militärischen Vorbereitungen oder besondere Maßnahmen auf dem Gebiet der transnistrischen Region, die die Ukraine bedrohen. Eine objektive Analyse der Situation gibt keinen Anlass, an dieser Position der transnistrischen Region zu zweifeln“, heißt es in einer Stellungnahme des sogenannten Außenministeriums am linken Ufer des Dnjestrs. Gestern, am 11.04.2022 hat die Ukraine eine neue Warnung vor möglichen Militäraktionen der russischen Streitkräfte in der Region Transnistrien herausgegeben.(www.unimedia.md)

 

Der Krieg mit Russland könnte bis zum Jahr 2035 dauern und bis dahin seien regelmäßige militärische Zusammenstöße "garantiert", ist die Meinung des ukrainischen Präsidentenberaters Alexej Arestowitsch. Er verglich die derzeitigen Situationen der Ukraine mit der Lage zwischen Israel und den Arabern. „Hier ist ein neues Israel. Nur die Eskalation ist steiler und erschreckender“, sagte der Berater von Präsident Zelenski. Denjenigen Bürgern, die auf ein solches Szenario nicht vorbereitet sind, rät Arestovich, die Ukraine vorübergehend zu verlassen. (www.tv8.md)

 

Gibt es Unstimmigkeiten zwischen der Moldauisch-Orthodoxen Kirche und dem russischen Patriarchat? Während der Klerus in Chișinău im Einklang mit dem ukrainischen Volk ist, betet Moskau für die russischen Soldaten, schreibt das Nachrichtenportal „Agora“ in einem Artikel, in dem die Botschaften der beiden Kirchen analysiert und verglichen und dabei große Unterschiede festgestellt wurden. Während das Moskauer Patriarchat die Aktionen der russischen Armee unterstützt, schließt sich die moldauische Kirche dieser Idee nicht vollständig an, auch wenn es kanonisch der Russischen Orthodoxen Kirche untersteht und sich in seiner Arbeit von ihr leiten lässt.  (www.agora.md )

 

Mehr als 96.000 Flüchtlinge aus der Ukraine halten sich nach den jüngsten Angaben der Behörden noch in der Republik Moldau auf. In diesem Zusammenhang hat das UN-Flüchtlingshilfswerk angekündigt, dass es eine einmalige Hilfe für sie und ihre Gastfamilien bereitstellen wird, berichtet das Nachrichtenportal „Agora“ (www.agora.md )

 

2) Was wird mit Blick auf Russland artikuliert?

Das persönliche Treffen zwischen dem österreichischen Bundeskanzler Karl Nehammer und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau sei "kein Freundschaftsbesuch" gewesen, sagte der Wiener Regierungschef. Laut einer Erklärung eines österreichischen Beamten war das Gespräch zwischen den beiden "sehr direkt, offen und hart". (www.agora.md )

 

3) Wie wird Deutschland wahrgenommen? Welche Forderungen werden gestellt?

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall bereitet die Lieferung von 50 Kampfpanzern des Typs Leopard 1 an die Ukraine vor, meldet „Ziarul de Garda“ mit Verweis auf Reuters. Der Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte, dass Waffen aus Deutschland für die Ukraine schnell geliefert werden sollten, da ein Angriff Russlands aus dem Osten unmittelbar bevorstehe. "Mit der Entscheidung, die Ukraine mit Waffen zu unterstützen, hat Deutschland eine Verpflichtung übernommen", erklärte Habeck. (www.zdg.md )

 

Marina Ovsianikova, die russische Journalistin, die in den Abendnachrichten im russischen Staatsfernsehen gegen den Krieg in der Ukraine protestierte, wurde von der deutschen Zeitung Die Welt eingestellt, schreibt Ziarul de Garda unter Berufung auf die BBC. In einer Erklärung sagte Ovsianikova, sie habe die neue Aufgabe übernommen, weil die Zeitung "für das steht, was von den mutigen Menschen vor Ort in der Ukraine gerade so vehement verteidigt wird: für die Freiheit".(www.zdg.md )

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Katja Christina Plate

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