Online-Seminar

DigitalAkademie - 14 Tage 14 Köpfe

Digitale Lebenswelten von Jugendlichen. Von jungen Menschen über junge Menschen.

Was haben Bill Gates und Walter Lübcke oder Anders Breivik und Stephan Balliet gemein? Was Christchurch, Halle und Hanau? Wie steht es um den Zusammenhang von Reichsbürgern und Querdenkern? Welches Meme kann man noch versenden und ab wann macht man sich strafbar? Um Schülerinnen und Schüler zu verstehen, muss man ihre Lebenswelten kennen.

Details

DigitalAkademie 14 Tage 14 Köpfe
DigitalAkademie 14 Tage 14 Köpfe

Schülerinnen und Schüler sind tagtäglich viele Stunden online – und machen positive, aber auch negative Erfahrungen. Was macht der Wandel hin zur digitalen Lebenswelt mit jungen Menschen und Jugendlichen? Wie sehen ihre digitalen und realen Lebenswelten aus?

Wir nehmen in unserer Online-Reihe in kurzen Einheiten verschiedene Phänomene unter die Lupe. Bei uns geht es um Akteure und Technik: 

 

  • Wie gehen Extremisten vor, um junge Menschen zu fangen? 
  • Was machen digitale Lebenswelten mit jungen Persönlichkeiten? 
  • Welche rechtlichen Grundlagen gelten im Netz? 
  • Wie gefährlich sind Fake News und wie kann man sich und seine Schülerinnen und Schüler dagegen wappnen? 
  • Wie kann man sensibiliseren im Hinblick auf Cybergrooming, sexualisierte Gewalt gegen Jugendliche und Kinder im Netz? 
  • Und was geht eigentlich wirklich ab auf Imageboards und Gamingplattformen wie Steam oder 8chan und warum streamen viele Attentäter ihre Taten live? 
  • Wie sieht verstörende rechtsradikale Onlinekommunikation aus und was eint Christchurch, Halle und Hanau?
  • Wie viel Regierungsskepsis ist gesund und wann fängt Verschwörungsglaube an?
  • Was ist so besonders an den verschiedenen Plattformen – YouTube, Instagram und TikTok? 

Sie können sich jederzeit zur Seminarreihe anmelden. Der Anmeldeschluss für den jeweiligen Termin ist immer einen Tag vorher (Bsp. Veranstaltung am 27.01., Anmeldeschluss 26.01.). 

Die Teilnahme an allen Einheiten wird empfohlen, ist aber nicht obligatorisch. Bei Teilnahme an allen Einheiten erstellen wir ein Zertifikat. Die Reihe richtet sich an Pädagogen und Menschen, die im institutionellen Kontext mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Sie findet alle 14 Tage mittwochs um 18.00 Uhr über die Plattform zoom statt und dauert 60 Minuten: 30 Minuten Input, 30 Minuten Q&A. 

Seien Sie dabei – 14 Tage, 14 Köpfe. Digitale Lebenswelten von jungen Menschen über junge Menschen. 

Hier geht's zur Anmeldung

 

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Folge 1 | Was wir vorhaben: Einblicke in digitale Lebenswelten von Jugendlichen | 27.01.2021 | 18.00 Uhr

In unserer ersten Folge der 14-tägigen Onlineseminarreihe werfen wir einen kurzen inhaltlichen Blick auf das, was wir bis Mitte des Jahres vorhaben!

  • Wie gehen Extremisten vor, um junge Menschen zu fangen? 
  • Was machen digitale Lebenswelten mit jungen Persönlichkeiten? 
  • Welche rechtlichen Grundlagen gelten im Netz? Wie geht man konkret um mit Hass im Netz?
  • Wie gefährlich sind Fake News und wie kann man sich und seine Schülerinnen und Schüler dagegen wappnen? 
  • Wie kann man sensibiliseren im Hinblick auf Cybergrooming, sexualisierte Gewalt gegen Jugendliche und Kinder im Netz? 
  • Und was geht eigentlich wirklich ab auf Imageboards und Gamingplattformen wie Steam oder 8chan und warum streamen viele Attentäter ihre Taten live? 
  • Wie sieht verstörende rechtsradikale Onlinekommunikation aus und was eint Christchurch, Halle und Hanau?
  • Wie aktuell und präsent sind Islamismus und Salafismus im Netz?
  • Wie viel Regierungsskepsis ist gesund und wann fängt Verschwörungsglaube an?
  • Wie steht es um Rassismus im Netz?
  • Was ist so besonders an den verschiedenen Plattformen – YouTube, Instagram und TikTok? 

