Analysen und Argumente

aus der Konrad-Adenauer-Stiftung

Lehren aus dem Stresstest

von Christina Catherine Krause, Olaf Wientzek

Was die EU aus der Flüchtlingskrise gelernt hat – und noch lernen muss
Die Europäische Union hat in den vergangenen sechzehn Monaten im Rahmen der Flüchtlingskrise sehr viel Kritik einstecken müssen. Trotz eines schwierigen Beginns hat die Europäische Union in den vergangenen Monaten jedoch in vielen Feldern Handlungsfähigkeit bewiesen und zahlreiche Maßnahmen und Reformen beschlossen. Das vorliegende Papier geht detailliert auf diese Reformen ein und zieht eine Zwischenbilanz der EU-Politik der vergangenen 16 Monate. Kontakt zu den Autoren können Sie über die oben stehende Namen aufnehmen.

Digitales Lernen

von Klaus Zierer

Möglichkeiten und Grenzen einer Digitalisierung im Bildungsbereich
Digitalisierung ist für eine zukunftsfähige Schule wichtig. Erfolgreiches digitales Lernen hängt aber nicht nur von moderner Technik ab, sondern vor allem auch von den Lehrpersonen, die die neuen technischen Möglichkeiten in Lehr- und Lernkonzepte integrieren. Untersuchungen belegen, dass Technik allein noch kein Erfolgsgarant ist. Kompetenz und Haltung der Lehrpersonen sind entscheidend.

Christen in Syrien: Aktuelle Lage und Perspektiven

von Otmar Oehring

Current Situation and Future Outlook
Syrien sei ein säkulares Land, die Religionsfreiheit werde garantiert. Auch wenn das so nie gestimmt hat, konnten Christen in Syrien bis 2010 ihren Glauben ohne massive Probleme leben. Viele Kirchenführer hoffen, dass das so bleibt, auch viele Christen – manche kämpfen dafür. Der Bürgerkrieg hat bereits mehr als 500.000 Opfer gefordert, 6,5 Mio. Syrer zu Binnenflüchtlingen und fast 5 Mio. zu Flüchtlingen gemacht. Die Zahl der Christen hat um mindestens 50% abgenommen. Sie sind geflohen vor dem Krieg, dem Regime, den Islamisten. Werden sie nach dem Ende des Konflikts nach Syrien zurückkehren?

Hoffnungsschimmer für die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU

von Olaf Wientzek

Eine der Prioritäten der EU ist die Verstärkung der Zusammenarbeit im Bereich der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP). Der im September 2016 angestoßene Prozess zur Vertiefung der GSVP sowie aktuelle Vorschläge der Europäischen Kommission umfassen pragmatische Maßnahmen. Angesichts der Herausforderungen, denen die EU gegenübersteht, sind die Vorschläge auf lange Sicht nur ein kleiner Schritt. Weitere Maßnahmen in institutioneller wie operationeller Hinsicht sind notwendig, um die GSVP zu einem schlagkräftigen Instrument zu machen.

Von Zika und Ebola: Was wir aus Gesundheitskrisen lernen sollten

von Daniela Braun

Gesundheitskrisen wie Ebola und Zika werden in Zukunft eher die Regel als die Ausnahme sein. Die internationale Gemeinschaft sollte weitreichende Reformvorhaben, die nach der Ebola-Krise erarbeitet wurden, umsetzen. Reformen in der globalen Gesundheitspolitik sollten nicht zu stark auf ein Ebola-spezifisches Szenario ausgerichtet werden, da jede Gesundheitskrise unterschiedliche Herausforderungen birgt. Deutschland hat eine Führungsrolle in der globalen Gesundheitspolitik übernommen und kann mit seinen Partnern zur Stärkung der internationalen Gesundheitsarchitektur beitragen.

Wie über Armut reden? Wie gegen Armut handeln?

von Georg Cremer

In der Armutsdebatte wird oft absolute und relative Armut verwechselt. Schrille Übertreibungen können das Ansehen des Sozialstaats beschädigen. Die Einkommensungleichheit in Deutschland und mit ihr das Armutsrisiko sind auf dem 2005 erreichten Niveau vergleichsweise stabil. Um Armut zu bekämpfen, ist ein leistungsfähiges Grundsicherungssystem unverzichtbar. Die Rente mit 67 stabilisiert die Absicherung im Alter. – ERSCHEINT AUSSCHLIESSLICH ONLINE

Wie Deutschland seine Innovationsfähigkeit verbessert

von Norbert Arnold, Jessica Lawniczak

Die Fähigkeit einer Volkswirtschaft, neue Innovationen im Markt zu etablieren, ist entscheidend für das Wachstum und den Wohlstand einer Nation. So können Lebensverhältnisse verbessert und die Produktivität der Wirtschaft gesteigert werden. Aktuelle Studien zeigen, dass durch verschiedenste Formen von Innovationen ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von über 50 Prozent erreicht werden kann. Dafür ist es allerdings notwendig, ein geeignetes Umfeld für Innovationen zu schaffen.

Zwischen Gesetz und Evangelium – Überlegungen zu einer christlichen Flüchtlingsethik

von Stephan Schaede

Anders als man auf den ersten Blick vermutet, gibt es keine ausgearbeitete christliche Flüchtlingsethik. Acht Prinzipien können aus christlicher Perspektive der Orientierung dienen. Dazu gehören eine realistische Wahrnehmung der Wirklichkeit, das Wissen um die Grenzen der Belastbarkeit, das Spannungsfeld von religiösen Anspruch und politisch Machbarem, die Frage der Barmherzigkeit als politischer Kategorie. Zentral ist die Erkenntnis, dass Politik für realistische Hoffnungen werben und an ihnen arbeiten muss, um eine Verständigung über gemeinsame Überzeugungen und Lebensstile zu erhalten.

Über diese Reihe

Die Reihe informiert in konzentrierter Form über wichtige Positionen der Konrad-Adenauer-Stiftung zu aktuellen Themen.

Die einzelnen Ausgaben stellen zentrale Ergebnisse und Empfehlungen vor, bieten Kurzanalysen, erläutern die weiteren Pläne der Stiftung und nennen KAS-Ansprechpartner.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.