Vortrag

Vergangenheit, die nicht vergeht?

Zum öffentlichen Umgang mit dem Nationalsozialismus in Ost- und Westdeutschland seit 1945

Veranstaltungsreihe: Ich erinnere, also bin ich? Über Erinnerungskultur, ihr Sinnstiftungs- und Streitpotential

Details

Ruine Frauenkirche und Martin-Luther-Denkmal Dresden Bundesarchiv, Bild 183-60015-0002 / Giso Löwe / CC-BY-SA 3.0
Ruine Frauenkirche und Martin-Luther-Denkmal Dresden
Erinnerungen sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil der eigenen Identität, sondern tragen ein immenses identitätsstiftendes Potenzial für ganze Gesellschaften in sich. Das „kulturelle Gedächtnis“ einer Gemeinschaft beinhaltet zahlreiche Wissensbestände, Traditionen und Weltbilder, welche in einem jahrhundertelangen Prozess von Generation zu Generation weitergegeben wurden. So schöpfen Menschen noch heute Stabilität und Vertrauen aus der Vergangenheit.

In Deutschland wird Erinnerungskultur oft gleichbedeutend für die Auseinandersetzung mit dem Holocaust und dem Zweiten Weltkrieg verwendet. Auch die langen Jahre der deutschen Teilung etablierten sich im kollektiven Gedächtnis der Deutschen. Ziel einer gesamtdeutschen Erinnerungskultur sollte es sein, aus diesen negativen Erfahrungen der Vergangenheit Ideen für eine gemeinsame Zukunftsgestaltung zu entwickeln.

In der Veranstaltungsreihe wollen wir zentralen Fragen moderner Erinnerungskulturen nachgehen. Wie entsteht eine emotionale Bindung zwischen historischen Ereignissen, Personen oder Orten und den Menschen der Gegenwart? Ist es möglich, eine Erinnerungskultur aufzubauen, welche positive Aspekte und kulturelle Errungenschaften ebenso einbezieht wie das Gedenken an die historischen Brüche des 20. Jahrhunderts?


Sie sind herzlich eingeladen mit uns darüber nachzudenken!


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Veranstaltungsort

Stadtmuseum Dresden - Landhaus
Wilsdruffer Str. 2,
01067 Dresden
Deutschland
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Anfahrt

Referenten

  • Dr. Christoph Classen (Projektleiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam)