Bilfinger SE / Flickr / CC BY-ND 2.0 / Stefan Stahlberg

Migration und Integration

Migration und Integration

Herausforderung für Deutschland und die Welt

Migration und Flucht

In den vergangenen Jahren haben so viele Menschen wie nie zuvor ihre Heimat aus den unterschiedlichsten Gründen verlassen: Einige fliehen vor gewaltsamen Konflikten und Verfolgung, andere verlassen ihre Heimat wegen politischer Unsicherheiten, gesellschaftlicher Verhältnisse, Korruption, unzureichendem Umgang mit Umweltkatastrophen oder wirtschaftlichen Notlagen. Manche Menschen sehen einen Wohnortswechsel für Studium oder Arbeit als Teil ihrer Karriereplanung.

Der Migrationsprozess kann dabei sehr unterschiedlich sein, so kann z.B. eine Einreise ins Zielland legal oder irregulär, direkt oder über mehrere Transitstationen erfolgen, und der Aufenthalt dauerhaft, zirkulär oder nur vorrübergehend angelegt sein.

Dabei kommt dem Verständnis und der Minderung von Fluchtursachen, der Sicherheit von Flüchtlingen auf der Flucht eine besondere Bedeutung zu, aber auch dem Verständnis der Gründe für eine irreguläre oder reguläre Migration jenseits von Flucht. Manche Faktoren können durch eine gezielte Entwicklungszusammenarbeit adressiert werden.

Auch die Steuerung von Migration auf nationaler und multilateraler Ebene sowie die Reform des Europäischen Asylsystems sind drängende Fragen für Politik und Gesellschaft, insbesondere vor dem Hintergrund steigender Zahlen von Migranten und Flüchtlingen und den damit verbundenen Herausforderungen.

Diese Fragen stellen sich weltweit und auch für Deutschland.

 

Integration

Daher ist die Integration von Zugewanderten, die dauerhaft und rechtmäßig in Deutschland leben, eine bedeutende innenpolitische Zukunftsaufgabe. Kaum ein Thema hat in den letzten Jahren so viel öffentliches Interesse erregt, insbesondere im Kontext und Nachgang der hohen Zahlen an Zuwanderung in den Jahren 2015 und 2016.

Laut statistischem Bundesamt haben 26 Prozent der Bevölkerung Migrationshintergrund. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft. Bei den Kindern unter 5 Jahren fallen die Zahlen noch deutlicher aus: hier haben 40 Prozent der Kinder im Land Migrationshintergrund. Deutschland hat sich somit zunehmend hin zu einem Einwanderungsland entwickelt.

Wie aber prägen die Folgen von Migration unsere Gesellschaft und wie wollen wir unsere Gesellschaft gestalten? Wie läßt sich eine gleichberechtigte Teilhabe aller in Gesellschaft und Arbeitsmarkt – gemäß ihrer jeweiligen Qualifikationen und Talente – umsetzen und dabei realisieren, dass alle die Solidargemeinschaft aktiv mittragen? Wie läßt sich die richtige Balance zwischen Fördern und Fordern finden? Welche Chancen und Risiken bietet Zuwanderung für Deutschland und was bedeuten sie für die Integrationspolitik?

 

Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung

Die Konrad-Adenauer-Stiftung greift diese und weitere Fragen gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Verbänden auf, um Lösungsansätze zu erarbeiten. Dabei setzen wir im Bereich Migration und Integration auch auf den internationalen und insbesondere europäischen Vergleich und Austausch.


Podcast

Der Podcast „KAS fragt nach“ soll den Bericht der Fachkommission Fluchtursachen der Bundesregierung flankieren, der am 18. Mai 2021 veröffentlicht wurde.

KAS fragt nach

KAS fragt nach Pixabay

 

„KAS fragt nach“ widmet sich vor allem Fragen rund um Fluchtursachen und deren Bekämpfung. Dr. La Toya Waha, Referentin für Flucht und Migration der Konrad-Adenauer-Stiftung spricht in jeder Folge mit unterschiedlichen Gästen nicht nur über die Situation in verschiedenen Staaten, sondern auch über die persönlichen und beruflichen Erfahrungen ihrer Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner.

 

Mehr über den Podcast „KAS fragt nach“ erfahren


 

Publikationsprojekte

Aktuell bietet die Konrad-Adenauer-Stiftung eine Serie mehrerer Publikationen zum Thema „Migrations- und Integrationspolitik in Europa“ an.

Migrations- und Integrationspolitik in Europa

Beim Publikationsprojekt „Migrations- und Integrationspolitik in Europa“ will die Konrad-Adenauer-Stiftung in vergleichender Perspektive Einblicke in die Politikbereiche Migrations- und Integrationspolitik verschiedener europäischer Staaten geben.

 

Mehr erfahren über das Publikationsprojekt


 

Sonderinitiative

Die Konrad-Adenauer-Stiftung arbeitet im Rahmen der BMZ-finanzierten Sonderinitiative „Fluchtursachen bekämpfen, Flüchtlinge reintegrieren in Lateinamerika“ mit politischen Entscheidungsträgern und Akteuren der Zivilgesellschaft in den Hauptaufnahmestaaten für venezuelanische Flüchtlinge zusammen.

Fluchtursachen bekämpfen, Flüchtlinge reintegrieren

Mit der vom BMZ geförderterten Sonderinitiative versucht die Konrad-Adenauer-Stiftung einen Beitrag zur erfolgreichen Bewältigung der Flüchtlingskrise in Venezuela zu leisten. Unsere Auslandsbüros in Kolumbien, Peru und Chile fördern in diesem Zusammenhang den gemeinsamen Austausch mit einem breiten Netzwerk an Partnern und stehen im Dialog mit lokalen Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie Repräsentanten der Flüchtlingsgemeinschaft über wirkungsvolle Maßnahmen einer erfolgreichen Integration.

 

Mehr erfahren über die Sonderinitiative

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Analysen und Argumente
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13 липня 2021
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In der zweiten Folge sprechen wir mit Gregor Jaecke. Er ist Leiter des Büros Syrien/Irak der Konrad-Adenauer-Stiftung.
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