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COVID-19 in Afrika

COVID-19 in Afrika

Mit einer gewissen Zeitverzögerung ist das Corona-Virus SARS-CoV-2 in Subsahara-Afrika angekommen. Zwar liegt das offizielle Infektionsniveau im Moment insgesamt deutlich unter dem Europas oder der USA, die Zahl der gemeldeten Infizierten ist in den letzten Wochen jedoch stark angestiegen. Gleichzeitig wird von Experten eine hohe Dunkelziffer vermutet. Das Ausmaß der durch das Virus hervorgerufenen gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Auswirkungen lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in seiner Gänze absehen. Es werden vermehrt Daten und Prognosen öffentlich, die ahnen lassen, dass der afrikanische Kontinent den Höhepunkt der Pandemie noch vor sich hat. Erfahren Sie auf dieser Seite mehr über die Auswirkungen der Krise in Afrika.

 

Gesundheitssysteme nicht auf Krise vorbereitet

Afrikas Gesundheitssysteme erscheinen bereits jetzt nicht leistungsfähig genug, um der Krise Herr werden zu können. Die Zahl der vorhandenen und funktionsfähigen Intensivbetten und Beatmungsgeräte liegt tendenziell weit unter der dem, was notwendig wäre. Die dringend erforderlichen Investitionen in den Gesundheitssektor fallen mit massiven wirtschaftlichen Einbußen zusammen, die z.B. dem Rückgang von Steuereinnahmen und Importzöllen sowie den sinkenden Weltmarktpreisen für Rohstoffe geschuldet sind. Dies bringt viele Staaten an die Grenzen finanzieller Belastbarkeit und dringend benötigter Spielräume.

 

Auswirkungen in verschiedenen Bereichen

Die Corona-Pandemie in Subsahara-Afrika birgt eine Vielzahl weiterer Herausforderungen. Das Wegbrechen von Existenzgrundlagen und eine schwieriger werdende Versorgungslage steigert mittel- und langfristig das Risiko von Hungersnöten und sozialen Unruhen und verschärft bereits existierende sicherheitspolitische Konflikte wie z.B. im Sahel. Die Einschränkung von Grundrechten stellt zudem eine Bedrohung für die demokratische Entwicklung des Kontinents dar.

 

Differenzierter Blickwinkel notwendig

Die genannten Trends und Herausforderungen betreffen Subsahara-Afrika in seiner Gesamtheit. Dennoch kann die Situation nur dann treffend betrachtet und analysiert werden, wenn man der Tatsache Rechnung trägt, dass regionale und nationale Entwicklungen zum Teil fast so stark voneinander abweichen wie die unterschiedlichen Maßnahmen, welche die individuellen Staaten als Antwort auf die Krise implementiert haben. Von reinen Abstandsempfehlungen und Aufrufen zum Gebet bis hin zu landesweiten, wochenlangen „Lockdowns“ setzen die Regierungen z.T. auf höchst unterschiedliche Strategien, um dem Virus Herr zu werden.

Auf dieser Seite finden Sie Einschätzungen unserer Auslandsmitarbeiter, die ihre Beobachtungen und Analysen in Berichten festgehalten haben und somit verschiedene Entwicklungen in afrikanischen Ländern, in denen die Konrad-Adenauer-Stiftung tätig ist, darstellen.

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