Veranstaltungsberichte

EXPERTENRUNDE: “NEUE DYNAMIK DES DROGENHANDELS NACH DER FRIEDENSVEREINBARUNG”

Am 30. Juli fand eine Expertenrunde statt zur Frage, wie man mit den neuen Dynamiken des Drogenhandels nach dem Friedensabkommen umgehen solle; die Veranstaltung wurde von der KAS gemeinsam mit dem Politikwissenschaftlichen Institut Hernán Echavarría Olózaga ICP als Teil des ganzjährigen Projekts “Observatorio Legislativo” organisiert.

Eröffnet wurde die Runde vom Vorstandsvorsitzenden des ICP, Gabriel Echavarría; der Direktorin, María Clara Escobar; dem akademischen Direktor, Carlos Augusto Chacón und der Projektkoordinatorin der KAS, Andrea Valdelamar. In ihren Grußworten betonten sie die Bedeutung solcher Diskussionsräume und hießen die Experten und das Publikum willkommen.

Als wichtigstes Ziel der Expertenrunde bezeichnete man eine umfassende Information und Bewusstseinsbildung über das soziale Phänomen des Drogenhandels für Unternehmer, Politiker und andere Akteure der Zivilgesellschaft sowie für die Bevölkerung im Allgemeinen. Dabei wies man auch auf das besorgniserregende, überdurchschnittliche Wachstum der Kokainanpflanzungen in Kolumbien hin. Der dadurch entstandene soziale Konflikt sei nicht nur ein Problem der kolumbianischen Regierung, sondern auch der Konsumentenländer wie den USA und wirke sich auf die gesamte kolumbianische Gesellschaft aus.

Anschließend eröffnete der Experte für Verbrechensbekämpfung und Sicherheitsfragen, Daniel Rico die Diskussion mit einer etwas provokativen Statistik über die wachsende Produktivität des Drogengeschäfts und Aussichten auf das voraussichtliche Verhalten der Kapitalmärkte für kriminelle Wirtschaftszweige.

Die Expertenrunde setzte sich aus Parlamentariern, Unternehmern, Militärs, Akademikern und Parteivorsitzenden zusammen und behandelte Themen wie:

1. Die neuen Dynamiken des Drogenhandels in Kolumbien, 2. Ob es notwendig sei, das Friedensabkommen mit der FARC im Bereich Drogenhandel zu modifizieren, 3. Die Effizienz des „Nationalen Plans zur Ersetzung illegaler Drogenanpflanzungen - PNIS. 4. Die Möglichkeit einer Zusammenarbeit zwischen Kongress und Regierung zur Verhinderung von Sanktionen der USA und 5. Die Reform des Gesetzes Ley 30 aus 1986 zur Aktualisierung der für die Drogenbekämpfung zuständigen staatlichen Einrichtungen in Kolumbien.

Ansprechpartner

Andrea Valdelamar

Andrea  Valdelamar bild

Projektkoordinatorin

Andrea.Valdelamar@kas.de +57 1 74309 47-206 +57 1 74606 75

Über diese Reihe

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