Praktikumsbericht Stefanie Nestler 2016

Im Herbst 2016 begann mein Weg mit der Konrad-Adenauer-Stiftung in Dresden. Deren Arbeit verfolgte ich bereits seit dem Bachelorstudium. Damals noch in Chemnitz, empfahl uns meine Professorin die Veranstaltungen der Konrad-Adenauer-Stiftung zu besuchen und erzählte auch immer mal wieder von ihrer Arbeit für die Stiftung. Obwohl ich den wirtschaftswissenschaftlichen Weg eingeschlagen haben – zuerst mit dem Studium der Europa-Studien mit wirtschaftswissenschaftlicher Ausrichtung und später durch die Wahl des Masters in International Business – ließ mich mein Interesse für Politik und die Arbeit der KAS nie richtig los. Nach Beendigung meines Pflichtpraktikums, der bevorstehenden Masterarbeit und der Aussicht auf das baldige Ende meines Studiums, wollte ich meine letzte Chance auf ein freiwilliges Praktikum bei der KAS nutzen und bewarb mich. So stand ich dann am 04. Oktober 2016 vor der Tür des Bildungsforums mit der Nervosität des ersten Tages, wartend auf meine neue Kollegen, Aufgaben und Herausforderungen.

Zu meinen Aufgaben als Praktikant gehörte die Planung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen. Für die Projekte müssen unter anderem ein Konzept erarbeitet, Referenten kontaktiert und Veranstaltungsorte organisiert werden. Aber auch die Bewerbung der Reihe, letztendlich die Vorbereitung des Veranstaltungsraumes und Auswertung der Veranstaltung gehören dazu. Für ein Praktikum ist es sehr selten, dass man an allen Ebenen eines Projektes teilnehmen und mitwirken kann. Zur Zeit meines Praktikums liefen eine Vielzahl von Projekten: kleinere Veranstaltungen, Veranstaltungsreihen, große öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen und Buchveröffentlichungen. Selbst konnte ich an der Gestaltung des Schülerforums 2017 und der Veranstaltungsreihe für den Herbst 2017 mitwirken.

Einmal in der Woche setzte sich das ganze Team zusammen um die kommenden Aufgaben zu besprechen, aber auch um sich auszutauschen und gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen. Beeindruckend fand ich, dass auch wir, die Praktikanten und FSJler, aktiv nach unserer Meinung gefragt und diese auch beachtet und eingebunden wurde. Einen standardmäßigen Arbeitstag gab es fast nie. Neben den Veranstaltungen, die in ganz Sachsen stattfinden, gibt es kleinere und manchmal auch unvorhergesehene Aufgaben für die man unterwegs ist. Zum Beispiel durfte ich Ulrike auf eine Pressekonferenz für das ZEITSCHICHTEN-Projekt begleiten. Veranstaltungsortbesichtigungen oder das Bewerben der Veranstaltungen gehören neben der generellen Büroarbeit zum Alltag.

Selten habe ich mit einem so motivierten Team zusammengearbeitet. Obwohl das Büro ein vergleichsweise kleines Team hat, wird eine enorme Zahl an Projekten bewältigt. Das ermöglicht, dass viele Einblicke in unterschiedliche Themenbereiche gewonnen werden können und die Arbeit nie eintönig wird. Wenn Fragen aufkamen, standen die Türen meiner Kollegen immer offen. Die flachhierarchische Struktur des Büros schaffte ein sehr freundliches und angenehmes Klima, eine schnelle Kommunikation und die Chance sich in der Projektgestaltung einzubringen. Das bringt ein hohes Maß an Eigenverantwortung mit, aber auch die Möglichkeit das Ergebnis der eigenen Arbeit zusehen. Das Praktikum hat mir, abseits der Einführung in die Arbeit der Stiftung, auch menschlich viel gegeben. Herr Klose, als Leiter des Bildungsforums Sachsens, führte das Team und legte mit seiner Art und Weise der Führung den Grundstein für unsere tägliche Motivation, aber auch die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt im Team war für mich beispielgebend, sodass ich diesen Ansatz gern weitertragen möchte. Das Praktikum war sehr hilfreich um ein Gefühl zu entwickeln was für hochwertige Veranstaltungen grundlegend ist. Es hat mir den Blick für Details gegeben um Projekte auf anspruchsvolle und qualitativ gut Weise zu bewältigen. Zeitgleich entwickelt man die Fähigkeit Themen aus dem gesellschaftlichen Diskurs aufzugreifen und für die politische Bildung aufzubereiten.

Stefanie Nestler

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