Studien- und Informationsprogramm

Studienprogramm Konrad Adenauer

Bildung im Sinne des christlichen Humanismus

Vom 7. bis zum 11. November fand das erste „Studienprogramm Konrad Adenauer“ statt, welches gemeinsam von der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Universidad Católica Argentina sowie der Asociación Civil de Estudios Populares organisiert wurde.

Details

Ziel des Programms war es, Vertreter von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen zu bringen und einen Austausch von Ideen auf der Basis des christlichen Humanismus zu ermöglichen. Durch die gemeinsame Organisation gelang es außerdem, die Beziehungen zwischen den beiden KAS-Partnern UCA und ACEP zu vertiefen.

Rund 50 Teilnehmer aus dem ganzen Land – unter anderem Studenten verschiedener katholischer Universitäten, Mitarbeiter von Diözesen, Funktionäre aus politischen Parteien und Institutionen und Mitglieder von ACEP – waren der Einladung nach Buenos Aires gefolgt. In einer arbeitsintensiven Woche beschäftigten sie sich mit den Prinzipien des christlichen Humanismus und der Sozialen Marktwirtschaft. Auf dieser Grundlage wurden die aktuellen ökonomischen Herausforderungen Argentiniens, soziale Themen wie Armut und Arbeitslosigkeit, der argentinische Föderalismus, die Entwicklung auf Gemeindeebene sowie die Fähigkeiten, die für eine gute politische Verwaltung und Führung benötigt werden, diskutiert.

Eröffnet wurde das Studienprogramm am Montag (07.11.) von Dr. Bernd Löhmann (Leiter des Auslandsbüros der KAS in Argentinien), Oscar Ensinck (Präsident der ACEP), Prof. Ernesto Parselis (Vizerektor der UCA für institutionelle Angelegenheiten) sowie Dr. Enrique Aguilar Decano (Fakultät für Sozialwissenschaften, Politik und Kommunikation der UCA), die sich in ihren einleitenden Worten für die Kooperation zwischen den an der Organisation des Studienprogramms beteiligten Institutionen bedankten und allen Teilnehmern eine interessante und diskussionsreiche Woche wünschten.

Im weiteren Verlauf des Montags standen dann die grundlegenden Prinzipien des christlichen Humanismus im Mittelpunkt. Hierzu sprachen Dr. Gutenberg Martinez (Universidad Miguel de Cervantes, Santiago de Chile), Dr. Néstor T. Auza (Nationaler Rat für Wissenschaftliche und Technische Forschung, CONICET) sowie Dr. Arturo Lafalla (ehemaliger Gouverneur der Provinz Mendoza). Am Nachmittag fand unter Leitung von Dr. Roberto Estévez (UCA) eine Diskussionsrunde statt, bei der die Teilnehmer zu dem Ergebnis kamen, dass die Prinzipien des christlichen Humanismus im politischen Diskurs Argentiniens zumindest in Ansätzen vorkommen. Dennoch bedürfe es vor allem einer besseren (Aus)Bildung politischer und gesellschaftlicher Führungskräfte im Sinne des christlichen Humanismus, um dessen Prinzipien nachhaltig in die argentinische Politik einzubringen.

Der zweite Tag (08.11.) des Studienprogramms stand im Zeichen der Sozialen Marktwirtschaft und der aktuellen ökonomischen Herausforderungen Argentiniens. Hierzu referierten Dr. Marcelo Resico (UCA, KAS), Dr. Ernesto O’Connor (UCA, Landwirtschaftliche Stiftung für die Entwicklung Argentiniens FADA), Dr. Ignacio de la Riva (UCA, Estudio Cassagne Anwälte) und Camilo Tiscornia (UCA, C&T Wirtschaftsberatung).

Am Mittwoch (09.11.) lag der Fokus der Diskussionen auf den Themen Armut, Arbeit und Sozialpolitik, über die die Redner Dr. Patricio Millán (UCA), Adriana Sirito (UCA), Eduardo Lépore (UCA), Daniel Arroyo (ehemaliger Argentinischer Vizeminister für Soziale Entwicklung), Juan José Llach (ehemaliger Argentinischer Bildungsminister) und Beatriz Balián (Vizerektorin der UCA) sprachen. Es wurde deutlich, dass die argentinische Bevölkerung mit einigen gravierenden Problemen zu kämpfen hat und die Zivilgesellschaft einer deutlichen Stärkung bedarf, um an der Lösung dieser Probleme effektiv mitarbeiten zu können.

Der vierte Tag war den Themen Föderalismus und Lokale Entwicklung gewidmet. Als Redner traten Dr. Lucas González (UCA), Eduardo Arraiza (UCA), María Marta Orfali Fabre (UCA) sowie Dr. Joaquín de la Torre (Bürgermeister der Stadt San Miguel (Provinz Buenos Aires)) auf.

Am Freitag ging es zum Abschluss des Studienprogramms um Fähigkeiten und Werte, die für eine gute politische Führung und Verwaltung notwendig sind. Nach Vorträgen von Dr. Marcelo Camusso (UCA) und Dr. Ricardo Torres Brizuela (UCA) gab Gustavo López Espinosa (Berater) ein Seminar zu den Eigenschaften und Komponenten politischer Macht. Weitere Redner des Tages waren Dr. Federico Rey Lennon (UCA), Eduardo Kinen (Universidad Católica de Santa Fe) sowie Dr. Joaquín Migliore (UCA).

Das „Studienprogramm Konrad Adenauer“ wird im kommenden Jahr fortgeführt.

Zum Programm (auf Spanisch)

Zum Kalender hinzufügen

Veranstaltungsort

Katholische Universität Argentiniens

Kontakt

Dr. Bernd Löhmann

Dr

Chefredakteur "Die Politische Meinung"

Bernd.Loehmann@kas.de +49 30 26996-3603

Bereitgestellt von

Auslandsbüro Argentinien