Veranstaltungsberichte

The Future of Middle Eastern Cyber Warfare

Treffen der Mediterranean Advisory Group
Expertenworkshop zu den aktuellsten Entwicklungen in den Bereichen Cyber-Sicherheit und Cyber-Kriegsführung in der MENA Region

Die MENA-Region hat sich in den letzten Jahren zu einem zentralen Schauplatz für Cyber-Kriegsführung entwickelt, die die aktuellen geopolitischen Auseinandersetzungen weiter verschärft. Um zu einem besseren Verständnis über die Auswirkungen auf regionale Sicherheit beizutragen, lud das KAS Regionalprogramm von 26.-27. April renommierte Experten aus Deutschland, Europa, den USA und der MENA-Region zu einem Expertenworkshop „The Future of Middle Eastern Cyber Warfare“ ein.

Die Diskussionen im Rahmen des Workshops behandelten insbesondere Fragen nach den Kapazitäten und Verwundbarkeiten staatlicher und nicht-staatlicher Akteure im Cyberbereich in der MENA-Region, den Entwicklungen, die in dieser Hinsicht zu erwarten sind, und wie mit diesen Entwicklungen im Rahmen internationalen Rechts und internationaler Normen umgegangen wird. Die Experten beleuchteten hierbei sowohl die Rolle staatlicher als auch nicht-staatlicher Akteure.

Cyberkriegsführung als sich rasant entwickelndes Phänomen ist durch eine Vielfalt an Formen, Angriffszielen und Motivationen geprägt. So können Cyberangriffe gegen physische Ziele gerichtet sein, um deren Funktionsfähigkeit zu beeinträchtigen, Systeme zeitweise oder dauerhaft lahmzulegen, oder um an sensitive Daten zu gelangen. Informationskriegsführung als weitere Form zielt hingegen auf die Beeinflussung öffentlicher Meinung ab, beispielsweise durch die Verbreitung von Falschmeldungen. Ziele dieser Cyberangriffe können hierbei sowohl Regierungen, der Privatsektor als auch Individuen sein. Auch die Angreifer bewegen sich auf einem weiten Spektrum von Individuen, kriminellen Gruppierungen, politisch-motivierten privaten Hackergruppen, bis hin zu staatlich unterstützten und teils sogar integrierten Hacker-Gruppierungen.

Diese diversen Motivationen und Formen von Cyberkriegsführung erschweren ein tiefgehendes Verständnis des Phänomens und der möglichen Reaktionen hierauf. Es ist aus diesem Grund unabdingbar, Expertise in diesem Bereich aufzubauen. Das Treffen brachte daher nicht nur Vertreter aus Regierungen, sondern auch aus dem Privatsektor und Think Tanks zusammen, um durch den Einbezug der verschiedenen Perspektiven zu einem umfassenderen Verständnis von Cyberkriegsführung und deren Auswirkungen auf regionale Sicherheit in der MENA-Region beizutragen.

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.