Veranstaltungsberichte

Perspektiven für die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen

Am 29. Juni 2012 veranstaltete die KAS | Shanghai für die KAS-SIFT-Stipendiaten 2011/2012 eine Exkursion, um ihnen die Rolle deutscher Unternehmen in der Jangtse-Region näher zu bringen.

Das Jangtse-Delta ist weltweit eine der wichtigsten Region für deutsche Investitionen. Dort sind etwa genau so viele deutsche Unternehmen aktiv wie in den gesamten USA. Da sie gerade in dieser Region zunehmend höherwertige Produkte herstellen und damit begonnen haben auch Forschung & Entwicklung durchführen, leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel in Shanghai und den angrenzenden Provinzen.

Einen neuen Schwerpunkt bei den Aktivitäten deutscher Konzerne in China bildet der Bereich energiesparender, klimafreundlicher Technologien. Vor diesem Hintergrund besichtigten die Studenten im ersten Teil der Exkursion das German Energy Center & College (GECC) im Shanghaier Stadtteil Pudong. Der Regionalleiter China des GECC, Johannes Grünhage, präsentierte im Rahmen der Besichtigung Perspektiven für die Anwendung energiesparender Technologien in Gebäuden in China. Im GECC werden solche Produkte ausgestellt und angewendet. Das Potential für Energieeinsparung in Gebäuden in China ist enorm, denn 40% des Energieverbrauchs stammt aus Gebäuden. Jedoch müssten - etwa durch die Erhöhung der Energiepreise - noch mehr Anreize dafür geschaffen werden, energieeffizient zu bauen.

Im zweiten Teil der Exkursion besuchten die Stipendiaten die Deutsche Außenhandelskammer (AHK) in Shanghai. Christoph Angerbauer, General Manager von German Industry & Commerce (GIC) in Shanghai erläuterte zunächst die Aufgaben der Handelskammer und stellte Perspektiven für die deutschen Wirtschaftsaktivitäten in der Region vor. Eine wichtige Veränderung der Situation deutscher Unternehmen sieht er in dem zunehmenden Wettbewerb mit chinesischen Konkurrenten, da die Qualität ihrer Produkte rapide zunimmt. Einen Engpass sehen viele deutsche Unternehmer in dem Zugang zu qualifiziertem Personal, weshalb verstärkt in die Ausbildung investiert wird. Die AHK beteiligt sich an diesem Prozess indem sie Trainingsprogramme anbietet und Prüfungen im Rahmen des dualen Ausbildungssystems abnimmt. Auch Herr Angerbauer hob zudem die wachsende Bedeutung deutscher umweltfreundlicher Technologien hervor, für die der Markt in China schnell wachse.

Ansprechpartner

Tim Wenniges

Exkursion GECC

Über diese Reihe

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