Folge 2 | Extremismus und seine Erscheinungsformen im Netz | 10.02.2021 | 18.00 Uhr

Wie Extremisten junge Menschen manipulieren 

Rechts- und Linksextremisten, Salafisten – alle tummeln sich im Netz. Ihr gemeinsames Ziel: Junge Menschen ködern. Expertinnen und Experten, aber auch Aussteiger aus dem Extremismus sind überzeugt: Manchmal ist es Zufall, ob junge Menschen bei rechts- oder linksradikalen Extremisten oder Salafisten an der Angel landen. Sie geben das, was das eigene Umfeld oft nicht bietet: (vermeintliches) Verständnis, Zuwendung und eine Community, die junge Menschen auf ihrem Weg ins Erwachsensein oft suchen. Wie gehen Extremisten vor, um zu angeln? Welche Köder werfen sie ins Internet? Wie geht man vor, um Schülerinnen und Schüler vor extremistischen Inhalten zu warnen und diese als solche zu entlarven? 

Prof. Dr. Thorsten Müller ist Professor für Politik und Soziologie an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW in Hagen. Er kennt sich aus in extremistischen Online-Lebenswelten und nimmt sie schonungslos auseinander. Gehen Sie gemeinsam mit Prof. Müller Entdeckungstour in einem wahrlich verstörenden Umfeld.

Folge 3 | Tiktok, Facebook, Instagram – wer ist der Schönste im ganzen Land? | 24.02.2021 | 18.00 Uhr

Social Media und der Einfluss auf Persönlichkeitsentwicklung bei Jugendlichen und jungen Menschen 

Junge Menschen sind täglich viele Stunden online. Netflix, Instagram und TikTok sind aus ihrem Leben nicht wegzudenken und haben mit der Coronapandemie einen noch höheren Stellenwert gewonnen. Was macht die Dauernutzung mit der Persönlichkeitsentwicklung der jetzigen Schülergeneration? Was prägt sie und was muss man über ihre digitale Lebenswelten und deren Funktionsweisen wissen, um zu verstehen, wie Schülerinnen und Schüler heute ticken? 

Franciska Nowak, Stipendiatin der Journalistischen Nachwuchsförderung der KAS und angehende Medienpädagogin, arbeitet u. a. für den Westdeutschen Rundfunk und den KiKA. Sie wirft einen Blick darauf, welchen Einfluss Mediennutzung auf Kinder und Jugendliche haben und wie bspw. in Schule und Familien Medienkompetenz vermittelt werden kann. 

  

Folge 4 | Legal, illegal, total egal? | 10.03.2021 | 18.00 Uhr

Medienrecht unter der Lupe

Vielen kennen es aus eigener Erfahrung: Grenzwertige Videos, die man von Verwandten, Freunden oder entfernten Bekannten über WhatsApp geschickt bekommt. Manches davon – so ahnt man – könnte vielleicht nicht nur die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten, sondern auch strafbar sein. Das gilt ganz besonders für Kinder und Jugendliche, die problematische per WhatsApp teilen: Nazi-Symbole, kinderpornografische Bilder, Gewaltvideos. Aber was ist strafbar und was nicht? Wir werfen einen kühlen Blick in eine komplizierte Angelegenheit – im Hinblick auf die Relevanz im Schulalltag: Wie kann man gegen strafbare Inhalte vorgehen, insbesondere im Hinblick auf das Schulrecht? Was sind die Grundlagen des Urheberrechts? Was sind geschützte Werke? Wie steht’s um Links, Embedding und Co? Welche Regeln gelten im Netz und wo liegen die Grenzen der Meinungsfreiheit? An praktischen Beispielen aus dem Schulalltag versuchen wir, einen Überblick in die Welt des Medienrechts zu bringen. 

 

Franziska Kues, L.L.M., ist Volljuristin und arbeitet beim ZDF. 

