Fachkonferenz

Beziehungen zwischen Deutschland und der Mongolei - Stand und Perspektiven

Die Veranstaltung fand anlässlich des kommenden 40-jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und der Mongolei statt.

Details

Organisiert wurde die Konferenz von Prof. Dr. Udo Barkmann, geschäftsführender Direktor des Deutschland-Forschungszentrums beim Institut für Internationale Studien der Mongolischen Akademie der Wissenschaften, zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Deutschen Botschaft und dem Institut für strategische Forschung beim Nationalen Sicherheitsrat der Mongolei (ISF). Neben dem deutschen Botschafter in der Mongolei, Dr. Peter Schaller, und dem ehemaligen mongolischen Staatspräsidenten Ochirbat Punsalmaa folgten auch zahlreiche weitere Fachleute aus Politik und Wissenschaft der Einladung.

Nach der Eröffnung der Konferenz durch Prof. Dr. Barkmann, führte Udval Luvsanjamts, ehemaliger Botschafter in Deutschland, durch die Vorträge.

Alle Redner betonten die guten, freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Mongolei, wenn auch mehr wirtschaftliche Zusammenarbeit gefordert wurde. Während Deutschland bei der Unterstützung und Zusammenarbeit im politischen Bereich eine Vorreiterrolle einnehme, „drohe durch den unterentwickelten Bereich der Wirtschaft die Gefahr der Aushöhlung und Stagnation der Beziehungen“, so der deutsche Botschafter Dr. Peter Schaller.

Doch auch in anderen Bereichen lässt sich das gute Verhältnis der beiden Länder erkennen. So ist derzeit zum Beispiel eine deutsch-mongolische Hochschule geplant, wie Ch. Shinebayar, leitende Mitarbeiterin im Ministerium für Bildung und Wissenschaft, verkündete.

Im Bereich des Militärs betonten sowohl Ralph Thiele, CEO StratByrd Consulting und Vorsitzender der Politisch-Militärischen Gesellschaft e.V., und Prof. Dr. S. B. Gareis vom George C. Marshall European Center for Security Studies (MC) die gute Partnerschaft zwischen den Streitkräften. Mongolische Soldaten nehmen regelmäßig an Aus- und Fortbildungen in Deutschland teil und sind, an der Seite Deutschlands, auch in Afghanistan im Einsatz.

Weiterer Themenschwerpunkt war die Drittnachbarpolitik. Diese basiere zum einen auf den regionalen und historischen Erfahrungen der Mongolei, zum anderen auf einem demokratischen Werte- und Interessenkonsens, so Ralph Thiele. Die Ausrichtung der mongolischen Politik in Richtung Deutschland biete der Mongolei große Chancen auf sicherheitspolitischer Ebene. Johannes D. Rey, stellte die Tätigkeiten der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Mongolei vor. Der Fokus liege hier auf der Zusammenarbeit mit den Parteien, insbesondere mit der Demokratischen Partei, und der Förderung von Frauen in der Politik. Hier sei bereits bei der Parlamentswahl im Juni 2012 ein großer Erfolg erzielt worden. Nach nur drei weiblichen Abgeordneten in der letzten Legislaturperiode, habe sich die Zahl auf elf von 76 Parlamentssitzen erhöht. Sechs Abgeordnete wurden und werden direkt von der KAS gefördert.

Die Vortragsreihe endete mit einem Resümee des deutschen Botschafters, indem er die demokratischen Entwicklungen in der Mongolei würdigte. Im Vergleich zu seinen zentralasiatischen Nachbarn hätte die Mongolei nach dem Ende des Kalten Krieges großartige Fortschritte gemacht.

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Veranstaltungsort

Ulaanbaatar

Referenten

M. Batchimeg (MP)
Prof. Dr. J. Bemmann (Uni Bonn)
L. Bergmeyer (DAAD)
Dr. D. Ganbat (ISF)
Dr. S.B. Gareis (MC)
Dr. Dr. h.c. J. Harbich (HSS)
Ch. Shinebayar (Bildungsministerium)
R. Thiele (CEO StratByrd Consulting
PMG) u.a.
Kontakt

Johannes D. Rey

Johannes D

Leiter des Auslandsbüros Mazedonien und Kosovo

Johannes.Rey@kas.de +389 2 3217 075
Konferenz 9. Mai 2013
Konferenz 9. Mai 2013
Konferenz 9. Mai 2013
Konferenz 9
Konferenz 9. Mai 2013

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Auslandsbüro Mongolei