KAS Colombia

Prilozi o priredbama

Segundo Seminario Internacional de Fundamentos para el Planeamiento de Colombia

Durante los días 18 y 19 de febrero, la Fundación Konrad Adenauer y la Escuela Superior de Guerra realizaron este espacio de formación complementaria para los alumnos del (CAEM) - Curso de Altos Estudios Militares y (CIDENAL) del Curso Integral de Defensa Nacional en el municipio de Paipa, Boyacá.
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Eröffnet wurde das Seminar vom Repräsentanten der Konrad-Adenauer-Stiftung KAS Kolumbien, Stefan Reith; er betonte, dass das Thema Sicherheit und Verteidigung ausschlaggebend sei für den Schutz von Demokratie und Rechtsstaat. Solche Initiativen trügen entscheidend zur Entwicklung einer Agenda zur kollektiven Sicherheit in Lateinamerika bei. Gleichzeitig bedankte er sich bei den Teilnehmern der Veranstaltung, die aus der Kooperation zwischen der KAS und der Militärakademie ESDEGUE hervorgegangen ist.

Auch der Direktor der ESDEGUE, Generalmayor Luis Mauricio Ospina hob in seinen Begrüßungsworten hervor, dass solche Initiativen eine Möglichkeit seien, das Thema Sicherheit und Verteidigung zu vertiefen, sowohl für Zivilisten als auch für Mitglieder der Streitkräfte.  

Der erste Tag begann mit dem Eröffnungsvortrag des Professors der Universidad Javeriana, Dr. Eduardo Pastrana zum Thema: “Der Staat und die nationalen Interessen“. Dabei ging er auf Identitätsbildung und andere nationale Interessen ein und betonte, dass die nationale Identität ein wichtiges Element bei der Staatsbildung darstelle. Die nationalen Interessen basierten auf kulturellen Mustern, die sich in sozial anerkannten Werten äußerten, die der Staat übernehme und als nationale Ziele auf nationaler und internationaler Ebene festlege.

Pastrana betone weiterhin, dass die nationalen Interessen sich durch die Formulierung der Außenpolitik entwickelten, die ihrerseits eine Marschroute zur Erlangung der Ziele der einzelnen Staaten auf nationaler und regionaler Ebene darstelle. Dadurch werde ihre Verwundbarkeit durch Herausforderungen und Bedrohungen reduziert, auch durch den Einsatz von politischen, wirtschaftlichen und militärischen Instrumenten. 

Es folgte der Vortrag des Dozenten der ESDEGUE, Francisco Camargo Salas zum Thema “Nationale Identität und Interessen”. Er wies darauf hin, dass die nationale Identität und die nationalen Interessen durch die „Multidimensionale Strategie zur Nationalen Sicherheit“ festgelegt werden, unter Berücksichtigung der geopolitischen Vorgaben als bestimmende Faktoren für das Überleben des Staates. Innerhalb dieses strategischen Musters sei es wichtig, die vitalen, strategischen und vorübergehenden Interessen als permanente Ziele und Wünsche der Gesellschaft zu berücksichtigen, um dadurch die nationalen Ziele zu erreichen.

Weiterhin bemerkte er, dass es unabdingbar sei die nationale Identität als ein Gut der Staaten zu erkennen, das durch Kultur, Politik und Institutionen gestärkt werden müsse, damit die nationalen Ziele erreicht werden können. Dazu sei eine Politik des Staates und nicht der jeweiligen Regierung notwendig, die von nationalen Interessen geleitet werde, als Einsatz der Generationen zur Erlangung einer nachhaltigen Entwicklung und Chancengleichheit.

 

Es folgte der Vortrag des Dozenten der ESDEGUE, Generalmayor a.D. Jorge Segura, zum Thema “Nationale Ziele”. Er analysierte das Verhältnis von Interessen und nationalen Zielen als Instrumente zur Interpretation von Wünschen und Zielen des kolumbianischen Staates. Dabei gab der Experte eine Reihe von Empfehlungen unter anderem für die Formulierung dieser nationalen Ziele unter Berücksichtigung der finanziellen Mittel und Kapazitäten des Staates mit Indikatoren zum Verständnis ihrer Reichweite.  

Am diesem ersten Veranstaltungstag sprach man auch über das “Dilemma von Konvergenz, Sicherheit und Entwicklung” in einem Vortrag des Dozenten und Forschers der ESDEGUE, Oberst a.D. Yesid Eduardo Ramírez Pedraza. Dabei wies der Referent darauf hin, dass sich die “Versicherheitlichung” (securitization) einiger sozialer Probleme auch auf den Schutz der Demokratie und der Menschenrechte auswirke. Dadurch entstehe ein Gegensatz zwischen dem Schutz der Demokratie und einer effizienten Aktion des Staates, der durch die „Versicherheitlichung“ vermittelt werden könne. Weiterhin erklärte Ramírez die Fortschritte hinsichtlich eines neuen Verständnisses von internationaler und hemisphärischer Sicherheit in kollektiven Sicherheitssystemen, wie zum Beispiel den Vereinten Nationen oder dem Regionalen Sicherheitssystem der Amerikanischen Staaten OEA.