Folge 5 | Fakten statt Fakes! | 24.03.2021 | 18.00 Uhr

Wie man Fake News, Deep Fakes und Desinformation entlarvt und dagegen vorgeht

Fast kann man es schon nicht mehr hören: Alle Welt spricht von Fake News, Deep Fakes und gezielter Desinformation. So schwierig ist es nicht gute Nachrichten von falschen zu trennen? Viele Lehrerinnen und Lehrer wissen: Es ist verdammt schwer, spätestens, wenn sie das erste Mal mit Schülerinnen und Schülern diskutieren und versuchen, gute Quellenarbeit und gute journalistische Arbeit zu erläutern. Wie kann man Fakten von Fakes unterscheiden und wie erklärt man das Schülerinnen und Schülern? Wie vermittelt man den Wert guter Quellen und ihre Relevanz für die Bewahrung von Freiheit und Demokratie? 

 

Cosima Gill ist freie Journalistin für ARD und RBB und unterwegs in investigativer Recherche. Sie ist Medientrainerin und hat am King's College in London studiert. Ihre Expertise liegt im Bereich Fake News und Extremismus im Netz. Gemeinsam mit ihr werden Sie anhand von extremistischen Fake News erklären, wie ein kurzer, aber eindeutiger Faktencheck mit Schülerinnen und Schülern aussehen kann. 

Folge 6 | Risiken von Cybergrooming erkennen und abwehren | 07.04.2021 | 18.00 Uhr

Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche im Internet 

Die Perversion sexuellen Missbrauchs an Jugendlichen und Kindern erfährt im Netz eine neue Qualität: Grooming bezeichnet dabei das „Anbahnen“ eines sexuellen Missbrauchs über einen längeren Zeitraum. In Onlineforen gehen Täter und Täterinnen bewusst auf die Suche nach Kindern und Jugendlichen, die ihnen leichtfertig ihr Vertrauen schenken. Ist es einmal gewonnen, manipulieren Täter die Wahrnehmung und Gefühlswelt ihrer Opfer und verstricken sie in Abhängigkeiten. Das Ziel: Kinder und Jugendliche sollen sich niemandem anvertrauen. Was tun, wenn es Verdachtsfälle gibt? Oder wenn sich Schülerinnen und Schüler doch dazu entschließen, sich Ihnen anzuvertrauen? 

Einen Einblick in diese verstörende Onlinerealität bietet Inge Bell, ehemals ARD Journalistin, Menschenrechtsaktivistin und Vorstand bei Terre des femmes. Sie setzt sich seit Jahrzehnten ein für die Rechte von Mädchen und Frauen – und kennt sich aus eigener Erfahrung auch online sehr gut aus. Sie weiß, was und wer zählt, wenn es um konkrete Hilfe geht und ist bestens vernetzt. 

Folge 7 | Christchurch, Halle, Hanau...| 21.04.2021 | 18.00 Uhr

Einblick in die verstörende Welt rechtsextremer Onlinekommunikation   

Die Welt hielt den Atem an: Anders Breivik tötet im Jahr 2011 in Oslo und auf der nahegelegenen Insel Utøya77 Menschen. 2016 ermordet ein rechtsextremer 18-Jähriger neun Menschen am Olympiazentrum in München. Stephan Balliet streamt in Halle seine terroristischen Taten live – und gibt damit der Welt einen Einblick in sein extremistisches Gedankengut. Die einfachste Lösung: Diese Täter sind wahnsinnig. Doch die Wahrheit ist um ein Vielfaches grausamer. Für ihre Unterstützer hinterlassen einige von ihnen ein „Manifest“, das sie in Sozialen Medien teilen. Welche Rolle spielen Soziale Medien in der Verbreitung von Hass und rechtsextremer Onlinekommunikation? Wie sah und sieht die digitale Lebensrealität von Rechtsradikalismus im Netz aus – und welche Spielregeln gelten heute? Wir werfen einen Blick in Feindbilder und Opferstatus und  beleuchten dabei die Rolle von Social Media, aber auch die von Spieleplattformen und Onlinegames - gemeinsam mit Dr. Florian Hartleb, der sich bereits lange Zeit mit extremistischer Onlinekommunikation  beschäftigt. 

