Veranstaltungsberichte

Die humanitäre Krise in Venezuela

Veranstaltung zur Rolle der Menschenrechte in Venezuela

Obwohl die Hauptstadt Uruguays sich mehr als 5000 km entfernt von Caracas befindet, versammelten sich in Montevideo interessierte Bürger um an der Podiumsdiskussion zur Krise in Venezuela teilzunehmen. Die Krise dort ist längst kein nationales Problem mehr, sondern beschäftigt die gesamte Staatengemeinschaft. Neben einer gescheiterten Politik und Wirtschaft, standen vor allem die humanitären Auswirkungen an diesem Abend im Mittelpunkt.

Die von Inés M. Pousadela, CIVICUS Senior Research Specialist, moderierte Podiumsdiskussion beschäftigte sich mit der Frage, wie die Situation in Venezuela momentan wirklich einzuschätzen ist, und inwieweit die dortige Zivilbevölkerung leidet. Dennis Fernandez, venezolanische Nationalabgeordnete im Parlasur beschrieb dabei eindrucksvoll mit Statistiken und Zahlen wie viele Menschen von der Krise betroffen und auf humanitäre Hilfe angewiesen seien. Sie verdeutlichte, wie die Sterblichkeitsrate in den letzten Jahren stetig gestiegen sei und Krankheiten, die durch einfache Schutzimpfungen vermieden werden könnten, wieder ausgebrochen seien. Grund dafür ist der Mangel an nötigen Medikamenten. Darauf eingehend zeigte die zweite Dozentin Tamara Taraciuk Broner, Senior Americas Researcher bei Human Rights Watch, einen kurzen Film über die medizinische Versorgung in Venezuela. Das Video veranschaulichte, wie venezolanische Bürger trotz einer schwierigen Reise Krankenhäuser in Kolumbien aufsuchten, da nur dort Medikamente und Versorgung vorhanden seien. Bemerkenswert erläuterte sie außerdem die Verantwortung der venezolanischen Regierung, welche nicht nur versucht habe die Krisensituation zu verheimlichen, sondern zusätzlich den Zugang internationaler Hilfe erschweren würde.

In einer abschließenden Fragerunde haben daraufhin einige Teilnehmer von ihren eigenen Erfahrungen berichtet, die bildhaft und emotional die von den Dozentinnen vorgetragenen Probleme demonstrierten und die „trockenen“ Zahlen  mit Geschichten füllte. Offen blieb allerdings, wie eine schnelle Hilfe erreicht werden könnte, denn eine Lösung für die humanitäre Krise scheint so schnell nicht in Sicht zu sein.

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