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„Alles nur Geschichte?“

Konrad-Adenauer-Stiftung erinnert an den 50. Jahrestag des 17. Juni 1953

Der Aufstand vom 17. Juni 1953 steht am Anfang einer ganzen Reihe von Oppositions- und Freiheitsbewegungen in Mittel- und Osteuropa bis hin zum Fall der Mauer in Berlin im November 1989. Er steht damit am Beginn einer langen Reihe von Bewegungen, die alle das gleiche Ziel hatten: Für Freiheit und Demokratie zu kämpfen – in den meisten Fällen unter Einsatz des eigenen Lebens. Es waren mutige Frauen und Männer, die gegen totalitäre Regime aufbegehrten – das Andenken an sie zu bewahren, ist Verpflichtung der nachfolgenden Generationen.

Dies ist Anlass für die Konrad-Adenauer-Stiftung, des 50. Jahrestages des Juni-Aufstandes – und hier vor allem der Opfer – in besonderer Weise zu gedenken. In zahlreichen Maßnahmen soll an die Geschichte und die Ereignisse des 17. Juni 1953 erinnert und diese aus heutiger Perspektive reflektiert werden: Die KAS tut dies mit insgesamt fast 60 Veranstaltungen in Berlin, aber auch an anderen Orten des Aufstandes wie Görlitz, Magdeburg, Leipzig, Jena sowie in Mittel- und Osteuropa (s. unter http://www.kas.de/veranstaltungen/24_reihe.html). Es sollen dabei verschiedene Perspektiven einbezogen werden: Wie reagierte der Westen, wie Osteuropa? Welchen Stellenwert hat heute das Erinnern an wichtige historische Ereignisse und Vorgänge in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands? Welche Bedeutung wird es für künftige Generationen haben? Zeitzeugen, Politiker und Wissenschaftler werden sich diesen Fragen stellen.

Am Mittwoch, dem 4. Juni 2003, 10.00 bis 13.30 Uhr, findet am historischen Ort, der ehemaligen Stalin-Allee, im Kosmos UFA-Palast in Berlin (Karl-Marx-Allee 131) die Veranstaltung „Alles nur Geschichte? Der 50. Jahrestag des 17. Juni“ statt. Nach dem einführenden Vortrag “Für Freiheit – gegen Diktatur: Das Signal des 17. Juni“ von Dr. Angela Merkel MdB, Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag und Vorsitzende der CDU Deutschlands, diskutieren auf dem Podium: Detlef Kühn, ehemaliger Präsident des Gesamtdeutschen Instituts, der Zeitzeuge Dr. Fred Ebeling, Rusian S. Grinberg von der Russischen Akademie der Wissenschaften, Günter Schabowski, ehem. Mitglied des SED-Politbüros, Arnold Vaatz MdB und Dr. Stefan Wolle vom Forschungsverbund SED-Staat an der FU Berlin. Dr. Hubertus Knabe von der Gedenkstätte Hohenschönhausen moderiert. Den Abschluss der Veranstaltung bildet das Gespräch „Ist Erinnern Zukunft? – Die Bedeutung des 17. Juni für Deutschland“ zwischen Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl und Prof. Dr. Horst Möller vom Institut für Zeitgeschichte München.

Fortgesetzt wird dieses Thema am Nachmittag (16.00 Uhr) in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin (Tiergartenstr. 35), in Kooperation mit der Stiftung „Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen“, der Stiftung Aufarbeitung und der Hanns-Seidel-Stiftung.

Die Veranstaltung beginnt mit der Voraufführung des 5. Teils eines Dokumentarfilms aus der Reihe „ZeitZeugen“: „...Agenten, Faschisten und Provokateure... – Schicksalstag 17. Juni ´53“. Der Regisseur Dirk Jungnickel führt in den Film ein. Anschließend (18.00 bis 19.00 Uhr) diskutiert er mit den Zeitzeugen Dr. Walter Schöbe und Günter Assmann. Dr. Ehrhart Neubert vom Fachbereich Bildung und Forschung bei der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik moderiert. Es folgt eine Schlussbemerkung von Prof. Ursula Männle, stellvertretende Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung.

Der zweite Veranstaltungsteil (19.30 Uhr) steht unter dem Titel „Wir wollen Freiheit... – Persönliche Erinnerungen an den 17. Juni 1953“. Zu sehen sind eine Ausstellung zum Thema – in Zusammenarbeit mit der Zeitung „B.Z.“ – und der Dokumentarfilm „Der 17. Juni 1953 in Berlin“. Die Schauspielerin und Sprecherin Simone Kabst liest aus Augenzeugenberichten, Stephan Krawczyk singt Protestlieder.

Zu beiden Veranstaltungen sind Sie sehr herzlich eingeladen.

Um verbindliche Anmeldung bis Montag, den 2. Juni, 12.00 Uhr, wird gebeten (

eMail

, Fax: 0 30 – 26 996 – 261). Bitte teilen Sie uns dann auch mit, an welcher der beiden Veranstaltungen Sie teilnehmen.

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