Veranstaltungsberichte

Seminar „Erinnern für die Zukunft“ für die Gruppe Mykolajiw-Tschernihiw

von Iuliia Skok
Vom 22.-24. Februar und vom 28.-30. März 2019 fanden in Mykolajiw bzw. Tschernihiw zwei Etappen des Seminars „Erinnern für die Zukunft“ für die Gruppe Mykolajiw-Tschernihiw statt, an dem Geschichtsstudenten aus den Oblasten Mykolajiw und Tschernihiw teilnahmen.
Participants Alex Apunevich
Participants

Das Projekt „Erinnern für die Zukunft“ wird seit 2004 in Zusammenarbeit mit der NGO „Institut für politische Bildung“ umgesetzt und zielt auf die Findung einer gemeinsamen Verständigung der Geschichte zwischen Vertretern verschiedener Regionen der Ukraine ab, in welchen historische Fakten und Gestalten oft kontrovers wahrgenommen werden. Solche Schulungen für Geschichtsstudenten tragen zur Bewältigung von Stereotypen und Unvoreingenommenheiten gegenüber Vertretern aus anderen Regionen bei.

Innerhalb von mehreren Jahren seines Bestehens erlebte das Projekt inhaltliche Änderungen je nach historischen Fragen, die im ukrainischen historischen Diskurs dominierten. Seit drei Jahren wird über die jüdische Geschichte der Ukraine, historische Mythen im Kontext der ukrainisch-russischen Beziehungen, Manipulationen und Gestaltung des historischen Gedächtnisses, Kollaborationismus während des Zweiten Weltkrieges, Dekommunisierung und offenen Zugang zu Archiven der sowjetischen Geheimdienste, Werteorientierungen der Menschen in verschiedenen Regionen der Ukraine, Kommunizieren von Tragödien der Vergangenheit und Geschichte der ukrainischen Kirche intensiv diskutiert.     

Als Referenten traten sowohl Leiter staatlicher Geschichtsinstitutionen (Institut für nationales Gedächtnis, KGB-Archiv) als auch Gründer und Lektoren verschiedener historischer Initiativen (Internetzeitung „Historische Wahrheit“, Aufklärungsprojekt „Alphabetisierung. Historische Front“) auf. Diesmal fungierten als Referenten auf beiden Seminaren: Kyrylo Haluschko, Iwan Homenjuk, Olexandr Solontaj, Andrij Kohut, Olexandr Sintschenko, Wolodymyr Wjatrowytsch, Jaryna Jassynewytsch, Olha Kowalewska, Ljubomyr Hryzak, Jana Prymatschenko, Hennadi Jefimenko, Taras Antoschewsky, Wachtang Kipian.

Bereits im Herbst werden die Seminare für die Historiker-Gruppen aus Luzk und Donezk stattfinden.    

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Ansprechpartner

Gabriele Baumann

Gabriele Baumann KAS

Leiterin des Projekts Nordische Länder (in Vorbereitung)

Gabriele.Baumann@kas.de 030 26996 - 3359, 3367 und 3381
Ansprechpartner

Iuliia Skok

Iuliia  Skok bild

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektassistentin (Kiew)

Iuliia.Skok@kas.de +380 44 4927443 +380 44 4927443

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.