Analysen und Argumente

aus der Konrad-Adenauer-Stiftung

Strategische Überlegungen zur Zukunft der deutschen Sicherheitspolitik

von Patrick Keller

Mehr als ein Jahr später klingt die Rede von Joachim Gauck auf der Münchner Sicherheitskonferenz noch nach: Seine Forderung nach größerem Engagement Deutschlands in der internationalen Sicherheitspolitik stieß angesichts der Krisen in Osteuropa und Nahost auf besondere Resonanz. Beide Krisen sind noch ungelöst, es gibt allen Grund anzunehmen, dass Deutschland künftig vor weitere Herausforderungen gestellt wird. Das Papier bietet Reflexionen über die strategische Lage des Landes zur Debatte in der Hoffnung, dass sie zu einer kreativen und problemlösungsorientierten Außenpolitik beitragen.

Bedrängte und verfolgte Christen

von Theodor Rathgeber

Aktuelle Entwicklungen weltweit
Religionsfreiheit ist ein universelles Menschenrecht. Wo keine Rechte auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit bestehen, liegen auffällig häufig auch keine anderen Freiheitsrechte vor. Christen sind am stärksten von Bedrängung und Verfolgung betroffen – gefolgt von Muslimen. Ziel des Papiers ist es, auf aktuelle Entwicklungen der Religions- und Meinungsfreiheit hinzuweisen. Dabei wird besonders berücksichtigt, wie es um das universelle Menschenrecht der freien Religionsausübung für Christen steht.

Wo sind die Europawähler?

von Franziska Fislage

Studie zur niedrigen Wahlbeteiligung in neuen EU-Mitgliedsstaaten
Vom 22. bis zum 25. Mai 2014 fanden die Wahlen für ein neues EU-Parlament statt. Von den Wahlberechtigten blieben fast 60 Prozent der Wahl fern. Die europaweite Wahlbeteiligung ist damit so niedrig wie nie zuvor. Bei der Analyse hinsichtlich der Wahlbeteiligung weisen insbesondere mittel- und osteuropäische Länder, die erst 2004 und 2013 im Zuge der Ost-Erweiterung der EU beitraten, eine niedrige Wahlbeteiligung auf. Die Studie geht den Gründen für diese niedrige Wahlbeteiligung in fünf der neuen Mitgliedsstaaten nach und leitet Handlungsempfehlungen zur Erhöhung der Wahlbeteiligung ab.

Islam – Islamismus

von Thomas Volk

Eine Klärung in aufgeregten Zeiten
„No one is as murderously ‚Islamophobic´ as Islamists are”, mit diesen Worten brachte der britische Journalist Nick Cohen vor einigen Jahren zum Ausdruck, dass es gerade Islamisten seien, die durch ihre vermeintlich islamisch begründeten Taten dem Islam den größten öffentlichen Schaden zufügten. Eine eindeutige und gründliche Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus ist wichtig und unbedingt notwendig. Der Islam ist eine komplexe und facettenreiche Religion und Weltanschauung, und jede vereinfachte Darstellung entspricht der Denkweise genau jener Vertreter, denen sich dieser Text widmet.

Was kann Palliativmedizin leisten?

von Thomas Sitte

Suizidwünsche todkranker Menschen und die Möglichkeit, ihnen zu helfen. Beitrag zur aktuellen "Sterbehilfe"-Diskussion
Die Palliativmedizin kann dazu beitragen, dass Schmerzen und andere belastende Symptome bei schwerer Krankheit und in der Sterbephase wirksam gelindert werden. Dies gilt auch für besonders schwere Fälle. Anfängliche Wünsche der Patienten, vorzeitig aus dem Leben zu scheiden, werden im Laufe der palliativmedizinischen Behandlung meist nicht mehr aufrechterhalten. Das vorliegende Paper entkräftet das Argument der Sterbehilfebefürworter, organisierte Suizidbeihilfe sei für ein „menschenwürdiges” Sterben notwendig.

Nach dem Gipfel in Wales: Die strategische Agenda der NATO

von Aylin Matlé, Alessandro Scheffler Corvaja

Zwei Wochen nach dem NATO-Gipfel in Wales vom 4. bis 5. September 2014 lud die Konrad-Adenauer-Stiftung eine Gruppe von Experten und Führungskräften zu einem Workshop ein, um über die Ergebnisse des Gipfels und die bevorstehenden Herausforderungen zu diskutieren. Neben Diskussionsbeiträgen zur praktischen Umsetzung und weiteren Vorgehensweise gaben die Teilnehmer politischen Entscheidungsträgern in Deutschland konkrete Empfehlungen, wie Berlin die künftige strategische Ausrichtung der NATO beeinflussen kann.

Zur Zukunft des Gymnasiums

von Susanne Lin-Klitzing

Ein bildungspolitischer Diskussionsvorschlag über die Funktion des Abiturs
Der Nimbus des Gymnasiums ist weiterhin bei der Mehrzahl der Eltern ungebrochen und kann als die Konstante im deutschen Bildungssystem verstanden werden. Dennoch ist nicht zu übersehen, dass mittlerweile eine zunehmende Zahl anderer Schulformen ebenfalls zum Abitur führen und das Gymnasium seine Monopolstellung einbüßt. Daher stellt sich die Frage: Was ist zukünftig eigentlich noch gymnasial und worin unterscheidet sich das Gymnasium von anderen Schulformen, die das Abitur anbieten? Welchen Ansprüchen soll das Gymnasium zukünftig gerecht werden?

Einkommensteuer ohne kalte Progression

von Thilo Schaefer

Ein Diskussionsbeitrag zu ihrer konkreten Umsetzung und den Folgen für Fiskus und den Steuerzahler
Die kalte Progression beschreibt eine Steuererhöhung, die nicht auf höhere Leistungsfähigkeit, sondern allein auf inflationsbedingt höheres Einkommen zurückgeht. Der Abbau der kalten Progression kann dadurch erfolgen, dass der Einkommensteuertarif an die Entwicklung der Inflation angepasst wird. Davon profitieren alle Einkommensteuerzahler, denn ihnen verbleibt ein höheres Nettoeinkommen. Gleichzeitig führt dies aber zu geringeren Steuermehreinnahmen des Fiskus. In der vorliegenden Studie werden die finanziellen Folgen eines Abbaus der kalten Progression für Fiskus und Steuerzahler berechnet.

Über diese Reihe

Die Reihe informiert in konzentrierter Form über wichtige Positionen der Konrad-Adenauer-Stiftung zu aktuellen Themen.

Die einzelnen Ausgaben stellen zentrale Ergebnisse und Empfehlungen vor, bieten Kurzanalysen, erläutern die weiteren Pläne der Stiftung und nennen KAS-Ansprechpartner.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.