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Das IPDEV Projekt endet erfolgreich

SALAMAT PO!

Der Monat Januar markiert den letzten Monat des Projektes IPDEV.

Details

In 36 Monaten, von Februar 2012 bis Januar 2015, wurde das IPDEV Projekt von der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), dem Institute for Autonomy and Governance (IAG) und Development Consultants (DEVCON) umgesetzt. Das Zielgebiet umfasst 80 Barangays in den beiden Provinzen Maguindanao und Lanao del Sur auf den Philippinen. Die finalen Unterstützungsempfänger des Projektes waren die indigenen Völker in der Autonomen Region Muslimisches Mindanao (ARMM), die die Teduray, Lambangian und Dulangan Manobo in der Provinz Maguindanao beinhaltet und ebenso die Higaonon in Wao, Lanao del Sur. Die Zielgruppe waren indigene, traditionelle und formelle Führer, indigene Bauern und Fischer, indigene Frauen und Jugendliche, sowie lokale Regierungseinheiten.

Zurückblickend auf drei Projektjahre möchten sich die KAS, IAG, DEVCON und besonders IPDEV bei allen Unterstützern bedanken. Besonderer Dank gilt der Delegation der Europäischen Union auf den Philippinen für ihre Unterstützung, allen Beteiligten des Projektes und speziell den Indigenen in der ARMM. Und lassen Sie uns einen Moment RaffyNabre gedenken, einer der groβen Köpfe hinter IPDEV, den wir jeden Tag vermissen.

Während der drei Projektjahre hat IPDEV ein breites und solides Netzwerk von Akteuren aufgebaut und wurde zu einer Arena des Dialoges und Austausches.

Das Projekt begann mit dem Sammeln von kulturellen Grunddaten und der Generierung von Informationen, die als Grundlinienreferenz und zur kulturellen Information dienen sollten, um Nichtdiskriminierung und Einbeziehung der Indigenen und anderen nachhaltigen, rechtsbegründeten Aktivitäten in den vier ethnischen Gruppen der ARMM zu fördern. Ergebnisorientierte, gemeinschaftsbasierte Lerneinheiten über Forschung und Dokumentation wurden durchgeführt. Mit der Veröffentlichung seiner demographischen Umfragedaten „The Indigenous Peoples of Mainland ARMM“ (Die indigenen Völker des ARMM Festlandes), setzte das Projekt einen wahren Meilenstein. Insgesamt wurden 31.400 Haushalte in den betreffenden Barangays befragt. Um die bestehenden Gemeinschaftseinrichtungen und den Grad ihrer organisatorischen Stärke festzustellen, wurdenInterviews mit Schlüsselinformanten, Fokusgruppendiskussionen und „Community-Mapping“ durchgeführt.

Zum ersten Mal überhaupt stellt diese Veröffentlichung wirkliche Zahlen über die indigene Bevölkerung in der ARMM bereit. Die Daten wurden von den zuständigen nationalen, regionalen und lokalen Behörden zur Grundlage für zukünftige Benutzungen und Arbeiten in den jeweiligen Bereichen ernannt.

Die Umfrage hier downloaden: http://www.kas.de/philippinen/en/publications/37850

IPDEV Identifizierte Organisationen indigener Völker der gefährdeten Gruppen und machte sie zu Partner des Entwicklungsprozesses. Ab Januar 2015 sind von den 80 von IPDEV abgedeckten Barangays, 77 in Organisationen indigenen Völker (IPOs) vertreten. Insgesamt 47 Organisationen indigener Völker (IPO) sind offiziell für höhere Befähigungen, nachhaltige Entwicklung und Mitarbeit registriert, 42 davon gefördert von IPDEV.

Das Projekt hat die Datenerfassung und Informationssuche für diein den drei Ahnengebieten nachhaltigen Entwicklungs- und Schutzpläne (Ancestral Domain Sustainable Development andProtection Plans ADSDPP) für den Stamm der Teduray, der Lambangian und der DulanganManobo abgeschlossen. Diese wurden ausgewertet, übernommen und in Englisch und Tagalog gedruckt. Die ADSDPPs wurden dann an Gemeinden, LGUs und andere Beteiligte ausgehändigt.

In den 4 Barangays der Higaonon in Wao, Lanao del Sur, die von IPDEV abgedeckt sind, hat das Projekt die Datenerfassung und die Informationssuche für vier Barangay-Entwicklungspläne (BDP) abgeschlossen – einen für jeden der 4 Barangays. Die BDPs wurden gedruckt und den Higaonon Gemeinden ausgehändigt.

Ab Januar 2015 sind insgesamt 54 indigene Pflichtvolksvertreter auf Barangay-, Kommunal-, Provinzial- und Regionalebene vertreten, um eine bessere politische Partizipation der Indigenen zu sichern.

