Eine Welt ohne Hunger

Ein Farmer bei der Getreideverarbeitung in Bochessa, Äthiopien. Ryan Kilpatrick / Flickr / CC BY-ND 2.0
Ein Farmer bei der Getreideverarbeitung in Bochessa, Äthiopien.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung setzt sich für eine Welt ohne Hunger ein. Noch immer leiden mehr als 800 Millionen Menschen weltweit an Unterernährung. Hunger führt zu Migration, Konflikten und Flucht. Im Rahmen der Sonderinitiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) engagiert sich die KAS in zehn afrikanischen Ländern.

 

Unsere Ziele

In Mali, Niger, Burkina Faso, DR Kongo und Kenia geht es darum, politische Entscheidungsträger auf nationaler und lokaler Ebene in die Lage zu versetzen, frühzeitig auf Faktoren zu reagieren, die zu Ernährungsengpässen führen können. Ziel ist, dass politische Entscheidungsträger vorhandene "early warning Systeme" nutzen und existierende Krisenpräventions- und Reaktionsstrategien anwenden.

In Namibia, Malawi, Simbabwe, Benin, Togo und auch Burkina Faso geht es darum, die Landrechte von Frauen zu stärken. Ziel ist, dass Frauen in den Projektregionen einen sicheren und gerechten Zugang zu Ressourcen und Land haben.

 

In welchen Regionen sind wir tätig?

In Kenia sind wir in zwei Regionen tätig, in Baringo und West-Pokot. In der DR Kongo haben wir Projekte in ausgewählten Distrikten der Provinzen Katanga, Süd-Kivu und Orientale. Im Sahel sind wir in der Grenzregion Liptako-Gourma zwischen Mali, Niger und Burkina Faso aktiv.

In Benin sind wir in den Provinzen Atlantique und Littoral, in Burkina Faso in den Provinzen Seno, Gourma und Tapoa, und in Togo sind wir in den Provinzen Sud-Est Maritime und Kara tätig. In Namibia sind wir in den vier Regionen Omusati, Oshana, Ohangwena und Oshikotoreg tätig, in Malawi in den beiden Distrikten Mzimba und Zomba. In Simbabwe sind wir in den Regionen Midlands und Manicaland aktiv.

 

Wer sind unsere Zielgruppen?

  • Regierungs- und Behördenvertreter auf nationaler und lokaler Ebene
  • Parlamentarier und politische Parteien
  • Zivilgesellschaftliche Organisationen
  • Traditionelle Autoritäten und Führer der Religionsgemeinschaften
  • Landwirtschafts- und Bauernverbände
  • Medienvertreter (als Multiplikatoren)
  • Frauen, insbesondere Witwen und Alleinstehende/ Erziehende
  • Öffentlichkeit

 

Was machen wir?

  • Ausbildung für lokale Verwaltungseinheiten und zivilgesellschaftliche Akteure, zum Beispiel zu den Ursachen der Vulnerabilität und zu bestehenden early warning Systemen
  • Schulungen politischer Entscheidungsträger mit dem Ziel, dass sie lokale Entwicklungspläne für eine verbesserte Krisenvorsorge anpassen
  • Trainings für Parlamentarier zur praktischen Gesetzgebung im Bereich Krisenprävention mit dem Ziel, dass in den Ausschüssen über das Thema Nahrungsmittelsicherheit und Krisenvorsorge debattiert wird
  • Erstellung von Trainingshandbüchern, um Kenntnisse über die lokalen Frühwarnsysteme auch auf untere Verwaltungsebenen zu vermitteln
  • Sensibilisierung und Ausbildung von Frauen und traditionellen Autoritäten in ländlichen Regionen zum kodifizierten und traditionellen Rechtskontext, zu Bürgerrechten, insbesondere Landrecht und Familienrecht, Kauf, Erwerb und Erben von Land
  • Ausbildung von mobilen Mediatoren, die den Frauen zur Seite gestellt werden und bei praktischen Problemfällen und Fragen schlichten und weiterhelfen (Paralegals)
  • Vernetzung und Dialogforen zwischen nationalen Institutionen, politischen und zivilgesellschaftlichen Akteuren auf lokaler Ebene und traditionellen Autoritäten
  • Trainings zur Advocacy- und Lobbyarbeit auf allen politischen Ebenen
  • Erstellung von Leitfäden zum Lobbying
  • Sensibilisierungsmaßnahmen für die allgemeine Bevölkerung, zum Teil in lokaler Sprache: Radio- und Fernsehdebatten, Roadshows und Comics
  • Fortbildungen für Journalisten, um die mediale Berichterstattung über das Thema Ernährungssicherheit zu vergrößern und zu verbessern

Unsere Projekte im Überblick

In der nachfolgenden Übersicht finden Sie alle unsere Projekte im Überblick.

