Veranstaltungsberichte

Nuklearwaffen heute - die verdrängte Wirklichkeit eines neuen Rüstungswettlaufs

von Stefan Gehrold
Abendveranstaltung mit Marco Seliger, dem Chefredakteur des "loyal" Magazins
Im Jahr 1987 stellte der INF-Vertrag das Ende eines atomaren Wettrüstens dar. Durch das Aufkündigen dieses Vertrages als symbolischer Meilenstein der Völkerverständigung, schüren sich Ängste über einen erneuten Rüstungswettlauf.

Das Hermann-Ehlers-Bildungsforum der KAS nahm die erneuten internationalen Auseinandersetzungen in Berzug zu Atomwaffenaufrüstungen verschiedener Nationen als Anlass, um in zeitlicher Nähe eine Diskussionsveranstaltung zur Atomaufrüstung zu organisieren.

Der Referent, der Chefredakteur des "loyal"- Magazins ist, bezog sich in seinen Ausführungen auf den heutigen Stand und verglich diesen mit der Zeit des Kalten Krieges. Besonders wird auf die heutigen Gefahren durch verbesserte Technologien und geringerer Hemmschwellen in Bezug auf sogenannte "taktische Nuklearwaffen" hingewiesen.

Es wurde einerseits auf neue Abschussmöglichkeiten durch entwickelte Technologien eingegangen, andererseits auf die erhöhte Zahl von Atomwaffennationen und deren Sprengköpfe. Der Vergleich zu den Zeiten des INF-Vertrages zeigte das erneute Eskallationsrisiko. Seliger machte den Teilnehmern klar, dass auch Europa immer mehr an Bedeutung als geografisch strategischen Standort, durch die neuen Abschussmöglichkeiten verliert. Der Referent machte klar, dass erneute Gespräche über atomare Abrüstungsverträge unrealistisch erscheinen. Da aufgrund eben dieser Entwicklungen Abrüstung für Nationen, die sich immer mehr von feindseligen Nationen, die in Besitz von Atomwaffen sind, umzingelt sehen, keine Option darstellt.

Nach dem Referat entwickelte sich eine Diskussion mit dem Publikum.


Text verfasst von: Dr. Stefan Gehrold
Text veröffentlicht von: Esther Hildebrand
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Oldenburg