IPDEV hat verschiedene Austausch- und Netzwerktreffen ausgetragen, wie zum Beispiel der indigene Frauengipfel anlässlich der internationalen Frauen-Monats-Feier, welcher von mehr als 350 indigenen Frauen aus dem Teduray, Lambangian, DulanganManobo und Higaonon Stamm und von weiteren indigenen Stämmen aus Wao besucht wurde. Zum Anlass den IPRA Dankfestes veranstaltete IPDEV vom 27.-30. Oktober 2014 das erste indigene Kultur-Festival in Cotabato City. Es war das erste dieser Art, da die Indigenen in der ARMM noch nie zuvor ein Kulturfest unter sich gefeiert hatten. Die Veranstaltung gab den Indigenen und den Gemeinden die Möglichkeit, als Gruppe zusammenzuarbeiten und ihre jeweiligen Gebiete/Stämme während der Veranstaltung vorzustellen, indem sie ein Stammeshaus mit ihren Produkten, Lebensmitteln, traditionellen Liedern, Tänzen, Spielen und Theaterstücken präsentierten.

Zu der Veranstaltung erschienen insgesamt 286 Teilnehmer (162 Männer, 124 Frauen) und alle 12 Gemeinden, die Teil des IPDEV Projektes waren, nahmen am Festival teil.

In zahlreichen Schulungen der verschiedensten Art und zu unterschiedlichen Themen hat IPDEV die Kapazitäten und Kompetenzen der Indigenen in der ARMM erweitert und verbessert. Um nur einige zu nennen:

2840 Personen (1494 männlich, 1346 weiblich), davon 2706 Indigene, wurden in „Leadership“, „Rechtsansatz zur Entwicklung“, „Organisationsmanagement“, Konfliktmanagement“ und „Partizipative schnelle Bewertung“geschult.

1300 Personen (816 männlich, 484 weiblich) wurden zu Para-Technikern ausgebildet, 1261von ihnen waren Indigene.

Aus den vier Gemeinden wurden 168 Personen als Para-Rechtsberater ausgebildet und qualifiziert. Weitere 223 Indigene (153 männlich, 70 weiblich) wurden in nachhaltiger Landwirtschaft, Hochlandanbau und Küstenressourcemanagementgeschult.

139 indigene Landwirte und 2 Stammesführer (117 Männer, 24 Frauen) wurden unter den vielen Freiwilligen und Para-Technikern ausgewählt und in natürliche Ressourcennutzung und Managementplanung trainiert.

Bei mehreren Besuchen wurden 146 Para-Techniker in nachhaltiger Landwirtschaftstechnologie geschult und mit theoretischem und praktischem Wissen und Fähigkeiten darüber, wie man Land in fruchtbare, diversifizierte Farmen verwandelt, ausgestattet.

Planungen fϋr individuelle Farmplätze wurden mit 1316 Teilnehmern durchgeführt (831 männlich, 485 weiblich), 1279 davon waren indigen.

Darüber hinaus hat das Projekt Trainings zum Thema Interessenvertretung und Kampagnenmanagement fϋr 189 Mitwirkende abgehalten. Hinzu kommt, dass die sozialrechtliche Interessenvertretung und die Kampagnenevents des Projekts, wie der indigene Frauengipfel im März 2013 oder der Indigenengipfel im Dezember 2013, 640 Teilnehmer zählten.

IPDEV’s regionale Roundtable-Diskussionen über indigene Rechtsberatung informierte und diskutierte mit fast 100 Menschen bei verschiedenen Gelegenheiten ϋber indigene Belange und unsere nationalen Roundtables über indigene Rechtsvertretung erreichten etwa die gleiche Anzahl von Entscheidungsträgern auf nationaler Ebene. Diese regelmäβigen regionalen und nationalen Roundtables über indigene Rechte und Diskriminierung, machten die ARMM und nationale Behörden und Entscheidungsträger auf die Notwendigkeit zur systematischen Verbesserung der rechtlichen und sozio-ökonomische Situation der Indigenen in der ARMM aufmerksam.

Durch diese und zahlreiche anderen Aktivitäten wurden die Indigenen Völker der ARMM ausgestattet mit grundlegenden und rechtsbasierten Kenntnissen und Fähigkeiten zur Förderung indigenen Wissens sowie über dessen Systeme und Verfahren. außerdem wurden sie darin weitergebildet, schrittweise ihre aktive Partizipation an der lokalen Verwaltung auszubauen und damit ihre Rechte effektiv zu vertreten und zu schützen.

Alle drei Projektpartner werden weiterhin in Richtung Stärkung der Indigenen in der ARMM arbeiten auch nach dem Ende des IPDEV Projekts. Dank der Ergebnisse und Entwicklungen von IPDEV, werden zukünftige Initiativen auf einer soliden Grundlage aufbauen können, womit Nachhaltigkeit gewährleistet ist.

Fiyoteresang, FiyoBagi&Meuyag!!!

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Veranstaltungsort

KAS Manila

Kontakt

Miriam Fischer

Miriam  Fischer bild

Länderreferentin Östliches Afrika & Rechtsstaat

miriam.fischer@kas.de +49 30 26996-3426 +49 30 26996-3719
10th PSB IPDEV IPDEV

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