Unser Projekt in Benin

Ansprechpartner vor Ort

Mounirou Tchacondoh
Coordonnateur national au Bénin
Konrad-Adenauer-Stiftung
07 BP 901
Cotonou-Bénin
Tel : +229 61 22 82 28
mounirou.tchacondoh@kas.de

 

Links zu den Partnern des Projekts

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Unser Projekt in Burkina Faso

Sechster Berliner Medien Diskurs bilanziert und blickt voraus

Wilke erinnerte an die Absichten der Initiatoren des privaten Rundfunks und unterzog diese einer kritischen Überprüfung. Sein Fazit nach 25 Jahren: Die Kernziele, das Monopol der öffentlich-rechtlichen Anstalten aufzuheben, das Fernsehen zu „entautorisieren“ und durch Konkurrenz den Menschen mehr Auswahl und Freiheit zu ermöglichen, seien erreicht worden. Dennoch sehe man sich heute mit neuen Problemen konfrontiert. Beispielhaft nannte Wilke die starke Fragmentierung der Senderlandschaft in deren Folge eine Refinanzierung der Programme immer schwieriger werde. Zudem sei unter dem Stichwort Konvergenz eine „Tendenz der Entertainisierung des Fernsehens unübersehbar.“

Prof. Dieter Stolte, von 1982 bis 2002 Intendant des ZDF, ging in seinem Impulsreferat auf die Veränderung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch die private Konkurrenz ein. „Das Programm der Privaten war frecher, schneller, provokativer, greller, zynischer“, sagte er mit Blick auf die Einführung im Jahr 1984. Auf einmal sei es nicht mehr darum gegangen, dem Zuschauer eine Wahlfreiheit zu bieten, sondern ihn mit dramaturgischen Mitteln im Programm zu halten, mit einem möglichst fließenden Übergang zur nächsten Sendung. „So entstand das selbstreferentielle Fernsehen“, sagte Stolte, „und ARD und ZDF haben in diesem Bereich schnell dazugelernt. Heute beherrschen sie die dramaturgischen Elemente selbst meisterhaft.“

Der „Abschied vom Fernsehen als Kulturmedium“ habe aber auch positive Seiten gehabt. Viele tausend Arbeitsplätze seien durch die Einführung des dualen Systems geschaffen worden, wobei besonders auch Frauen überdurchschnittlich gut beteiligt seien. Zudem habe sich das Verhältnis zwischen Politik und Medien durch die größere Vielfalt in der Medienlandschaft entspannt. Bis heute habe das duale System eine stabile Medienordnung in Deutschland geschaffen. „Darauf können wir stolz sein“, so Stolte.

In der abschließenden Podiumsdiskussion, die vor allem die Programmqualität thematisierte, waren die Positionen schnell klar. Für den Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, Prof. Dr. Bernhard Vogel, darf sich das öffentlich-rechtliche Fernsehen die Quote nicht in allen Bereichen zum Maßstab machen, besitze es doch auch eine Verpflichtung gegenüber Minderheiten. Dem Ruf nach einem Eingreifen der Politik in die Qualitätsdebatte erteilte er eine Absage. Vielmehr müssten die Gremien ihre Kontrollfunktion stärker wahrnehmen. Hier setzte auch Andreas Krautscheid, Medienminister Nordrhein-Westfalens, an: „Ich wünsche mir eine stärkere Rolle der Gremien und mehr Transparenz in ihrer Arbeit“ so Krautscheid. Eine Professionalisierung der öffentlich-rechtlichen Gremien lehnt er allerdings ab. Dies käme einer Abkehr von der gesellschaftlichen Beteiligung gleich.

Jürgen Doetz, Präsident des VPRT, relativierte die Kritik an der Programmqualität. Zum einen sei „Vielfalt auch ein Qualitätsmerkmal“, so Doetz. Zum anderen bringe die Anlage des Marktes einen Kampf um Aufmerksamkeit mit sich.

