Veranstaltungsberichte

Warschau - Ostpreussen - Danzig: von Backsteingotik und Bernsteinstrasse zu den Gutshöfen Masurens

Eine politische Kulturreise 1. bis 8. Juli 2018

Die zweite Reise des Freundeskreises in diesem Jahr ging von Warschau über Masuren nach Danzig. In Warschau erwartete Krzysztof Kramarz die Gruppe am Flughafen. Nach etwas Verzögerung wegen zweier fehlender Koffer (die glücklicherweise am nächsten Morgen im Hotel ankamen) ging es mit dem Bus kurz ins Hotel, bevor Ewa Pytlewska durch die Stadt führte.

Der zweite Reisetag startete mit einem Besuch des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Warschau. Projektkoordinator Piotr Womela gab einen exzellenten historischen und politischen Überblick über die deutsch-polnischen Beziehungen und diskutierte anschließend mit den 25 Teilnehmern. Im Anschluss wurden der Sejm und das Museum des Warschauer Aufstandes besichtigt.

Am 3. Juli hieß es dann, Abschied von Warschau zu nehmen und Masuren / Ermland mit dem Bus zu erkunden. Der erste Stopp war bei der Burg Heilsberg ((Lidzbark Warminski), durch die es auch eine Führung gab. Danach ging es weiter nach Rößel (Reszel) und Sensburg (Mragowo), wo übernachtet wurde.

Bei strahlendem Wetter startete der nächste Tag mit einer idyllischen Bootsfahrt von Lötzen (Gizycko) nach Angerburg (Wegorzewo), bevor es nach Jäcklack (Jeglawki) ging, dem Jokehnen von Arno Surminsis. Hier hatte die Gruppe viel Glück, denn ein Bauarbeiter öffnete die Türen vom Gutshof, der gerade zu einem Museum umgebaut wird. Das Gutsgelände von Steinort, das leider wie viele andere Gutsgelände stark renovierungsbedürftig ist, konnte nur von außen besichtigt werden. Zum Abschluss des Tages fuhr der Bus nach Rastenburg (Ketrzyn), bevor es wieder ins Hotel in Sensburg zurück ging.

Am 5. Juli wurde auf Wunsch der Reisenden ein Stopp bei der Wallfahrtskirche Heiligelinde (Święta Lipka) gemacht, um ein Orgelkonzert mit zu erleben. Der nächste Programmpunkt war das immer noch sehr beeindruckende Dönhoffstädt (Drogosze). Hier konnte der Freundeskreis den starken Verfall bei einer kurzen Führung durch das Innere sehen. Über Groß Schwansfeld (Labednik) ging es weiter nach Gallingen (Galiny) - einem Beispiel, wie mit viel Power eine Gutsanlage wiederhergestellt werden kann. Der Marketingleiter führte nach dem Mittagessen die Reisenden über das 300 ha große Gelände mit Gestüt und Hotel. Den Tagesabschluss bildete die "Kopernikus-Stadt" Allenstein (Olsztyn), wo durch das Museum für Ermland und Masuren sowie die Altstadt geführt wurde, bevor es hier ins Hotel ging.

Am nächsten Tag konnte die Gruppe einen Blick auf das ebenfalls verfallende Gut von Quittainen (Kwitajny) werfen, bevor auf dem Weg nach Danzig weitere Stopps in Preussisch-Holland (Pasłęk) und Elbing (Elbląg) waren. Nach einem kurzen Check-in im Danziger Hotel führte Krzysztof Kramarz durch das Speicherviertel, die Frauengasse und die imposante Marienkirche.

Anna Kowalewska-Mróz übernahm am 6. Juli die Stadtführung. Noch einmal ging es in die Altstadt, anschließend ins Nationalmuseum und zum Kloster Oliva, wo der Freundeskreis einem zweiten Orgelkonzert lauschte, und zum Museum des Zweiten Weltkriegs, bevor sich die Gruppe auf die Spuren von Günther Grass in Langfuhr begab (Denkmal, Haus, Schule). In diesem Danziger Ortsteil fand dann das Abschiedsessen statt.

Langsam hieß es Abschied nehmen. Der letzte Reisetag hielt noch einmal ein Highlight parat: die Führung durch das Europäische Solidarność-Zentrum. Im Ostsee-Kurort Zoppot (Sopot) hatte die Freundeskreis-Gruppe Freizeit, um zum Ende der erlebnisreichen Reise etwas durchzuatmen, bevor es zum Flughafen ging.

Ansprechpartner

Dr. Christine Wagner

Dr

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Christine.Wagner@kas.de +49 30 26996-3256 +49 30 26996-53256

Über diese Reihe

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