Kolleg "Vernetzte Sicherheit" fördert sicherheitspolitischen Nachwuchs

Der Gesprächskreis und das Kolleg "Vernetzte Sicherheit" endeten mit der Verabschiedung des Zweiten Kollegjahrgangs im Mai 2012.

Sicherheitspolitische Themen nehmen in der deutschen Öffentlichkeit einen immer breiteren Raum ein. Angesichts wachsender Diskussionen über den Einsatz deutscher Bundeswehrsoldaten im Ausland, die strategische Sicherung von Energieressourcen oder die Beziehungen zwischen militärischen und nicht-militärischen Aspekten von Kriseneinsätzen sieht sich die Politik aufgefordert, Antworten zu geben beziehungsweise Argumente bereitzuhalten.

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Um Sicherheitspolitik langfristig formulieren und aktiv gestalten zu können, braucht es sicherheitspolitisch gebildete Multiplikatoren, insbesondere in den Reihen der Parteien und ihrer politischen Nachwuchsverbände. Dies ist vor allem durch eine Förderung des außen- und sicherheitspolitischen Nachwuchses in Deutschland und dessen Vernetzung möglich. Auf Anregung des Generalsekretärs der Konrad-Adenauer-Stiftung und als Reaktion auf das rege Interesse aus dem Bereich der sicherheitspolitisch Aktiven wurde mit dem Kolleg „Vernetzte Sicherheit“ ein Förderkreis aus zwölf Nachwuchspolitikern gebildet. Unter ihnen sind sowohl Doktoranden, als auch Studenten kurz vor Abschluss ihres Studiums, aber auch junge Berufstätige.

Ziel des Kollegs ist es, den sicherheitspolitischen Nachwuchs mit gezielten Weiterbildungsveranstaltungen zu fördern. Das zweijährige Kolleg setzt sich aus vier Seminaren, einem Forschungs- oder Praktikumsaufenthalt sowie einer Veranstaltung zur Berufsorientierung und -förderung zusammen.

Die wissenschaftliche Leitung des Kollegs liegt in den Händen von Prof. Dr. Carlo Masala vom Institut für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr München, der in Zusammenarbeit mit der Hauptabteilung Politik und Beratung (Team Außenpolitik) die einzelnen Kollegstufen inhaltlich vorbereitet.

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Gruppenfoto der Kollegiaten

Bei dem ersten Zusammentreffen der Kollegiaten Mitte Juni in Berlin stand das Thema „Grundlagen und Akteure deutscher Sicherheitspolitik“ im Fokus. Hochrangige Gesprächspartner diskutierten mit den ausgewählten Teilnehmern über die Arbeitsweise und Interessen verschiedener sicherheitspolitischer Akteure in Deutschland. Anschließend setzten die Teilnehmer in Arbeitsgruppen die gewonnenen Einsichten in einen Vorschlag zur Optimierung der Architektur deutscher Sicherheitspolitik um.

Kontakt

Dr. Patrick Keller

Foreign Affairs and Security Policy