Veranstaltungsberichte

Schülerzeitung zum Selbermachen

von Kateryna Bilotserkovets
2. Schule für Medienkompetenz
Vom 24.-30. Juni 2018 fand im ethnischen Komplex "Ukrainisches Dorf" nahe Kiew die Sommerschule für Medienkompetenz "Schülerzeitung zum Selbermachen" statt. Daran beteilgten sich 30 Oberschüler und 6 Lehrerinnen aus Mariupol, Rubishne, Slowjansk, Perschotrawensk, Lyssytschansk und Sewerodonezk.
Absolventen der 2. Schule für Medienkompetenz, 30. Juni 2018
Absolventen der 2. Schule für Medienkompetenz, 30. Juni 2018

Für den Journalismus interessieren sich die Schüler nach den Integrierten Kursen für Medienkompetenz in den Schulen und/oder in entsprechenden Zirkeln. Mancher hat bereits Berichte für lokale oder Schulzeitungen geschrieben oder auch im lokalen TV mitgewirkt. Mancher träumt davon, in der Zukunft als Journalist zu arbeiten, daher waren alle hochmotiviert! Alle waren bereit, sich nicht nur als verantwortungsvolle Informationsverbraucher zu zeigen, sondern auch praktische Fertigkeiten zu bekommen, um Schulzeitungen kreieren zu können.

Nach den Berichten über die Tätigkeit der Veranstalter, der Akademie der ukrainischen Presse und des KAS-Auslandsbüros Kiew, machten sich die Teilnehmer ans Werk. Das Endziel der Veranstaltung war ja die Verfassung von zwei Schulzeitungen, und das Programm umfasste neben der Schulung auch zwei Exkursionen und vier Interviews mit führenden ukrainischen Journalisten, die mit Recht als angesehene Personen der ukrainischen Medienszene gelten. Das waren: Wolodymyr Risun, Direktor des Instituts für Journalismus der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew, Wolodymyr Mostowy, Gründer der Zeitung „Dserkalo Tyshnja“ (Wochenspiegel), langjähriger Vorsitzender des Ausschusses für Medienethik, Serhij Tomileno, Vorsitzender des Nationalen Journalistenverbandes, und Andrij Kulykow, Gründer von HromadskeUA und heutiger Vorsitzender des Ausschusses für Medienethik.

Nach der Einführung wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen (Redaktionen) geteilt, sie erhielten notwendige Informationen über technische Parameter der zu verfassenden Zeitungen und trafen dann alle Entscheidungen selbständig, wobei sie sich von Prinzipien der Demokratie leiten ließen. Der Name der Zeitung wurde im Brainstorming mit anschließender Abstimmung gewählt, es wurden Chefredakteure gewählt, Rollen und Aufgaben verteilt. Die Gruppen wurden durch erfahrene Medientrainer geleitet wie Prof. Dr. Valeri Iwanow, Serhij Tschernjawsky, Wolodymyr Semljany und Dr. Andrij Jurytschko. Sie teilten mit den Schülern ihre praktischen Erfahrungen und halfen ihnen mit fachkundigen Empfehlungen bei der Verfassung von Beiträgen.

Es war interessant zu verfolgen, wie die Schüler Empfehlungen der Trainer anwandten, wie sie Fachbegriffe beherrschten und wie mannigfaltig und gesellschaftlich wichtig die Themen waren, auf die sie in ihren Beiträgen eingingen. Das waren Überlegungen über die Beilegung von Konflikten, Interviews mit den Trainern der Schule, Fragen der Berufswahl, Gedanken über die Aufgaben des Journalismus, Aufarbeitung der Geschichte, aber auch Eindrücke von der Sommerschule und vom Aufenthalt im "Ukrainischen Dorf".

Hervorzuheben seien hohe Motivation und Verantwortung der jungen Journalisten und Redakteure, die ihre Artikel rechtzeitig verfassten, bei der Suche nach dem besten Foto oder der triftigsten Schlagzeile nicht aufgaben und dem Projekt bis zur späten Umsetzung des Layouts treu blieben.

Die Arbeitsergebnisse (Schulzeitungen) der zwei Teams sind hier herunterzuladen: SCHATYR und Medienrobbe.

Ansprechpartner

Kateryna Bilotserkovets

Kateryna Bilotserkovets bild

Projektkoordinatorin Europäische Integration (Kiew)

Kateryna.Bilotserkovets@kas.de +380 44 492 7443 +380 44 4927443

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.