Subsidiarität

Subsidiarität umschreibt ein gesellschaftspolitisches Prinzip von Entscheidungsrechten und von Verantwortung. In einer Gesellschaft wird davon ausgegangen, dass Einzelpersonen und kleine Gruppen (z. B. Familien) grundsätzlich fähig sind, ihre Angelegenheiten in eigener Verantwortung zu regeln (auf der „unteren“ Ebene). Entscheidungen sollen erst dann an eine nächst „höhere“ Ebene (z. B. Kommune, Land, Bund) zur Lösung weiter gereicht werden, wenn sie die Erkennungs-, Entscheidungs- und/ oder Gestaltungskompetenzen der „unteren“ Ebene übersteigen. Ein Transfer ist auch dann zweckmäßig, wenn die Auswirkungen weit über den eigenen Gestaltungsbereich hinaus reichen (externe Effekte).