Veranstaltungsberichte

Seminar „Politische Kommunikation und Jugend“

von Leonardo Fernández

Die Teilnehmer waren Delegierte der Christdemokratischen Jugend

Der Workshop "Politische Kommunikation und Jugend" wurde gemeinsam mit der Christdemokratischen Jugend durchgeführt und von Fachleuten aus Deutschland, Uruguay und Chile besucht.
Seminario de comunicación política para jóvenes
Seminario de comunicación política para jóvenes

Am 8. und 9. Dezember 2018 fand gemeinsam mit der Christdemokratischen Jugend (JDC) der Workshop „Politische Kommunikation und Jugend“ statt. Veranstaltungsort war das Stanford Hotel und unter den Anwesenden befanden sich Experten aus Deutschland, Uruguay und Chile. Darüber hinaus nahmen junge Delegierte der JDC aus verschiedenen Regionen des Landes teil.

Der erste Tag begann mit einer Begrüßung durch Leonardo Fernández, Projektkoordinator der KAS Chile, Felipe Delpin, Vizepräsident der Christdemokraten in Chile, Eugenio Ortega, Direktor des Centro Democracia y Comunidad, Manuel Gallardo, Präsident der JDC und Armando Castaingdabeat, Präsident der Jugend der Partei aus Uruguay, Partido Nacional.

Darauf folgte der erste Vortrag. Juan Cristóbal Portales, Doktor in politischer Kommunikation und Leiter für Kommunikation der Christdemokraten in Chile, sprach über „Herausforderungen der Kommunikation in der Christdemokratie“. In seinem Vortrag stellte Portales fest, dass die Bevölkerung sowohl den Medien als auch dem politischen System misstraue. Die Christdemokraten sollten darauf reagieren, indem sie sich mit neuen Schwerpunkten wie beispielsweise der Geschlechtergerechtigkeit innerhalb der Partei stärker auseinander setzten. Weiterhin erklärte er, dass in dieser Vertrauenskrise vor allem das Misstrauen in die Institutionen und das damit verbundene Fehlen von Stabilität hervorgehoben werden müsste. Die Christdemokraten könnten sich somit als eine Partei positionieren, die der Bevölkerung ein Gefühl von Sicherheit zurückgibt.

Die darauffolgende Präsentation wurde von dem deutschen Markus Ruschke, politischer Berater und ehemaliger Leiter der Jungen Union (JU) in Hamburg, gehalten. Ruschke ging auf die Erfahrungen der JU bei der Rekrutierung neuer Mitglieder und effektiver Kommunikationsstrategien ein.

Abschließend war Federico Irazabal aus Uruguay an der Reihe. Der Soziologe und politische Berater ging in seinen Ausführungen auf „Gute und schlechte Praktiken der politischen Kommunikation“ ein. Dabei präsentierte er eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Entwicklung einer guten Kommunikationsstrategie für die Politik und gab den Teilnehmern konkrete Tipps mit.

Der 9. Dezember begann mit einem Vortrag von Armando Castaingdabeat mit dem Titel „Der Wahlerfolg der Jugend der Partido Nacional Uruguays“. Darin erläuterte er die Strategien der Jungen Partido Nacional für die Anwerbung von Mitgliedern und einer Stärkung des politischen Bewusstseins in der Bevölkerung. Diese Strategien erhöhten die Beliebtheit der Partei und ihren Kandidaten.

Zuletzt kam noch einmal Federico Irazabal zu Wort und veranschaulichte die Nutzung sozialer Netzwerke bei Wahlkampagnen. Er bezog sich dabei auf seine Präsentation vom Vortag und betonte die Notwendigkeit einer korrekten Kommunikationsstrategie in sozialen Netzwerken. Dabei solle unbedingt auf die Sprache geachtet werden, die sich an das junge Publikum anpassen sollte.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.