Veranstaltungsberichte

Starke Kommunen für ein starkes Land

Zweiter Regionalworkshop zur Ausbildung von Bürgermeistern und Gemeindevertretern in Melo
Das Departement Cerro Largo mit dem beschaulichen Städtchen Melo war Austragungsort des zweiten Regionalworkshops zur Stärkung von Kommunalpolitikern in Uruguay. Gemeinsam mit dem Studienzentrum der Partei Partido Nacional hatte die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. in Form mehrere Experten viel Know-How für die Bürgermeister und Gemeinderäte aus den Departements Cerro Largo, Treinta y Tres, Lavalleja und Rocha im Gepäck.

In ihren Begrüßungsworten erklärten der Regierungschef Sergio Botana, der Abgeordnete für Cerro Largo José Yurramendi sowie die Vorsitzende des Landesverbands der Nationalpartei Miriam Álvez den fortgeschrittenen Stand kommunaler Selbstverwaltung in ihrer Region, der die Grundlage für einen nachhaltige Entwicklung im immer noch stark zentralistischen Uruguay sei.

Ein erster Workshop nahm die Teilnehmer mit in die Welt des öffentlichen Rechts und der Grundlagen der öffentlichen Verwaltung. Dr. Gustavo Igarza differenzierte bis ins kleinste die unterschiedlichen Zuständigkeiten der uruguayischen Regierungsebenen sowie Fragen des Arbeitsrechts. Die Bürgermeister und Gemeindevertreter unterstrichen ihrerseits in der Diskussion die Forderung nach einem universitären Standort in ihrer Region, um der Bevölkerung eine weiterführende Bildung zu ermöglichen.

Am Nachmittag stand die uruguayische Wirtschaft im Mittelpunkt. Die Ökonomin Azucena Arbeleche führte mit großer Dynamik durch Grundlegendes der Makro- und Mikroökonomie. In einer Gruppenarbeit mussten die Teilnehmer selbst mit Produktionskosten, Steuerniveau und Arbeitsmarktanreizen umgehen und geeignete Lösungen finden.

Die Direktorin des Studienzentrums der Partido Nacional Elena Baldoira erläuterte abschließend, wie gutes Projektmanagement gelingen kann. Wer klare Schritte befolge, gut plane und kommuniziere, garantiere den Erfolg kommunaler Projekte, so die Ökonomin. Der Bürgermeister von Plácido Rosas Diego Fernández Acuña ergänzte die Ausführungen durch seine Praxiserfahrungen und diskutierte mit den Teilnehmern in einem Workshop deren eigene Best-Practice-Beispiele aus dem Alltag.

In seinen Abschlussworten dankte der Regierungschef des Departements Cerro Largo Sergio Botana dem Studienzentrum der Nationalpartei sowie der KAS für ihren landesweiten Einsatz für eine professionellere kommunale Selbstverwaltung. Die Teilnehmer zeigten sich überzeugt, dass mit handfestem Know-How und vielen Anregungen in ihre Ortschaften und Kleinstädte zurückkehrten.

Elena Baldoira, CEPN, Übersetzung David Brähler

Über diese Reihe

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