Workshop

Emissionshandelssysteme (ETS) aus Investorensicht

Europäische Erfahrungen für Asien
Die rechtswissenschaftliche Fakultät/CUHK Hongkong und das Asien-Pazifik-Zentrum für Umweltrecht/NUS Singapur untersuchen Herausforderungen, rechtliche Aspekte und Investitionsperspektiven im Rahmen unterschiedlicher Emissionshandelssysteme.

Details

In der jüngeren Zeit hat sich der Schwerpunkt der Entwicklung von Emissionshandelssystemen (ETS) zunehmend nach Asien verlagert. Beispiele sind die Einführung von ETS in China, Südkorea, Japan (Tokyo) und Kasachstan. Die Nutzung von ETS in Asien orientiert sich dabei an der Einführung des Emissionshandels als ein wesentlicher Baustein der Klimapolitik der Europäischen Union.

Emissionshandel zielt in der Theorie darauf ab, eine Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes kosteneffizienter als über herkömmliche Regulierung und Besteuerung zu erreichen. In der praktischen Umsetzung ist es ETS bislang allerdings nicht gelungen, ausreichende Investitionen in die Emissionsminderung zu stimulieren. In der EU beispielsweise kritisieren Investoren das ETS für seine mangelnde Transparenz und die zu niedrigen Preise für Emissionszertifikate. Deshalb wurde ETS-EU reformiert, um bestehende Hindernisse für Investitionen abzubauen. Grundsätzlich sind auch höhere und stabilere Emissionspreise sind nötig, um die Dekarbonisierung der Wirtschaft voranzutreiben.

In Asien ist Beziehung zwischen ETS und Investitionen in emissionsarme Systeme noch wenig erforscht. Der Workshop beschäftigt sich mit den Erfahrungen der EU bei der Regulierung von ETS und den Auswirkungen auf das Investitionsverhalten. Daraus können Schlüsse für die Regulierung der ETS in Asien, besonders China, entwickelt werden. China - der weltgrößte Verursacher von Treibhausgas-Emissionen (GHG) - schafft gerade ein vereinheitlichtes landesweites ETS, um seinen Ausstoß an GHG zu stabilisieren und nach Möglichkeit zu verringern.

Dieser Workshop untersucht aus rechtswissenschaftlicher Sicht die Effektivität bestehender ETS mit Blick auf Investionen in eine Dekarbonisierung in der EU und China. Die Veranstaltung analysiert vergleichend die regulatorischen Hürden und sucht nach möglichen Lösungen.

In einem eintägigen Workshop diskutieren Wissenschaftler und Vertreter der Privatwirtschaft aus Europa und Asien die folgenden Themen:

  • ETS als Treiber von Investitionen in emissionsarme Systeme? Erfahrungen aus dem ETS der EU
  • ETS und Investitionen in emissionsarme Systeme in China: Lektionen aus den Sieben Pilotprojekten
  • Das Konzept der Investitionen in der Gestaltung eines nationalen ETS in China: Regulatorische und institutionelle Perspektiven
  • Investitionen in emissionsarme Systeme im globalen Emissionsmarkt

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Veranstaltungsort

Hong Kong SAR
China
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Anfahrt

Referenten

Prof. Jolene Lin
Nationaluniversität Singapur
Prof. Yuhong Zhao
Chinesische Universität Hongkong
Navraj Singh Ghaleigh
Universität Edinburgh
Prof. Benoit Mayer
Chinesische Universität Hongkong
Dr. Peter Hefele
KAS RECAP
Kontakt

Johannes Vogel

Project manager

Kohlekraftwerk

Partner