 

Dr. Florian Hartleb (geb. 1979 in Passau) studierte zunächst Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Psychologie in Passau, bevor er 2004 an der Technischen Universität Chemnitz zum Thema Links- und Rechtsextremismus promovierte und mit „summa cum laude” abschloss. Seitdem arbeitet er mit vielen verschiedenen Organisationen und Administrationen zusammen. So war er Pressereferent im Bundestag, beriet das Bundespräsidialamt und das Europäische Parlament. Im Rahmen des Attentats am Olympiazentrum in München erstellte er ein Gutachten für die Stadt München und wies die rechtsextremistischen Hintergründe der Tat nach. Nach mehr als drei Jahren wird die Tat nun (auch) als politisch-motiviert gewertet. Er unterrichtet derzeit an der Katholischen Universität Eichstätt sowie an der Fachhochschule der Polizei Sachsen-Anhalt in Aschersleben. Hartleb gehört. Seit Oktober 2020 ist er als externer Sachverständiger Mitglied der vom niedersächsischen Landtag eingesetzten Enquete-Kommission „Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement verbessern”. Als Experte war er bei ARD, im ZDF und in vielen weiteren Medien zu Gast und kommentiert regelmäßig das politische Geschehen. Im Oktober 2018 erschien von ihm das Sachbuch „Einsame Wölfe. Der neue Terrorismus rechter Einzeltäter“ (Hoffmann und Campe: Hamburg; 2020 auch bei der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn als Lizenzausgabe erhältlich). Im Februar 2020 wurde das Buch in englischer Fassung und stark aktualisiert beim Springer-Verlag publiziert, im Oktober 2020 in der 2. Auflage (Hoffmann und Campe: Hamburg).

Folge 8 | Islamismus und Salafismus | 05.05.2021 | 18.00 Uhr

Wenn Gläubige morden 

Der „Islamische Staat“ ist besiegt – und sein Gedankengut damit obsolet?! In der medialen Berichterstattung nimmt Salafismus und Islamismus gegenwärtig keinen großen Stellenwert ein. Was vor einigen Jahren noch die Schlagzeilen füllte – junge, in der ansässigen Bevölkerung verwurzelte Menschen, die freiwillig in Kriegsgebiete im Nahen Osten ausreisten –  scheint jetzt wie ausradiert. Nach wie vor aber sind Salafisten auf der Suche nach jungen Menschen, die sich von ihnen eine klare Lebensanleitung und somit ein geschlossenes sowie klar strukturiertes Weltbild erhoffen. Die Reduktion der Komplexität der Realität, einfache Feindbilder und schwarz-weiße Weltanschauungen ziehen junge Menschen in den Bann von Salafisten. Salafismus und Islamismus – was ist das eigentlich? Allem voran: Was hat der Islam mit Islamismus zu tun? Wie kann man als Lehrer*in Schülerinnen und Schüler so stärken, dass sie nicht in die digitalen Fänge von Salafisten geraten?

 

Wir sprechen über all diese spannenden Themen mit Ahmad Mansour, deutsch-isrealischer Psychologe und Autor. 

Folge 9 | Verschwörungstheorien | 19.05.2021 | 20.00 Uhr

Zwischen Aluhut, QAnon, Bill Gates und Querdenkern

Sie haben Hochkonjunktur. Die weltweite Covid-19-Pandemie ist Katalysator und zugleich Nährboden für krude Verschwörungstheorien und die Verbreitung von Falschmeldungen. In der wichtigen Diskussion über die Verhältnismäßigkeit von Coronaschutzmaßnahmen machen militante Corona-Leugner immer wieder Gebrauch von manipulierenden Inhalten, um sich die Fakten so zu Recht zu legen, wie es ihnen und ihren politischen Zielen gefällt. Damit sind sie nicht allein: Von Anhängern der „Flachen Erde“ und „Echsenmenschen“ zur Leugnung des Holocaust, Weltuntergangsfantasien bis hin zu Verschwörungsmythen in linken Kreisen. Wie geht man am besten damit um, wenn Schülerinnen und Schüler in ihren Aussagen Bruchstücke von Verschwörungen aufzeigen? Wie unterstützt man sie, sich eine eigene Meinung zu bilden?

Über Fake News - und was man dagegen tun kann - sprechen mit dem Journalisten und Philosophen Jan Skudlarek. 

