Veranstaltungsberichte

Klimaveränderung und indigene Gemeinden in Lateinamerika

Das Regionalprogramm Politische Partizipation Indígena (PPI) der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) führte einen Workshop über den Klimawandel und indigene Gemeinden durch.

Mit dem Ziel, die jüngsten Einflüsse des Klimawandels in indigenen Gemeinden unserer Region sowie die derzeitige Einhaltung von Verpflichtungen seitens der internationalen Gemeinschaft diesbezüglich zu analysieren, lud das Regionalprogramm Politische Partizipation Indígena (PPI) der KAS Experten für Umwelt und indigene Rechte aus Kolumbien, Peru, Bolivien, Brasilien, Panama und Costa Rica zu einem Workshop ein, der am 4. und 5. Dezember 2015 in Medellín stattfand.

Der Workshop bot Raum, um sich der Situation bezüglich der Einflüsse des Klimawandels auf indigene Gemeinden anzunähern; außerdem konnten Vorschläge von den Experten eingeholt werden, um diese in das Programm des PPI ab 2016 einzubauen.

Die Veranstaltung begann mit einer ausführlichen Vorstellung des regionalen Panoramas durch Pablo Andrés Ramos, Leiter des ökologischen Instituts der Fakultät für Umweltstudien der Pontificia Universidad Javeriana von Bogotá.

Folgende Fragen ergaben sich aus der Diskussion und dem Austausch:

  • Woraus genau besteht der Einfluss des Klimawandels auf die Bevölkerung?
  • Wie lässt sich die Unterstützung durch die Bevölkerung bei Strategien, die den Einflüssen des Klimawandels begegnen, sichtbar machen?
  • Wie kann man die Organisierungsprozesse der Bevölkerung und damit die Entwicklung selbst verbessern, um die Öffentlichkeit auf effektive Weise zu integrieren?
  • Wie lässt sich die Beteiligung der Bevölkerung an allem, was mit der Milderung der Einflüsse des Klimawandels zusammenhängt, fördern, und ihre Anfälligkeit reduzieren?

Während des Workshops hatte jedes Land die Möglichkeit, seine aktuelle Situation im jeweiligen nationalen Kontext darzustellen; dabei wurden die Aktivitäten vorgestellt, die man in diesem Zusammenhang durchführt, und Veränderungen erläutert, die sich auf den Klimawandel zurückführen lassen.

Dank all dieser wertvollen Inputs erhielten die Teilnehmer eine regionale und nationale Perspektive und erarbeiteten sich in Gruppen die Aspekte, die – auf effektive Weise angewandt – dabei helfen sollen, die Einflüsse des Klimawandels in indigenen Gemeinden zu analysieren und zu verstehen, über sie zu informieren und ihnen zu begegnen. Anschließend wurden die erarbeiteten Punkte systematisch erfasst und den anderen Seminarteilnehmern vorgestellt.

So ermöglichte der Workshop dem PPI, Programmschwerpunkte zu setzen und die Thematik der Umgangsweise mit den Auswirkungen des Klimawandels in indigenen Gemeinden fortzuführen. In der Einschätzung des Teams der KAS war der Workshop eine bereichernde Möglichkeit, um sich einem international hoch relevanten Thema anzunähern, das ohne Zweifel die strategischen Maßnahmen der internationalen Kooperation in Zukunft entscheidend mitbestimmen wird.

Über diese Reihe

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