Veranstaltungsberichte

Workshops „Politische Parteien im digitalen Zeitalter” in Bogotá, Cali, Medellín und Santa Marta

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat gemeinsam mit der Organisation “Extituto de Política Abierta“ in den Städten Bogotá, Cali, Medellín und Santa Marta das Sachbuch „Politische Parteien im Zeitalter der Digitalisierung – den Bürgern die Demokratie näherbringen“ vorgestellt.

An den   praxisorientierten Workshops nahmen verschiedene Akteure aus der Politik teil, darunter auch zukünftige Kandidaten, Politiker sowie Akademiker. Ziel der Veranstaltung war es, innovative digitale Methoden zu vermitteln, die sich insbesondere an Parteien und politische Bewegungen richten und den Kontakt zu den Bürgern verbessern sollen.

Die Workshops bestanden jeweils aus zwei Themenblöcken: Zuerst stellten die Autoren David Núñez, Sebastián Guanumen, Nicolás Díaz und Juliana Hernández die jeweils von ihnen verfassten Kapitel des Sachbuches vor und erläuterten deren zentrale Aspekte, wie zum Beispiel: Technologien für die Demokratie, kollektive Mikrofinanzierung, durch Transparenz charakterisiertes Open Government, Partizipation, Unterrepräsentation bestimmter Regionen in der Regierung, Kooperation und die Rolle der Frau in der Politik und im digitalen Zeitalter.

Im zweiten Teil des Workshops wurden den Teilnehmern in vier Arbeitsgemeinschaften die in der Publikation vorgestellten Methodologien und Instrumente vermittelt, die von den Teilnehmern in ihrem politischen Handeln selbstständig angewendet werden sollten.  

Im Rahmen des Workshops konzentrierte man sich vor allem auf folgende Aspekte: Mit der Methode „¡Ábrelo! – el Canvas para una Partido Político!” (Öffne es! – Das Business-Modell Canvas für Politische Parteien) soll der Zugang zu Daten, Informationen und Prozessen vereinfacht und gemeinsame Strategien für gesellschaftliche Probleme entworfen werden. Durch die Methode können außerdem politische Aktionen preiswerter gestaltet und die Interaktion zwischen Partei und Bürgern vereinfacht werden. Weiter wurde die Strategie „Teoría del Cambio para la Innovación”  (Theorie des Wandels für Innovationen) thematisiert. Damit sollte gezeigt werden, wie angestrebte Veränderungen umgesetzt werden können, welche Bedingungen es zu schaffen gilt und welche Schritte unternommen werden müssen. Die Methode erleichtert es den Parteien der Bevölkerung den Weg zu einer Veränderung darzustellen. In der Arbeitsgruppe „Prototipando Soluciones con Sprint” (Schaffung von typischen Lösungen mit Sprint) wurden Methoden zur Erstellung von digitalen Plattformen vermittelt, die auf den persönlichen Erfahrungen der Nutzer basieren und diese somit zum Mittelpunkt der Innovation machen. Damit können politische Parteien Werkzeuge entwerfen und ausprobieren, die ihnen den Kontakt zum Bürgern erleichtern und deren Partizipation anregen können. Abschließend wurde die Methode „Canvas de la Comunicación del Siglo XXI” (Das Modell Canvas der Kommunikation im XXI. Jahrhundert) aufgegriffen. Mit der Methode können politische Parteien Kommunikationsstrategien für verschiedene Zielgruppen entwickeln, die positive Emotionen hervorrufen und dadurch mehr Vertrauen erzeugen sollen.

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Ansprechpartner

María Francisca Cepeda

María Francisca Cepeda bild

Wissenschaftliche Projektkoordinatorin

francisca.cepeda@kas.de +57 1 74309 47-205 +57 1 74606 75

Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung, ihre Bildungsforen und Auslandsbüros bieten jährlich mehrere tausend Veranstaltungen zu wechselnden Themen an. Über ausgewählte Konferenzen, Events, Symposien etc. berichten wir aktuell und exklusiv für Sie unter www.kas.de. Hier finden Sie neben einer inhaltlichen Zusammenfassung auch Zusatzmaterialien wie Bilder, Redemanuskripte, Videos oder Audiomitschnitte.