Open Data bei der Parkplatzsuche

Zum Beispiel: ParkenDD

Wie sieht die Parksituation in der Innenstadt aus? Sind die Parkhäuser

voll und soll man lieber auf den öffentlichen Verkehr ausweichen?

Open Data gibt auch auf diese Verkehrsfragen eine Antwort.

Die Dresdner Stadtverwaltung veröffentlicht die Echtzeitdaten auf

ihrer Homepage, allerdings nicht maschinenlesbar, was die weitere

Verwertung der Daten deutlich erschwert. Das Team um ParkenDD

hat die Anwendung ParkAPI entwickelt, welche die benötigten

Daten extrahiert und eine Schnittstelle anbietet. ParkenDD nutzt

diese Schnittstelle und zeigt, wo und wie viele Stellplätze gerade

frei sind.

Die Bereitstellung der offenen Daten bietet nicht nur für Autofahrer

in Dresden zahlreiche Vorteile. Auch für Touristen, die bereits auf

der Autobahn ein realistisches Bild über die Parksituation in der

Stadt bekommen möchten, ist sie sehr hilfreich. Dadurch gibt es,

dank der Minimierung des Parkplatzsuchverkehres, weniger Verkehrschaos,

Zeitersparnisse und eine bessere Planbarkeit.

Die historischen Daten, die allerdings vom Team um ParkenDD

extra gesammelt werden, eröffnen weitere kreative Möglichkeiten.

Diese machen die Vorhersage über die Parkplatzsituation

mehrere Monate im Voraus möglich. So kann man beispielsweise

eine Veranstaltungsplanung besser organisieren. Es lässt sich

vorhersagen, wie ausgelastet ein Parkplatz zu einem bestimmten

Zeitpunkt wahrscheinlich sein wird.

Zum Beispiel: ParkMan

Eine ähnliche Anwendung in Finnland (ParkMan) integriert dabei

auch die Bezahlfunktion der Parkgebühr. Die Anwendung macht Gebrauch

von den GPS Geodaten und den unterschiedlichen offenen

Daten der Park- und Bezahlzonen. Da die Parkuhren dabei überflüssig

werden, könnten in Helsinki schätzungsweise 2,5 Mio. Euro

nur für Wartungskosten gespart werden. Darüber hinaus muss man

beim Überschreiten der Parkzeit nicht zum Auto. Es reicht einfach

ein Klick auf dem Smartphone. Die Ordnungsämter haben weniger

Aufwendungen und rechnen mit einer Einnahmensteigerung von

ca. 15 Prozent. P.K.

Open Data Switsch