Eine virtuelle Konferenz wurde von dem Professor und Oberst a.D. des chilenischen Heeres, Dr. Carlos Ojeda zum Thema “Überlegungen zur nationalen Sicherheit in Chile“ übertragen.  Dabei ging er auf die Zusammensetzung der Organe und Abteilungen ein, die in Chile für die nationale Sicherheit zuständig sind. So betonte der Experte, dass die Politik der öffentlichen Ordnung und Sicherheit von einem vielseitigen Ansatz ausgehe und sowohl Probleme der inneren als auch der äußeren Sicherheit umfasse. Dabei erkannte er auch an, dass das nationale Sicherheitskonzept in der Verfassung nicht ausreichend definiert sei und die Autonomie der Streitkräfte missverstanden werden könne, vor allem aufgrund der Probleme beim Verständnis des Konzepts der öffentlichen Sicherheit.

Zum Abschluss des ersten Tages referierte die Dozentin der ESDEGUE, Dr. Alejandra Cerón, über das Thema “Das Dilemma von Sicherheit und Abschreckung“; dabei bezeichnete sie das Konzept des Sicherheitsproblems als Bedingung, die in der Interaktion zwischen den einzelnen Staaten akzeptiert werden müsse, um dadurch die Idee der Abschreckung als ein Instrument einzusetzen, das die Wahrscheinlichkeit von Konflikten reduziere. Gleichzeitig betonte sie, dass die Anarchie eine permanente Kondition im internationalen System, vor allem im Wettbewerb zwischen den Staaten, darstelle. Um diese Unsicherheit innerhalb des Wettbewerbs zu reduzieren seien Sicherheitssysteme etabliert worden, die die Gefahr eines Konflikts verringern.

Am 19. Februar begann der zweite Veranstaltungstag mit der Präsentation des Dozenten der Universidad del Rosario, Oscar Palma zum Thema “Die Verantwortung der nationalen Verteidigung”. Er betonte, dass die Verteidigung ein Instrument zur Reaktion auf die permanente Gefahr von Konflikten und Kriegen zwischen den Staaten eingesetzt werde. Ebenso sei die Verteidigung auch eine Strategie zur Erreichung der Ziele einzelner Staaten. Weiterhin bezog er sich auf Konzepte der nationalen Sicherheit und der Sicherheit der Menschen und erklärte, dass es oft schwer sei, den Unterschied zwischen externen und internen Bedrohungen zu erkennen. Auch stellte er die wichtigsten Verteidigungskonzepte vor, wie zum Beispiel die Verpflichtung zur Förderung der Entwicklung, die Diplomatie der Verteidigung, den Export von Verteidigung und Sicherheit, die regionale Stabilität, die Vorbeugung von Konflikten, die Rekonstruktion in Postkonflikten und die Stabilisierung.  

In einer virtuellen Präsentation referierte der Experte Jorge Luis Cardlich Pulgar zum Thema “Die nationale Verteidigung in Peru”; dabei ging er auf die geographischen und historischen Aspekte des Landes ein, die Sicherheit und Verteidigung beeinflussen und erklärte, dass sich im Moment das Paradigma einer multidimensionalen Perspektive der Verteidigung durchgesetzt habe. Es müsse berücksichtigt werden, dass die Verteidigung des Territoriums und die Operationen für den Frieden unter einem militärischen Blickwinkel betrachtet werden, während Probleme wie Entwicklung, Armut, die aktuelle Pandemie oder soziale Konflikte mehr politisch-institutionell angegangen würden. Es gebe jedoch auch Überschneidungen, zum Beispiel in Bereichen wie Terrorismus, illegaler Bergbau, internationale Sicherheit, massive Migrationsbewegungen oder Naturkatastrophen. Die Verteidigung in Peru sei geprägt von Unabhängigkeit, Souveränität und territorialer Integrität, ebenso wie durch interne Ordnung, nationale Entwicklung, Risikomanagement von Naturkatastrophen und Außenpolitik.

Den letzten Vortrag hielt der Direktor des CEAM/CIDENAL, Brigadegeneral Fabricio Cabrera zum Thema “Schließung von Lücken bei der Planung von Sicherheit und nationaler Verteidigung”.  Dabei ging er auf die Besonderheiten bei der Entwicklung von Sicherheits- und Verteidigungsstrategien in Kolumbien ein. Cabrera legte den Ausgangspunkt der Nationalen Sicherheitsstrategie sowie Herausforderungen, Fortschritte und Perspektiven der Umsetzung eines Plans dar, der zahlreiche Sektoren umfasse. Gleichzeitig präzisierte Cabrera Definitionen der Begriffe Nationale Sicherheit, Verteidigung oder nationale Strategie und betonte, dass die Analyse über den rein militärischen Rahmen hinausgehe und auch wirtschaftliche, politische, diplomatische, kulturelle und psychosoziale Variablen umfasse. Letztendlich ging er auf die Besonderheiten eines Konzepts ein, das als „Gran Estrategia” (Große Strategie) bekannt ist sowie die Herausforderungen für den Verteidigungssektor in Kolumbien.  

Zum Abschluss des zweitägigen Seminars fand ein Workshop zum Thema “Strategischer Umgang mit Bedrohung” unter Leitung von Brigadegeneral Fabricio Cabrera statt. Stefan Reith betonte in seinen abschließenden Worten die Bedeutung der Beiträge aller Referenten für den Lernprozess der Kursteilnehmer des CAEM und des CIDENAL. Auch Generalmayor Luis Mauricio Ospina dankte dem Team der Militärakademie und hob die Bedeutung der Initiative zur Vertiefung im Thema Sicherheit und Verteidigung hervor.

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