Veranstaltungsberichte

Walter Reuter Preis 2018

Der Deutsche Journalistenpreis Walter Reuter (PAPWR) ist eine Auszeichnung für mexikanische und lateinamerikanische Journalisten, die in mexikanischen Medien publizieren. Alle Journalisten, die in Printmedien, im Radio, im Fernsehen oder im Internet publizieren, können teilnehmen.

Es ist eine Initiative in der, zum ersten Mal in der Geschichte, neun deutsche Institutionen,

• die Botschaft von Deutschland in Mexiko,

• das Goethe-Institut Mexiko,

• die Konrad-Adenauer-Stiftung,

• die Heinrich-Böll-Stiftung,

• die Friedrich-Ebert-Stiftung,

• die Rosa-Luxemburg-Stiftung,

• die Friedrich-Naumann-Freiheits-Stiftung,

• die Deutsch-Mexikanische Industrie- und Handelskammer

• und die Deutsche Welle

mit sehr unterschiedlichen Interessen und Arbeitsfeldern zusammenkommen, um die Meinungsfreiheit zu fördern und Qualitätsjournalismus in Mexiko wertzuschätzen. Mit dieser Auszeichnung will man des Weiteren dazu ermutigen, dass die Journalisten aktuelle Themen mit Professionalität und Tiefe behandeln.

In diesem Jahr lautet das Thema des PAPWR:

"Wahlen 2018: Eine Feuerprobe für die mexikanische Demokratie?"

Demokratie, bei wesentlicher Betrachtung, ist viel mehr als ein Regelwerk, um diejenigen auszuwählen, die uns regieren, zu verstehen. Wahlprozesse sind jedoch ein konstitutiver Aspekt einer jeder Demokratie, so dass der grundlegende Indikator für eine demokratische Gesellschaft die Existenz freier Wahlen ist. Die Bürgerbeteiligung an Wahlprozessen wiederum ist eine Möglichkeit, das demokratische Regime insgesamt zu legitimieren.

In Bezug auf den mexikanischen Wahlkampf lassen sich aus demokratischer Sicht mehrere beunruhigende Phänomene beobachten. Auf der einen Seite hat die Organisation der amerikanischen Staaten angeprangert, dass durchschnittlich alle 4 oder 5 Tage ein Kandidat getötet wird. Auf der anderen Seite wurden in den letzten Monaten einige der Regeln im Zusammenhang mit dem Wahlprozess geändert, was erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklung der Wahlen haben könnte. Dazu gehören das neue Gesetz, das die Zuweisung der offiziellen Werbung regelt, und die Normen, die die Bedingungen für den Wettbewerb unabhängiger Kandidaten regeln. Im Hinblick auf den normativen Rahmen, der das Handeln aller Demokratien regelt, ist es fundamental, dass er einen transparenten und inklusiven Wahlprozess garantieren kann.

Bis zum 1. Oktober 2018 können sich Journalisten aus ganz Lateinamerika mit Wohnsitz in Mexiko, die zwischen dem 1. Oktober 2017 und dem 30. September 2018 eine Arbeit zum Thema des Preises veröffentlicht haben, bewerben.

Eine der Hauptneuheiten dieser Ausgabe ist, dass drei unabhängige Kategorien geschaffen wurden, um Werke

a) aus Radio und Fernsehen

b) aus der Schriftlichen Presse und

c) aus Fotografie und Karikatur

zu prämieren.

Wir laden die komplette, interessierte journalistische Gemeinschaft ein, sich die neuen Kriterien des Preises anzusehen und ihre Arbeiten zu einzureichen.

Weitere Informationen:

http://papwr.org/

Ansprechpartner

Christian Bilfinger

Christian Bilfinger bild

Referent Flüchtlings- und Migrationspolitik

christian.bilfinger@kas.de +49 30-26996-3825

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.