KAS Kroatien

Veranstaltungsberichte

"Kroatische Sicherheitstage"

12. Konferenz der kroatischen Sicherheitsmanager

Die Konrad-Adenauer-Stiftung veranstalte zusammen mit dem kroatischen Verband der Sicherheitsmanager (HUMS) vom 05. bis 07. Dezember in Zagreb eine weitere Konferenz zu Fragen der inneren Sicherheit. In Anwesenheit des kroatischen Innenministers, Dr. Davor Božinović, diskutierten kroatische Sicherheitsexperten mit Unternehmensvertretern über allgemeine sicherheitspolitische Herausforderungen und deren mögliche Auswirkungen auf Unternehmen (Cybersicherheit).

In seiner Begrüßung bedankte sich der Vorsitzende der Kroatischen Vereinigung der Sicherheitsmanager Alen Ostojić, beim kroatischen Innenministerium und dem Polizeivorstand für die Unterstützung beim Projekt „Tag ohne Handys im Verkehr“. Es sei von großer Bedeutung, dass man den Dialog zur Stärkung institutioneller Partnerschaften im Sicherheitssektor eröffnet habe, um die Polizei und den Unternehmensbranche noch besser zu verbinden. Am Ende seiner Begrüßung würdigte Herr Ostojić die erfolgreiche Partnerschaft mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, indem er Dr. Michael Lange, den Leiter des Auslandsbüros der Stiftung in Kroatien, zum HUMS-Ehrenmitglied erklärte.

In seinen einleitenden Worten bedankte sich der Leiter des Auslandsbüros der Stiftung in Kroatien, Dr. Michael Lange, für die fünfjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit HUMS und betonte, wie wichtig es sei, weiterhin in die Stärkung der Sicherheitskapazitäten zu investieren, wie auch in die Zusammenarbeit aller Akteure im Sicherheitssystem.

In seinem Grußwort legte der kroatische Innenminister, Dr. Davor Bozinović, großen Wert auf die Eröffnung des Partnerdialogs zwischen der Polizei und dem Sektor für Unternehmenssicherheit und verwies dabei auf die baldige Errichtung des Direktorats für den Zivilschutz innerhalb des Innenministeriums, unter dessen Zuständigkeit sich auch technisch-technologische Bedrohungen befinden werden. Aufgrund der Tatsache, dass diese Risiken auch die Unternehmenssicherheit bedrohten, lud der Minister die Anwesenden ein, an der Kroatischen Plattform für Risikosenkung teilzunehmen. Seiner Meinung nach, hätte die derzeitige Technologieentwicklung das Risikospektrum vergrößert und aus diesem Grund müsse man darauf eine einheitliche, koordinierte und systematische Antwort geben. Demzufolge sei die Sicherheit nicht nur eine Angelegenheit für staatliche und öffentliche Institutionen, sondern auch für Zivilgesellschaften, Unternehmen und die Gesellschaft insgesamt.

Der Leiter der Abteilung für Verteidigungspolitik und Planung im kroatischen Verteidigungsministerium, Brigadier Anto Zelić, ging in seiner Ansprache auf die Kooperation zwischen privater, unternehmerischer und städtischer Sicherheit und betonte dabei die Notwendigkeit, durch Strategien der nationalen Sicherheit, die Verteidigungskapazitäten auf dem Land, am See, in der Luft und auch im kybernetischen Raum zu stärken.

In der Podiumsdiskussion über die Lage und Perspektiven der Unternehmenssicherheit in Südosteuropa betonte man die Rolle der regionalen Zusammenarbeit. Herr Alen Ostojić hob am Anfang die Gründung der regionalen Assoziation, mit Sitz in Zagreb, hervor und fügte hinzu, dass man damit einen schnelleren Informationsaustausch erzeugen wolle, denn viele kroatische Unternehmen seine auch überall in der Region präsent und es sei deshalb wichtig, auch über dortige Angelegenheit Kenntnisse zu haben. Daraufhin zeigte er sich zufrieden, dass man jetzt ein Zertifizierungsverfahren für Manager für Unternehmenssicherheit eingerichtet habe. Zum Schluss bekräftigte er, wie wichtig es sei, dass die Vereinigung seit den letzten zwei Jahren mit der Beantragung von kroatischen und europäischen Fonds begonnen habe und dass man sich jetzt auch mehr im Sektor der Grenzsicherheit beteiligen würde.

Der Professor von der Fakultät für Staats- und Europawissenschaften in Kranj, Slowenien, Dr. Denis Ćaleta, unterstrich, dass man auch in Slowenien mit die Gründung der regionalen Assoziation zufrieden sei und erinnerte daran, dass die Risiken und Gefahren weltweit komplexer seien und man deshalb auch die Lage in der Region im Blick haben müsse. Da sich 70% der kritischen Infrastruktur im privaten Eigentum befinde, müssten sich neben den öffentlichen Institutionen auch private Organisationen mit dieser Frage beschäftigen. In diesem Sinne sei es sehr wichtig, miteinander darüber zu sprechen, wie man zusammen vorgehen soll, da die Region aus kleinen Ländern bestehe und man immer am Mangel an Ressourcen leiden werde. Durch die regionale Zusammenarbeit würde man bessere Chancen für die Gründung von wissenschaftlichen Zentren schaffen, die wiederrum ermöglichen würden anspruchsvollere Projekte vorzubereiten und umzusetzen sowie die Nutzung der EU-Fonds zu verbessern.

Der Professor von der Fakultät für Betriebswirtschaft und Rechtswissenschaft in Belgrad, Serbien, Dr. Dragan Trivan, betonte, dass man auch in Serbien großen Wert auf eine weitere Vertiefung der regionalen Zusammenarbeit lege. Er wies darauf hin, dass man heute Kollegien der Unternehmenssicherheit an fast allen Sicherheitsstudien hätte. Man habe es auch geschafft die Wahrnehmung des Berufs zu verbessern und es sei jetzt die Zeit gekommen, seine Rolle den Unternehmern und Eigentümern zu übermitteln.

Der Vizerektor der Europäischen Universität in Mazedonien, Prof. Dr. Atanas Kozarev, unterstrich, dass es eine offizielle Organisation der Unternehmenssicherheitsmanager in Mazedonien noch immer nicht gebe. Der Hauptgrund liege darin, dass die Eigentümer selbst die Überwachungsrollen übernehmen, obwohl sie nicht über genügend Erfahrung und Ausbildung verfügen. Es erschiene ihm, dass man noch immer nicht wirklich wisse, was ein Unternehmenssicherheitsmanager in Falle unethischer Handlugen des Unternehmenseigentümers tun soll. Aus diesem Grund, sei es erforderlich für die Manager Kanäle zu schaffen, die man in Fällen unethischer Entscheidungen benutzen könne.

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