Veranstaltungsberichte

NAFTA Neuverhandlungen: Modernisierung oder Rückschritt? Eine kanadische Perspektive

KACIRSS-Frühstück mit Daniel Schwanen
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "KACIRSS Frühstück", lud das Konrad Adenauer Center for International Relations and Security Studies im Juni zum Frühstück mit Daniel Schwanen, Vizepräsident des C.D. Howe Instituts, ein. Thema des KACIRSS-Frühstück war der Stand und die Zukunft der NAFTA-Verhandlungen.

Am 7. Juni 2018 analysierte Daniel Schwanen, Vizepräsident des C.D. Howe Instituts, Kanada im KACIRSS-Frühstück den Stand der NAFTA-Verhandlungen zwischen Kanada, USA und Mexiko aus der kanadischen Perspektive.

Zu Beginn seines Impulsvortrags ging Schwanen zuerst auf die am 1. Juni von den USA verhängten Import-Zölle auf Stahl und Aluminium ein. Dabei betonte er, dass die USA neben den betroffenen Ländern mit dieser Maßnahme auch sich selbst und der eigenen Wirtschaft schaden. Dies betreffe vor allem die US-Handelsbilanz, da die durch die Zölle fehlenden Importe nicht durch Eigenproduktion im Inland kompensiert werden können. Auch skizzierte Schwanen Szenarien einer zukünftigen trilateralen Kooperation. Dabei hob er zum einen vor allem die Möglichkeit neuer Arten der Zusammenarbeit zum Beispiel zwischen Mexiko, Kanada und der Europäischen Union, zum anderen die tiefe Verbundenheit zwischen Kanada und Mexiko sowie die Notwendigkeit des Schulterschlusses der beiden Länder, hervor.

In der anschließenden Diskussionsrunde erörterten die anwesenden Experten, Diplomaten und Parteivertreter zusammen mit Schwanen die Haltung Kanadas gegenüber den USA und Mexiko. Dabei stellte Schwanen fest, dass Mexiko und Kanada bereits in der Frage des Irak-Kriegs eng zusammen gearbeitet haben. Die derzeitigen Beziehungen zu Mexiko seien „am höchsten Punkt“, so Schwanen. Bezüglich des Verhältnisses Kanadas zu den USA unter Trump machte er zum einen deutlich, dass Kanada als drittgrößter Stahlproduzent eine starke Verhandlungsposition innehabe. Des Weiteren verwies er auf die geographische und historische Komponente der USA-Kanada Beziehungen. Abschließend erinnerte Schwanen die Gäste an die Wichtigkeit des NAFTA-Abkommens für alle drei Verhandlungspartner und bezeichnete das Fortbestehen dessen als „notwendige, gemeinsame Vision“.

Ansprechpartner

Nicole Stopfer

Nicole Stopfer bild

Projektkoordinatorin, Konrad Adenauer Center for International Relations and Security Studies (KACIRSS)

nicole.stopfer@kas.de +52 55 5566 4599
Konrad Adenauer Center for International Relations and Security Studies (KACIRSS)

Über diese Reihe

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