Viel Aufmerksamkeit erreicht z.B. die Sendung „Deutschland sucht den Superstar“. Doch Prof. Dr. Dieter Stolte sprach sich gegen dieses und daran angelehnte Formate in den öffentlich-rechtlichen Sendern aus. Vielmehr müssten ARD und ZDF eigene Konzepte finden und weiterentwickeln. Dies sei umso wichtiger, da „heute klare Programmprofile notwendig sind, um Zugang zu unterschiedlichen Zielgruppen sicherzustellen.“

Prof. Dr. Bernhard Vogel bilanzierte: „25 Jahre duales Rundfunkzeitalter stellen keinen Endpunkt dar. Wir müssen diskutieren, wie es weitergehen soll.“ Seinen Beitrag hierzu hat der sechste Berliner Medien Diskurs geleistet. Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, konnte - anders als im Programm angekündigt - leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Sein Redemanuskript finden Sie dennoch in der Rubrik „Zum Thema“.

Extra: Audio-Downloads (.mp3)

Unser Projekt im Kongo

Ansprechpartner vor Ort

Prof. Félicien Kabamba Mbambu
Coordinateur de projet en RDC (République Démocratique du Congo)
Konrad-Adenauer-Stiftung
Avenue de la Caisse d'Epargne (CADECO), no 3
Tel.+243 81 8801787
felicien.kabamba@kas.de

 

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Unser Projekt in Kenia

Ansprechpartner vor Ort

Edwin Adoga Ottichilo
Project Coordinator Kenya
Konrad-Adenauer-Stiftung
Adr: 1 Thigiri Hilltop
Off Thigiri Ridge Road
P.O.Box 66471
Nairobi 00800 /Kenya
Tel: +254 20 2610021/2
edwin.ottichilo@kas.de

 

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Unser Projekt in Malawi

Ansprechpartner vor Ort

Dr. Samson Lembani
Project coodinator Malawi/Zimbabwe
Konrad-Adenauer-Stiftung
Adr. KAS Liaison Office Cape Town
36 Long Street, 6. Stockwerk
P.O. Box 5294
Kapstadt 8000
Tel: +27 21 422 17 96
samson.lembani@kas.de

 

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Unser Projekt in Mali

Ansprechpartner vor Ort

Hawa Sow Cisse
Coordinatrice régionale Mali, Niger, Burkina Faso (EWoH 1)
Tel.: +223-20.23.00.36
hawa.sow-cisse@kas.de
Coordination-regionale-mali@kas.de
Adr.Konrad-Adenauer-Stiftung
B.P. E1274
Quartier Badalabougou-Est
Rue non-codifiée - derrière L'Ambassade du Nigéria
Bamako / Mali

 

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Unser Projekt in Namibia

Ansprechpartner vor Ort

Stefanie Braun
Project Manager Namibia
Konrad-Adenauer-Stiftung
9th Floor Sanlam Center
145 Independence Avenue
Windhoek, Namibia
Tel: +264 61 225 568
stefanie.braun@kas.de

 

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Unser Projekt in Niger

Ansprechpartner vor Ort

Salou Djeka
Coordonnateur National Niger (EWoH 1)
Konrad-Adenauer-Stiftung
BP: 188 Niamey -Niger
Tel: (00227) 96 97 38 72/90 00 20 2
salou.djeka@kas.de

 

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Unser Projekt in Togo

Ansprechpartner vor Ort

Maurice Kossivi Gblodzro
Coordonnateur National au Togo (EWoH 2)
Konrad-Adenenauer-Stiftung
697, Avenue Pya, Gakli Djdjolé- BP 8172
Lomé-Togo
maurice.gblodzro@kas.de
Tel: (+228) 91 52 27 84/ 99 41 22 06

 

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Unser Projekt in Simbabwe

Ansprechpartner vor Ort

Dr. Samson Lembani
Project coodinator Malawi/Zimbabwe
Konrad-Adenauer-Stiftung
Adr. KAS Liaison Office Cape Town
36 Long Street, 6. Stockwerk
P.O. Box 5294
Kapstadt 8000
Tel: +27 21 422 17 96
samson.lembani@kas.de

 

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контакт

Dr. Stefanie Brinkel

Dr. rer. pol

Büroleitung und Leiterin des Regionalprogramms Politischer Dialog Westafrika (PDWA)

stefanie.brinkel@kas.de +225 27 22 48 1800

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