Veranstaltungsberichte

Politik und Wirtschaft in der Europäischen Union

von Friedrich Christian Matthäus
XI. MIRIN
Während des Schulverbundswettbewerbs der Internationalen Beziehungen diskutieren Schülerinnen und Schüler die aktuellen Krisenherde der Internationalen Politik und Wirtschaft und üben sich so in der öffentlichen Debatte und in Rhetorik.

Das Auslandsbüro unterstützt den inzwischen in seiner elften Edition stattfindenden Schulverbundswettbewerb der Internationalen Beziehungen (MIRIN), welcher vom Institut für Internationale Beziehungen der Päpstlichen Katholischen Universität von Rio de Janeiro (PUC-Rio) organisiert wird.

In diesem Jahr konnten über 150 Schülerinnen und Schüler aus dem Bundesstaat Rio de Janeiro begrüßt werden, die in sieben Komitees die aktuellen Brandherde der Internationalen Politik und Wirtschaft diskutieren: So wurde unter anderem eine Sitzung der Afrikanischen Union simuliert, in der die Sicherheit am Horn von Afrika vor den Küsten Somalias im Vordergrund stand ebenso wie sich die G20 mit multilateralen Handelsabkommen zwischen Industrie-und Schwellenländern auseinandersetzten und die Agenda des fiktiven Europäischen Rats „Sparpolitik, Stabilität und Wachstum: Neue Vereinbarungen in Zeiten der Krise" lautete.

Christian Matthäus, Stellvertretender Leiter der KAS Brasilien, hielt vor den betreuenden Pädagogen einen Vortrag unter dem Titel „Politik und Wirtschaft in der Europäischen Union“ zur aktuellen Situation in der Europäischen Union nach der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Italien. Er verwies gleich zu Beginn seiner Abhandlung auf die historische Leistung der Union und ihrer Vorgängerorganisationen, historisch einmalig in der Geschichte des Kontinents, dauerhaften Frieden zwischen den europäischen Völkern geschaffen zu haben. Die Prinzipien von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und freier Meinungsäußerung seien dabei Leitbilder und Garanten für das weitere Gelingen des Europäischen Projekts. Die Erfolge der Außenpolitik Europas zeigten sich insbesondere an der Attraktivität dieses freiheitlich-demokratischen Ideals – Matthäus skizzierte dabei die wirtschaftliche und politische Entwicklung Albaniens, das eine Woche zuvor den Status eines Offiziellen Beitrittskandidaten zugebilligt bekam und so den Weg weiterer Demokratisierung und Liberalisierung seiner Gesellschaft in noch engerer Anbindung an die EU wird beschreiten können. In der sich an den Vortrag anschließenden lebhaften Diskussion gingen die Lehrkräfte auf das Verhältnis zwischen der EU und Russland in der aktuellen Ukraine-Krise ein und diskutierten mit dem Vortragenden Sinn und Notwendigkeit von Austeritätspolitik im Zusammenspiel von Europäischer Zentralbank, EU-Kommission, EU-Parlament und dem Rat der Europäischen Union. Auch die Rolle Deutschlands als größte Volkswirtschaft der Union und seine Verantwortung als Führungsmacht sowie die vermeintlich ähnliche Rolle Brasiliens in Lateinamerika wurde debattiert.

Im Anschluss an den Vortrag tauschte sich Herr Matthäus noch mit zahlreichen Schülerinnen und Schülern über Verhandlungstaktiken in den Komitees aus.

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XI. MIRIN - Schulverbundswettbewerb der Internationalen Beziehungen

Über diese Reihe

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