Veranstaltungsberichte

Wer hat Angst vor Deutschland?

Buchvorstellung mit Prof. Dr. Andreas Rödder

Prof. Dr. Andreas Rödder über Selbst- und Fremdwahrnehmung der Deutschen, die Geschichte der Beziehungen zu unseren europäischen Nachbarn und die Rolle Deutschlands im Gefüge der Europäischen Union.

Wer hat Angst vor Deutschland? Prof. Dr. Andreas Rödder über Selbst- und Fremdwahrnehmung der Deutschen, die Geschichte der Beziehungen zu unseren europäischen Nachbarn und die Rolle Deutschlands im Gefüge der Europäischen Union. Im Gespräch mit Prof. Dr. Jürgen Falter.

Rödder zeichnet die Geschichte Deutschlands im Verhältnis zu den europäischen Nachbarn der letzten 100 Jahre nach und beleuchtet dabei die Konkurrenz mit anderen Ländern als auch die Konflikte und Bündnisse, die Europa prägten. Die Selbstwahrnehmung Deutschlands weiche von der Wahrnehmung Deutschlands durch Nachbarstaaten verständlicherweise ab, ebenso werde Deutschland aber in Frankreich anders wahrgenommen als in Griechenland. Das sei, so Rödder, eine Folge der unterschiedlichen Beziehungen zu den einzelnen Staaten, der jeweiligen gemeinsamen Geschichte, aber auch des unterschiedlichen Gefüges hinsichtlich politischer und wirtschaftlicher Themenstellungen.

Ferner geht Rödder auf die Idee Europas ein, die ideellen und historischen Wurzeln der Europäischen Union und den Einfluss Deutschlands sowie anderer Mitgliedsstaaten auf Stabilität und Gleichgewicht in der Europäischen Union. Die EU müsse flexibler werden, dürfe nicht zu einem reinen Regelwerk verkommen, so Rödder. Es sei Sache der einzelnen Mitglieder, sich mit ihren nationalen Interessen stärker in die EU einzubringen. Auch müsse man den Brexit respektieren, schließlich sei es schwierig, sich neben Deutschland und Frankreich in einem System zu verwirklichen, das man selbst nie angestrebt und verwirklicht habe, auch wenn es erfolgreich sei.

Im Gespräch mit Prof. Dr. Jürgen Falter geht Rödder besonders auf die deutsch-französische Freundschaft ein und die ambivalente Selbstwahrnehmung der Deutschen. Die Anschließende Publikumsdiskussion erfreute sich reger Beteiligung.

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Marita Ellenbürger

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Über diese Reihe

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