Praktikumsbericht Sophia Udolph 2011

Drei Monate Organisieren, Mithelfen, sich politisch weiterentwickeln,

seinen persönlichen Horizont erweitern, ...

Mein erster Tag im Bildungswerk war der 4. Januar 2011, er begann um 9 Uhr. Begrüßt wurde ich sehr herzlich von allen Mitarbeitern und schon am ersten Tag war ich mir sicher, dass es hier eine gute Zusammenarbeit geben würde. Darin sollte ich mich nicht getäuscht haben. Nach einer kleinen Einweisung von Frau Büchel, der wissenschaftlichen Mitarbeiterin im Bildungswerk Dresden, bekam ich meinen Arbeitsplatz zugewiesen, den ich mit Toni Horn, der hier sein freiwilliges soziales Jahr in Politik leistet, teilte. Auch die Kooperation mit ihm war immer in einem freundlichen Umgangston und mir bei der „Eingewöhnung“ eine große Hilfe.

Da Januar war und alle gerade aus den Ferien kamen, liefen noch keine Veranstaltungen, die ich hätte besuchen können. Aber im Büro gab es trotzdem schon genug zu tun. Schließlich mussten die geplanten Vorträge und Reihen angekündigt und noch vorbereitet werden. Insofern sei gesagt: das Bildungswerk steht, wie ich es erfahren habe, niemals still und Langeweile wird kaum aufkommen.

Meine erste Veranstaltung war eine Woche später, bei der ich der Tagungsleiterin mithalf, den Abend vorzubereiten. Das war gleichzeitig meine Lernstunde, was es dabei alles zu beachten gilt. Denn auch als Praktikant/in bekommt man Verantwortung als Tagungsleiter/in übertragen und unterstützt die Referenten und das Team wo möglich.

Was mir besonders gefällt, ist, dass ich hier auch inhaltlich mitreden konnte und meine Meinung wichtig war; öfter erreichten mich Schriftstücke vom Leiter des Bildungswerks, Herrn Dr. Klose, die er bat, mich zu lesen und ihm danach meine Sicht der Dinge dazu darzulegen. Auch Zuarbeiten konnte ich mit ihm erläutern und diskutieren. Eine Tatsache, die mir ein bisschen die Augen für eine philosophische Betrachtungsweise der Dinge öffnete, war mein Studium doch von rechtlichen Denkstrukturen durchzogen. Dabei möchte ich auch sagen, dass ich es als unheimlich bereichernd fand, immer wieder mit den verschiedensten Themen in Kontakt gekommen zu sein: viele Dinge der Allgemeinbildung, aber auch Gebiete, die tiefer führten und verleiteten, sich intensiver damit auseinander zu setzen, wie beispielsweise die Präimplantationsdiagnostik, über die demnächst eine richterliche Entscheidung ansteht. Auch die Aufgabe des Redigierens für ein in der Adeanuer-Stiftung erscheinendes Buch fiel mir zu, wobei mir wieder die unterschiedlichsten Themengebiete innerhalb der Weltpolitik dargelegt wurden.

Langfristig war es auch meine Aufgabe, einen Vorschlag für eine Vortragsreihe zum Thema „Gerechtigkeit“ zu entwerfen. Ihr seht, die Tätigkeitsfelder im Bildungswerk sind vielschichtig und in jeder Hinsicht eine angenehme Herausforderung für Geist, Organisations- und Kommunikationstalent. Selbstständiges Arbeiten ist am Arbeitsplatz meist die Regel, jedoch ist auch immer Teamgeist gefragt! Sicherlich kommen auf euch auch mal Wartungs- und Aufräumarbeiten oder Abholdienste u. ä. zu, aber das gehört eben dazu.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kurzen Einblick in die Welt eines Praktikanten hier im Bildungswerk geben und dem Ganzen einen positiven Anstrich verleihen. In meinen Augen lohnt es sich in jeder Hinsicht, sich zu bewerben!

Sophia Udolph

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