Veranstaltungsberichte

Europäische Spurensuche in Aachen

von Simone Habig

Erfolgreicher Jugendpolitiktag im und am Dom

Was bedeutet Europa für uns? Wozu ist Europa gut? Wieviel ist uns Europa wert? Woher kommt der Gedanke an ein geeintes Europa überhaupt? Wenn Erwachsene bei diesen Frage leicht ins Wanken geraten, woher sollen dann Jugendliche Antworten auf diese Fragen haben? Deshalb stellte die Konrad-Adenauer-Stiftung den Jugendpolitiktag 2011 unter das Motto „Europa Erleben!“ Circa 120 Schülerinnen und Schüler kamen zusammen und erlebten in Workshops, Vorträgen und Diskussionen, dass hinter Europa mehr steckt, als tagesaktuelle politische Diskussionen um Finanz-, Euro-, und Schuldenkrisen.
Europa betreffende Schlagzeilen klingen momentan nicht gerade wie Loblieder. Schlagwörter wie Finanz- und Eurokrise sind in aller Munde. Positive Schlagzeilen sind rar in diesen Tagen. Wenig spricht man von den Vorteilen der EU und der vorbildlichen demokratischen Gemeinschaft der 27 Mitgliedstaaten.

Wer die Entwicklung der EU miterlebt hat wird sich davon die Begeisterung für Europa sicherlich nicht nehmen lassen. Doch wie gehen junge Menschen damit um?

„Freies Reisen, der gemeinsame Euro, Arbeiten und Studieren im Ausland – all das ist für uns heute alltäglich. „Jungen Leuten erscheinen die Früchte der EU fast schon zu selbstverständlich“ findet Dr. Melanie Piepenschneider, Hauptabteilungsleiterin Politische Bildung. „Jeder Jugendlicher wird Gestalter des Europas von morgen sein.

Wir organisieren diesen Tag, um ihnen zu zeigen, worauf es ankommt.“ Kein Gebäude verkörpere den europäischen Einheitsgedanken so wie der Aachener Dom.

Kein Zufall also, dass sich in Vorträgen, Diskussionsrunden, Führungen, und Workshops alles um den Aachener Dom dreht.

Mit Schule hat der Tag bisher wenig gemeinsam. Themenführungen zu „Pleiten, Pech und Pannen im Dom“ oder „Heavy Metal die Karolingische Bronzewerkstatt“ sind alles andere als trockene Geschichtsstunden! An jeder Ecke des Doms wird geguckt, gestaunt und diskutiert. Das Bild von Karl dem Großen, dem Dom und dem Europagedanken setzt wie ein Puzzle Stück für Stück zusammen.

Unkonventionelle und ausgefallene Begegnungen mit Europa sind an diesem Tag garantiert! Der Workshop-Nachmittag bietet für jeden etwas. So fängt die Gruppe um Sabrina Kurth den Europäischen Gedanken in bewegten Bildern ein. In einem Kurzfilm bringen die Schüler zum Ausdruck, was Europa für sie bedeutet. „Europa – viele Länder, viele verschiedene Kulturen, internationaler Flair!“ bringen es die Schülerinnen auf den Punkt.

Während die einen eine neue Imagekampagne für den Aachener Dom entwerfen, führen andere an der Deutsch-Belgischen Grenze Interviews für den ersten Radiobeitrag ihres Lebens.

Dementsprechend bunt fällt die Ergebnispräsentation in der Aula der Domsingschule aus. Auf Vorträge, Fotographien und Videos folgt eine Theatervorführung bei der Karl der Große am Ende nicht nur in den Köpfen des Publikums lebending wird.

Die Experten der Diskussionsrunde können am Ende nichts anderes feststellen, als dass der Funke für Europa eindeutig übergesprungen ist!

Dazu beigetragen hat sicher auch noch lange nach Ende der Veranstaltung die mitreißende Musik der Halbfinalistin bei „Unser Star von Oslo“ Kerstin Freking & Band.

Herausforderungen hin oder her: Europa hat eben trotz aller Krisen seine einzigartigen positiven Seiten.

Text: Tobias Baude Bilder: Simone Habig

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Simone Habig

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Über diese Reihe

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Düsseldorf Deutschland