Veranstaltungsberichte

Adenauer Young Foreign Policy Network

Zweites Treffen: Der Beitrag der Europäischen Union zur regionalen Sicherheit
Zum zweiten Treffen des „Adenauer Young Foreign Policy Network“ hatte KAS Israel die Ehre, den EU-Botschafter in Israel, Emanuele Giaufret, und den ehemaligen israelischen Botschafter bei der Europäischen Union und der NATO, Oded Eran, begrüßen zu dürfen. Als Teilnehmer waren Vertreter verschiedener europäischer Botschaften, NGOs, der Knesset, Think Tanks sowie Journalisten und Wissenschaftler zugegen. Die Nachwuchskräfte im Bereich der Außenpolitik hatten die Gelegenheit, sich mit den Diplomaten über den Beitrag der Europäischen Union zur regionalen Sicherheit und Stabilität auszutauschen.

Zum zweiten Treffen des „Adenauer Young Foreign Policy Network“ hatte KAS Israel die Ehre, den EU-Botschafter in Israel, Emanuele Giaufret, und den ehemaligen israelischen Botschafter bei der Europäischen Union und der NATO, Oded Eran, begrüßen zu dürfen. Als Teilnehmer waren Vertreter verschiedener europäischer Botschaften, NGOs, der Knesset, Think Tanks sowie Journalisten und Wissenschaftler zugegen. Die Nachwuchskräfte im Bereich der Außenpolitik hatten die Gelegenheit, sich in einem intimen Rahmen mit den Diplomaten über den Beitrag der Europäischen Union zur regionalen Sicherheit und Stabilität auszutauschen.

Der Beitrag der Europäischen Union zur regionalen Sicherheit – Leistungen, Versäumnisse und neue Herausforderungen

Nach einem Grußwort von Dr. Alexander Brakel, Leiter des Auslandsbüros KAS Israel, referierte Oded Eran über die israelische Perspektive auf die Sicherheitsfrage in der Region und die möglichen Handlungslinien der EU zu ihrer Stabilisierung. Eran charakterisierte zunächst die EU-Israel Beziehungen als eine „Love-Hate-Relationship“, die historisch gewachsen sei und bis heute andauere. Er betonte, dass Europa besonders im Vorantreiben der Zwei-Staaten-Lösung eine zentrale Rolle einnehmen könne. Er räumte jedoch ein, dass Israel sich in Sicherheitsangelegenheiten eher auf sich selbst verlasse, als auf externe Akteure zu vertrauen, vor allem da der Einsatz der EU in diesem Bereich relativ neu sei.

Emanuele Giaufret beleuchtete die Fragestellung anschließend aus der europäischen Sichtweise, wobei er zunächst die enge Verbundenheit der Europäischen Union und Israels herausstellte, die sich an vielzähligen Kooperationen, wie dem Open-Skies-Abkommen oder der Beteiligung Israels am ErasmusPlus-Programm, erkennen lässt. Auch im Sinne der Europäischen Nachbarschaftspolitik müsse es stets Anliegen der EU sein, in der Region engagiert zu bleiben. Giaufret hob besonders die „Convening Power“ der europäischen Staatengemeinschaft hervor, die mit einer gewissen Vertrauensgarantie zur Wahrung und Einhaltung von Abkommen und Missionen, wie beispielsweise EUBAM Rafah (2007), einhergeht. Neue Felder zur sicherheitspolitischen Einflussnahme in der Region ergeben sich nach Giaufrets Einschätzung im Bereich der Energie, des Transports und der Wasserversorgung.

In der anschließenden Diskussionsrunde hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich direkt mit den Referenten auszutauschen, wobei unter anderem erfolgreiche Sicherheitsprojekte der EU, wie das EUPOL COPPS-Projekt, die Auswirkungen des von der EU unterstützen Iran-Deals auf die Region und die Imageverbesserung Israels unter Europäern angesprochen wurden.

Gruppenarbeit

Nach einer kurzen Pause wurde zu einer Gruppenarbeit übergeleitet. Im Rahmen dieser Arbeitsphase setzten sich die Teilnehmer mit der Produktion eines Video Briefs zum Thema der Verbesserung der gegenseitigen öffentlichen Wahrnehmung in den EU-Israel Beziehungen auseinander.

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Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.