„Ohne die U.S.A. geht nichts.“

Europa vermittelt im Nahost-Konflikt

Eine vom tschechischen Außenminister Karel Schwarzenberg angeführte EU-Delegation zur Vermittlung im Gaza-Konflikt hat sich am Montag mit Ägyptens Staatschef Husni Mubarak beraten. Bei dem Gespräch ist es laut dem ägyptischen Außenminister Ahmed Abul Gheit besonders um die Lage im Gazastreifen sowie die Möglichkeiten für ein Ende der Kampfhandlungen gegangen. Weitere Themen seien die Öffnung von Grenzposten sowie die Rückkehr zu einer Waffenruhe gewesen.

Schwarzenberg reist in Begleitung des französischen Außenministers Bernard Kouchner sowie seines schwedischen Kollegen Carl Bildt. Weitere Stationen ihrer Vermittlungsmission sind Israel, das Westjordanland sowie Jordanien.

„Auch wenn das Engagement Europas in Israel sehr positiv aufgenommen wird, ohne die U.S.A. geht nichts“, so Dr. Lars Hänsel, Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Israel, in einem Interview mit dem „Domradio Köln“. Darüber hinaus hätten auch alle Initiativen im Alleingang keine Aussicht auf Erfolg, so Hänsel weiter.

Hänsel ist sich sicher, dass die Kampfhandlungen schnell beendet werden könnten, wenn Israel – sei es militärisch oder diplomatisch – seine Ziele erreicht habe: Der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels muss aufhören und die Hamas muss nachhaltig zumindest militärisch geschwächt und kontrolliert werden z.B. durch internationale Beobachter oder eine internationale Truppe.

Wenn die verschiedenen diplomatischen Initiativen allerdings nicht zu diesem Ziel führten, so Hänsel, „werden die Kampfhandlungen weitergehen und man wird versuchen diese Ziele militärisch zu erreichen.“