Veranstaltungsberichte

Studien- und Dialogprogramm für Nachwuchskräfte aus Israel vom 24. bis 28. Juni 2018 in Berlin

Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung sind diese Woche Nachwuchskräfte aus Israel zu Gast in Berlin.

Ziel des Studien- und Dialogprogramms ist es, gemeinsame Interessen und neue Ansätze in den diplomatischen Beziehungen zwischen der EU bzw. Deutschland und Israel zu identifizieren und Grundlagen für eine tiefere Einsicht in unterschiedliche Sichtweisen bezüglich kritischer Themen und ihrer Ursachen, beispielsweise des israelisch- palästinensischen Konflikts, zu legen sowie ein gegenseitiges Verständnis für die jeweiligen Standpunkte und politische sowie nationale Prioritäten, wie etwa Israels verstärktes Sicherheitsbedürfnis, aufzubauen. Ferner sollen die Gespräche zum Erfahrungsaustausch im Arbeitsfeld der deutschen und israelischen Außenpolitik und zur Etablierung einer gemeinsamen Handlungsbasis und eines Kooperationsnetzwerks dienen.

Das Besucherprogramm wurde vom Team Inlandsprogramme organisiert und von Dr. Alexander Brakel, Leiter des Auslandsbüros Israel, begleitet.

In den letzten Jahren stehen die israelisch-europäischen Beziehungen insbesondere vor dem Hintergrund des Israel-Palästina-Konflikts, der wachsenden Polarisierung innerhalb der israelischen Gesellschaft sowie den unterschiedlichen Perspektiven der europäischen Regierungen und der europäischen Öffentlichkeit vor zunehmenden Herausforderungen. Wenngleich die Geschichte der israelisch-europäischen und insbesondere der israelisch-deutschen Beziehungen stets wechselhaft war, scheint die politische Distanz zwischen Deutschland und Israel zunehmend größer zu werden. Beide Akteure sind im Hinblick auf gemeinsame Herausforderungen und Interessen jedoch derart eng verflochten, dass sich vor allem die junge Generation in Israel und Deutschland Missverständnisse oder gar einen Prozess der Entfremdung nicht leisten kann. Aufgrund der aktuellen Sachlage besteht allerdings die Gefahr, dass die nächste Generation an politischen Entscheidungsträgern sowohl in Deutschland als auch in Israel weniger zu Kooperationen geneigt sein wird, was vornehmlich durch falsche Vorstellungen des Gegenübers und des Mangels an laufenden Interaktionen geschuldet ist.

Die Teilnehmer der Delegationsreise kommen aus dem Projektumfeld der Konrad-Adenauer-Stiftung in Israel und sind mit ihren Standpunkten, Zielen und Werten vertraut.

Verantwortlich für die Durchführung von Seiten des Teams Inlandsprogramme: Christina Baade

Organisation: Andrea Poulios

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Über diese Reihe

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Berlin Deutschland