Folge 10 | Rassismus im Netz | 02.06.2021 | 18.00 Uhr

Spätestens seit dem Erstickungstod von George Floyd und den darauffolgenden weltweiten Protesten „Black Lives Matter“ wurde der Welt qualvoll vor Augen geführt: Wir haben ein Problem mit Rassismus – und wir müssen darüber sprechen. Die Schülerschaft wird diverser, immer mehr Schülerinnen und Schüler haben einen Migrationshintergrund. Sie machen somit Erfahrungen, die andere Schülerinnen und Schüler nicht nachvollziehen können. Memes oder GIFs, die die einen vermeintlich lustig finden, sind für die anderen kaum zu ertragen. Wo hört der Spaß auf und wo fangen Rassismus und Diskriminierung an? Wie kann man im Unterricht Rassismus thematisieren und problematisieren? Und was kann man konkret tun, um eine (Unterrichts-)atmosphäre zu schaffen, die jedem signalisiert, willkommen zu sein – unabhängig von seiner Hautfarbe oder Nationalität?

Wir thematisieren ein schwieriges, aber wichtiges Thema mit Frank Joung. Er ist freier Journalist und als Podcaster als „Halbe Katoffl“ bekannt. Er fühlt sich als halbe Kartoffel – halb deutsch, halb koreanisch. Er hat mit vielen Deutschen gesprochen, die nicht-deutsche Wurzeln haben und hat selbst Erfahrung damit, wie es ist, zwischen zwei Stühlen zu stehen. Aber auch damit, wie wertvoll es ist, in verschiedenen Kulturen beheimatet zu sein. 

Folge 11 | Von Incels, Chads und "revenge porn" - Frauenhass im Netz | 16.06.2021 | 18.00 Uhr

Auf den ersten Blick scheint es widersprüchlich: Extremisten werden internationaler, dynamischer und diverser. Das Bild vom Nazi in Springerstiefeln oder vom irren Terror-Attentäter passt nicht mehr so recht in unsere Zeit. Was also verbindet "Einsame Wölfe", wenn noch nicht mal mehr sicher ist, dass Nazis Springerstiefel und Salafisten einen langen Bart tragen?

Es ist ein Faktor unter vielen, aber allzu oft lautet die Antwort darauf: Frauenhass. Er bietet die Grundlage und den Kleber für extremistische Positionen und Verschwörungserzählungen aller Couleur. Neuerdings sind Incels - also unfreiwillige Singles - in aller Munde. Sie leben unfreiwillig ohne romantische Beziehung oder ohne Geschlechtsverkehr. Die Schuld dafür tragen in ihrer Vorstellung die Emanzipation der Frau und ihre finanzielle und sexuelle Unabhängigkeit. Sex sei schließlich naturgegebenes Recht eines jeden Mannes. Eine Ideologie, die auf frauenfeindlichem Verschwörungsdenken, einer Portion Selbsthass und Nihilismus beruht. 

Was kann man machen, wenn man selbst oder Schülerinnen Opfer von Misogynie werden?

Wo bekommt man Hilfe, wenn man z. B. Opfer von "revenge porn" ("Rachepornos") wird; wenn ursprünglich im Einvernehmen aufgenommene Bilder oder Videos aus verschiedensten Gründen im Netz geleaked werden?

Wie kann man jugendlichen Mädchen und Frauen helfen, die im Netz bloßgestellt werden?

Wir bemühen uns in unserer letzten Einheit des Kompaktseminars um juristische Einschätzungen dieser Phänomene im Netz - und was man praktisch, aber auch juristisch dagegen tun kann. Referieren wird Dr. Anna Bernzen. 

Folge 12 | YouTube | 30.06.2021 | 18.00 Uhr

Was ist so besonders an YouTube?

Yaya Blank

 

 

Folge 13 | Instagram und TikTok | 14.07.2021 | 18.00 Uhr

Was ist besonders an Instagram und TikTok?

Sandra Wahle, Franciska Nowak

Folge 14 | Was wir mitnehmen - 14 Tage 14 Köpfe | 28.07.2021 | 18.00 Uhr

Wrap Up: Outcome von 14 Tage 14 Köpfe

In einer letzten Sitzung ziehen wir ein inhaltliches Resüme - und werfen einen Ausblick in unsere Veranstaltungsreihe in der zweiten Jahreshälfte. 

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