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Marokkanische Migrationspolitik: Herausforderungen und Chancen

Herausforderungen und Chancen der Migrationspolitik in Marokko ähneln denen in Europa.

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In Kooperation mit der Zweiten Kammer des marokkanischen Parlaments (Chambre des Conseillers) hat das Länderbüro der Konrad Adenauer Stiftung in Rabat, am 12 Juli d. J. ein internationales Parlamentsforum durchgeführt, an dem neben Repräsentanten aller Fraktionen auch zahlreiche Vertreter nationaler und internationaler Organisationen mitwirkten, um die Ziele und Handlungsmöglichkeiten der marokkanischen Migrationspolitik zu beleuchten.

Das Thema des ersten internationalen Parlamentsforums dieser Art fand breites Interesse bei den marokkanischen Parlamentariern, den internationalen Organisationen sowie den Medien. Es wurde eröffnet vom Präsidenten der Zweiten Kammer, Abdelhakim Benchemach. Danach folgten Stellungnahmen und Positionsbestimmungen unter anderem von Ana Fonseca, der Direktorin der OIM in Marokko, Mr Jean Paul Cavalieri dem Repräsentanten der UNHCR für Marokko und von Herrn Johannes Gross, einem der Manager des IMAP, einem deutschen Beratungsunternehmen für den internationalen Arbeitsmarkt. Ferner kamen die Anliegen mehrerer Hilfsorganisationen zur Sprache, die sowohl staatliche als auch gesellschaftliche und individuelle, menschenrechtliche Positionen vortrugen.

Diese Form der Anhörung war sehr breit angelegt, so dass trotz mehrstündiger Debatten nicht auf alle Fragen erschöpfend eingegangen werden konnte. Es wurde jedoch deutlich, dass den Parlamentariern der Zweiten Kammer ein sehr differenzierter Überblick geboten worden war, um ihrerseits die Bedeutung und die Zusammenhänge der internationalen Migrationsbewegungen für die marokkanische Politik besser einschätzen zu können. Insbesondere die Gleichzeitigkeit der unterschiedlichen Herausforderungen, die sich für Marokko aus dem komplexen Zusammenwirken seiner Rollen als Einreise-, Transit- und Ausreiseland ergeben, bedarf zahlreicher sozialer, rechtlicher und wirtschaftspolitischer Konsequenzen. Diskutiert wurden aber ebenso die, auch für Marokko äußerst schwierigen Aufgaben, die sich im Zuge der Integration von Migranten stellen. Xenophobie und sozialer Widerstand gegen diese Integration, werden in Marokko selber ebenso kontrovers diskutiert wie in den europäischen Staaten. Und es gibt ebenso zahlreiche Stimmen und soziales Engagement für ein Gelingen dieser Integration - nicht zuletzt auch in der Zweiten Kammer des Parlaments.

Vor diesem Hintergrund bildete das Internationale Parlamentsforum einen guten Auftakt für das "Globale Forum für Migration und Entwicklung", bei dem die Bundesrepublik Deutschland und Marokko im Dezember dieses Jahres in Marrakech gemeinsam die Präsidentschaft übernehmen werden.

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Veranstaltungsort

Rabat

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Dr. Mehdi Rais

Dr

Projektkoordinator Dezentralisierung

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