Виступи на заходах

Bildungslandschaft attraktiv für alle machen

з Tatjana Henrich-Maluck

Bildungsministerin Dr. Annette Schavan wünscht sich „Bildungsexplosion“ in Deutschland

Unter dem Motto „Bildung für alle – Bildungsoffensive für Deutschland“ hat Bildungsministerin Dr. Annette Schavan im Rahmen des Franz-Meyers-Forums eine engagierte Rede gehalten. Bei ihrem Vortrag im Haus der Erholung handelte es sich um ihren ersten öffentlichen Auftritt seit dem Bildungsgipfel in der vergangenen Woche.

„Das Thema Bildung ist hochaktuell“ stellte Dr. Ludger Gruber, stellvertretender Leiter der KAS-Hauptabteilung Politische Bildung in seiner Begrüßung klar heraus. Das zeigte sich auch an der Resonanz der Veranstaltung, der repräsentative Kaisersaal der Stadt war voll besetzt. MdB Dr. Günter Krings hob das auf dem Bildungsgipfel von Bund und Ländern formulierte Ziel hervor, die Ausgaben für Bildung und Forschung bis 2015 von drei auf zehn Prozent des BIPs zu erhöhen. „Dies ist natürlich ein sehr ehrgeiziges Ziel“ sagte Krings, aber ohne Ziel sei jede Richtung falsch.

Der Wissenschaftliche Verein Mönchengladbach hatte den Abend in Kooperation mit der KAS organisiert. Dessen Vorsitzender Dr. Bodo Assert, zugleich Moderator des Abends, erinnerte daran, dass es sich bei der Veranstaltung für die Bundesministerin um ein „Fast-Heimspiel“ handele, da sie aus dem nahe gelegenen Jüchen stamme. So gewann Frau Dr. Schavan mit dem Satz „Eine Rheinländerin bleibt eine Rheinländerin!“ gleich zu Beginn die Herzen der Zuhörer.

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Bildungsministerin Dr. Annette Schavan

Mit einem großen Katalog an Ideen und Verbesserungsvorschlägen gewann sie dann jedoch nicht nur die Herzen, sondern vor allem die Ohren der Zuhörer. Unter dem Eindruck des Bildungsgipfels bezeichnete es die Ministerin als zentral, dass „die Bildungspolitik in der Mitte der Politik angekommen ist“. Dies sei auch wichtig vor dem Hintergrund der veränderten Altersstruktur, der rasanten Wissensvermehrung und der Globalisierung. Schavan bezeichnete sich als leidenschaftliche Föderalistin, stellte aber auch heraus, dass der Föderalismus den Internationalismus nicht hemmen dürfe.

Voraussetzungen für eine aktivere Bildungspolitik sind ihrer Meinung nach das Interesse jedes Einzelnen für dieses Thema, sowie die Verbesserung des Images von Lehrern und Bildungseinrichtungen. Die Bildungsministerin bezeichnete den Lehrerberuf als „einen der ältesten Berufe“ der Menschheit und ermunterte Lehrer, sich ihres hohen Stellenwertes innerhalb der Gesellschaft bewusst zu sein und sich als „Kulturschaffende“ zu verstehen. Ebenso forderte Schavan eine Aufwertung des Schulleiterberufs. Sie wünscht sich eine „Bildungsexplosion“ wie in den fünfziger Jahren, als z. B. mit Düsseldorf und Bochum eine neue Generation von Universitäten entstand. Damals lautete der Grundsatz „Aufstieg durch Bildung“. Als Bundesministerin möchte sie diesen Grundsatz, der ihrer Meinung nach abhanden gekommen sei, wiederbeleben.

Ein weiteres Anliegen der Ministerin ist die frühkindliche Bildung, deren wichtige Bedeutung die Hirnforschung inzwischen hinreichend nachgewiesen habe. Vorkindergartenkinder seien im hohen Maße aufnahmebereit und sollten daher von Eltern und Kitas weiterhin und noch mehr gefördert werden. Dies gelte auch für die Deutschkenntnisse eines Migrantenkindes. „Es ist keine Zumutung, Deutsch zu lernen“, sagte Schavan. „Es ist eine Zumutung, wenn ein Kind zu Beginn der Schule immer noch kein Deutsch kann!“ Auf diese Weise sprach sie sich einerseits für Begabtenförderung, andererseits für Benachteiligtenförderung aus.

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Von links: Dr. Ludger Gruber (KAS), MdL Norbert Post, Dr. Annette Schavan, MdB Dr. Günter Krings

Auch der Übergang von Schule zu Ausbildung oder Studium solle sich für Absolventen verbessern, damit sie nicht in unnötige Warteschleifen gedrängt würden. Im Ganzen müsse das Bildungssystem der Bundesrepublik durchlässiger werden. Als ein Bespiel nannte sie das Konzept der „offenen Hochschule“ in den Niederlanden. Die Bildungslandschaft müsse so attraktiv gestaltet werden, dass jeder Bewohner seine Chancen ergreife. Ein weiteres Ziel ist die Bindung von Spitzenkräften an Deutschland sowie die Rückkehr von deutschen Bildungsemigranten.

In ihrem engagierten Plädoyer stärkte Schavan ganz bewusst den Frauen den Rücken. Sie sprach sich für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus. Zudem müssten Schulen wieder attraktiver gestaltet werden sollen: „Jede Schule muss so schön sein wie die Filiale einer Bank!“ Lernkultur sei zwar keine Spaßkultur, aber Schule, die keinen Spaß mache, sei eine Lernbremse. Auch das ehrgeizige Bildungsgipfel-Ziel, mittelfristig zehn Prozent des BIPs für Bildung ausgeben zu können, thematisierte die Ministerin zum Abschluss ihrer Rede. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten Bund, Länder, Gemeinden und die Wirtschaft gemeinschaftlich in die Pflicht genommen werden, so die Ministerin.

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