Veranstaltungsberichte

Übergabe des Dialogforums C20

Am Montag, den 3. Dezember, fand die Übergabe des Dialogforums Civil 20 (C20) von Argentinien an Japan in Buenos Aires statt. Diese Veranstaltung wurde von der Konrad-Adenauer-Stiftung mitorganisiert. Japan hat seit dem Ende des argentinischen G20-Gipfels am 01. Dezember den Vorsitz der Gruppe inne.
C20
C20

Die Veranstaltung begann mit einem gemeinsamen Frühstück zur Netzwerkbildung. Nach begrüßenden Worten von Olaf Jacob, dem Landesbeauftragten der Konrad-Adenauer-Stiftung, erklärte Hugo Wortman Jofre, der Präsident von Poder Ciudadano, Chair des C20, die Arbeitsweise und Erfolge des C20-Prozesses in Argentinien: Es arbeiteten 600 Nichtregierungsorganisationen aus 45 Ländern zusammen, um gemeinsame konkrete Politikempfehlungen für globale Probleme zu erarbeiten. Er präsentierte zudem das Abschlussdokument, das Präsident Macri übergeben worden war. Dieses beinhaltet beispielsweise Strategien gegen Korruption und Themen wie Bildung, Gesundheit oder den Klimawandel. Außerdem wurden Statements, die in Zusammenarbeit mit andern Dialogforen entstanden sind, darunter Women20, Youth20 und Science20, erarbeitet und veröffentlicht. Anschließend präsentierten Yuka Iwatsuki, Vertreter der japanischen Zivilgesellschaft, und Masaki Inaba, Sherpa des japanischen C20, den Plan und die Prioritäten des Forums für kommendes Jahr. Dabei stellte Herr Inaba unter anderem die Daten der physischen (?) Treffen vor. Zusätzlich erläuterte er verschiedene Prioriäten der Agenda, zum Beispiel Umweltverschmutzung oder die Veralterung der Gesellschaft in den Industrieländern. Auch der argentinische Schwerpunkt der Infrastruktur zur Armutsbekämpfung soll fortgeführt werden. Danach diskutierte der Sherpa der G20, Pedro Villagra Delgado und die Finanz-Deputy Laura Jaitman mit der Sherpa des C20, María Emilia Berazategui, und Pablo Secchi (Poder Ciudadano) über den Ausgang des diesjährigen Gipfels. Dabei fokussierten sich die Redner auf Konsensfindung für die Abschlusserklärung der G20 sowie der derzeitigen Wirtschaftskrise Argentiniens, die die G20-Gipfelkonferenz überschattete. Die Hauptredner waren sich über den Erfolg des Treffens einig. Auch zukünftige Herausforderungen wurden besprochen und die argentinischen Vertreter boten den anwesenden Japanern ihre Unterstützung an. Zudem wiesen sie darauf hin, die Dialogforen frühzeitig in den G20-Prozess miteinzubinden und mit dem Nachfolger des G20-Vorsitzes zusammenzuarbeiten, um die Kontinuität der Themen zu gewährleisten. Der Co-Chair des diesjährigen C20-Prozesses in Argentinien, Guillermo Correa (RACI), sprach in seiner abschließenden Rede über die Notwendigkeit einer organisierten Bürgergesellschaft und ihren Beitrag zur Agenda 2030.


Lea Kessler

Ansprechpartner

Olaf Jacob

Landesbeauftragter der KAS in Argentinien

olaf.jacob@kas.de +54 11 4326-2552

Über diese Reihe

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