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Russlanddeutsche - Rückkehr und Ankommen in ihrer neuen/alten Heimat Thüringen

Eine Veranstaltung im Rahmen der interkulturellen Woche 2018
Dokumentarfilm, Vortrag und Gespräch

Details

Die große deutsche Auswanderung nach Amerika im 19. Jahrhundert ist weithin bekannt. Doch dass nur wenige Jahrzehnte zuvor im Jahr 1763, durch einen Erlass Katharina der Großen, eine fast 100-jährige Auswanderungswelle aus den verschiedenen Regionen des heutigen Deutschlands nach Russland begann, scheint heute vielerorts weniger präsent im historischen Gedächtnis der Bevölkerung zu sein. Durch die Privilegien, welche die Zarin den Deutschen Siedlern zugestand, wie u.a. die Befreiung vom Militärdienst, günstiges Land, Selbstverwaltung und freie Religionsausübung, folgten bald abertausende Deutsche dem Aufruf. Vorwiegend siedelten sich die Ausreisewilligen im Wolgagebiet und in Südrussland am Schwarzen Meer an. Nach anfänglichen Schwierigkeiten stiegen die Deutschen unter der Siedlungspolitik Alexander I zu einer politisch, wirtschaftlich, sowie finanziell einflussreichen Gruppe auf.

Doch schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit Auflösung der Leibeigenschaft, im Besonderen aber unter den Eindrücken der beiden Weltkriege wurden antideutsche Stimmungen geweckt. Man verdächtigte die Russlanddeutschen der Kooperation mit dem deutschen Militär. Zur Folge wurden diese als „innere Feinde“ bekämpft. Deutsch in der Öffentlichkeit zu sprechen war fortan verboten. Bereits während des ersten Weltkrieges wurden Vertreibungen und Deportationen durchgeführt, die während des zweiten Weltkrieges einen Höhepunkt erreichten. Ab 1941 wurden beinahe alle deutschstämmigen, die in den europäischen Teilen der Sowjetunion lebten, aufgrund eines Erlasses der Obersten Sowjets, nach Osten- vorwiegend Sibirien, Kasachstan und an den Ural deportiert, wo sie zunächst schwere Arbeit in Lagern verrichten mussten. Später, ab Mitte der 50er Jahren, besonders aber seit dem Zerfall der Sowjetunion begann die Rückwanderung nach Deutschland.

Bis 2016 sind etwa 2,4 Mio. Russlanddeutsche aus dem Gebiet der ehemaligen UdSSR in die Bundesrepublik zurückgekehrt. Unsere Veranstaltung, die in Kooperation mit dem Verein Landsmannschaft der Deutschen aus Russland stattfinden wird, will zum einen ihre Geschichte erzählen, aber auch die Möglichkeit bieten mit Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen.

Vor der Veranstaltung laden wir sie ab 18.30 Uhr herzlich zu einem kleinen Empfang ein, den der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. mit russischen süßen Spezialitäten bereichern wird.

Eröffnung und Begrüßung

Maja Eib

Landesbeauftrage der Konrad-Adenauer-Stiftung Thüringen

Grußwort

Mike Mohring MdL

Vorsitzender CDU-Fraktion im Thüringer Landtag

Filmvorführung

Versöhnung über die Grenze

Kurzgeschichten und gelungene Integration

Ein Film von Rudolf Steiner und Erik S. Tesch

Impulse und Gespräch

Heinrich Zertik

Vorsitzender des Netzwerks Aussiedler der CDU-Deutschland

Tamara Barabasch

Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.

Katharina Wall

Studentin

Moderation

Marion Walsmann MdL

CDU-Fraktion im Thüringer Landtag

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Veranstaltungsort

Thüringer Landtag Raum 125
Jürgen-Fuchs-Str. 1,
Deutschland
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Anfahrt

Referenten

Heinrich Zertik
Tamara Barabasch
Katharina Wall
Marion Walsmann MdL
Kontakt

Maja Eib

Maja Eib bild

Landesbeauftragte für Thüringen und Leiterin des Politischen Bildungsforums Thüringen

Maja.Eib@kas.de +49 361 65491-0 +49 361 65491-11
Kontakt

Heike Abendroth

Heike Abendroth bild

Sekretärin/Sachbearbeiterin

Heike.Abendroth@kas.de +49 361 65491-0 +49 361 65491-11

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